Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1588377
Nov! 
2500-2503. 
neuerdings im elften Jahrgang von Dr. Naumanms Archiv für die zeich- 
nenden Künste ein Verzeichniss der NothnagePschen Radirnngen ge- 
geben. Der Katalog umfasst 65 Nummern, ist aber noch nicht als 
vollständig zu betrachten. 
2500. Norbert van Bloemen, Genremaler, geb. zu Antwerpen 
N0 V B 1672, gest. 1746, erhielt in der Schilderbent zu Rom 
' '  den Beinamen Cephalus, malte aber gewöhnlich nur 
Bauern in und ausserhalb der Stube. In der Sammlung des Conferenz- 
rathes Bugge zu Copenhagen wg- bis 1845 ein Bild mit Bauern in der 
Stube, auf welchen die obige Bezeichnung steht. 
2501. Unbekannter Maler, welcher zu Anfang des 16. Jahrhun- 
derts in Diensten des Kaisers Maximilian I. gestanden zu 
 haben scheint. In der k. k. Ambraser Sammlung zu Wien 
betindet sich Freidals Turnierbuch, welches höchst 
wahrscheinlich unter Aufsicht des Kaisers zu Stande kam, und gleich 
dem Theuerdank, Weisskunig und der Ehrenpforte zur Herausgabe in 
Holzschnitt bestimmt war. Es enthält auf 255 Blättern die Kämpfe 
und Mummereien des Kaisers in Wasserfarben gemalt. Auf Blatt 116 
kommt bei einem Gesellenstechen das Monogramm vor, welches sich 
nur auf den Zeichner beziehen kann. Den Titel des Werkes gab eben- 
falls der Kaiser an. Er nannte sich Fereidal, d. h. Freund allen. 
Eine ausführliche Beschreibung des Werkes gibt A. Primisser in Hor- 
mayr's Taschenbuch 1820 S. 279 ff. 
2502. Unbekannter Kupferstecher, welcher vermuthlich gegen 
 Ende des 16. oder in der früheren Zeit des 17. Jahrhunderts 
ljl? lebte. Man ündet ein mager gestochenes Blatt, welches eine 
felsige Landschaft vorstellt. in welcher der hl. Franziskus knieend die 
Wnndenmaale empfängt. Unten gegen rechts steht das Künstlerzei- 
chen. kl. f0l._ 
2593. Nicoles Prevost könnte der Träger dieses Zeichens seyn, 
Qfxf-xx und nicht Nicoles Poussin, wie Papillon I. p. 266 ohne 
Vi-ülmamrmf Grund annimmt. Man findet es auf französischen Holz- 
schnitten aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Wir nennen 
eine Folge von 10 Blättern, welche die Weltschöpfung, den Heiland 
in der Glorie, und Darstellungen aus dem Leben Jesu enthalten. Auf 
einigen Blättern steht das gegebene Monogramm, und jenes des Jean 
le Clerc (iII. Nr. 3132). Diese Folge hat die Adresse: Parisii apud 
Joannem le Clerc, in oico Fremenlello, sub Stella aurea. fol. Eine 
andere Folge, welche in schönen Compositionen die sieben Werke der 
Barmherzigkeit vorstellt, hat die Adresse: A Paris, pur Nicolas Pre- 
oosl, rue Mrmlorgueil, au Chef Same! Denis. Auf den Holzschnit- 
ten steht das obige Zeichen, welches sich wohl sicher auf N. Prevost 
bezieht. Letzterer war Briefdrucker, und die Briefmaler zählten zu 
jener Zeit gewöhnlich zu den Formschneidern. Dasselbe Zeichen allem 
stehend findet man auch auf zwölf Blättern mit den Symbolen der 
Apostel und der Adresse: A Paris, par Jean le Clerc, rue saint 
Jean de Latran ä la Salamandre, avec Priuilege 1596. Zwel Werke 
ohne Zeichen sind betitelt: 
Hisloire de Plmage Nostre Dame de Liesse, qm; fut aportde de 
Paradis par les aWyPs Mit der Adresse: A Pans, par Nwolas 
Prevost, rue Montorgueil, au Chef Sainct Denis._   
Figure de la oie et passion de Monsieur Samct Denzs. Mit der 
Adresse: A Paris, par Nicoles Prevost demeurant en la rue Mon- 
torgueil, au Chef Saint Denisß
        

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