Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1588284
766 
247i. 
18) Der Schuster als Soldat_mit dem Huhn am Schafte des Spiesses. 
Unten links das Zeichen, und auf dem Boden Meldemanms Adresse. 
Oben rechts: Schuelcnecht. Ey geb  von hinnen. 
19) Der Soldat mit der Partisane über der Achsel. Zwischen seinen 
Füssen das Zeichen, und auf dem Boden Meldemanms Adresse. 
20) Der Soldat mit dem Schaft des Spiesses in der rechten Hand_ 
Oben steht: Theml lass nichts liegen.  So we'll ich dennoch nicht 
verzagen   
21) Der Soldat vom Rücken gesehen mit dem Spiesse in der linken 
Hand nach links. Mit dem Zeichen. 
22) Der Soldat mit einem Knaben, welcher am Stocke einen Hahn 
über dem Rücken trägt. Zwischen beiden ist das Zeichen, und oben 
steht: Clas Winttergrön.  Semel pochen   
23) Der Soldat im Gespräche mit einem Knaben, der ein offenes 
Buch trägt. Ohne Zeichen. 
24) Der Soldat mit der Partisane über der Achsel, hinter ihm 
das Weib mit Küchengeräthen. Zwischen seinen Füssen das Zeichen, 
und oben: Hanns Vnuerdorben. Anss Franclrreich kum wir her 
geloffen   
25) Zwei Soldaten, der eine vom Blicken mit dem Spiesse, der 
andere mit einem Hahn und einer Gans. Zwischen seinen Füssen ist 
das Zeichen, und unten Meldemnnnls Adresse. Oben rechts: Wolff 
aulf mit mir  
26) Die Belagerung von Wien im Jahre 1529, ein aus sechs Bogen 
bestehender Holzschnitt. Die Stadt erscheint in der Mitte rund wie 
ein Panorama, so dass man das Blatt drehen muss, um die Gebäude 
in perpendikulärer Richtung vor die Augen zu bringen. In der Stadt 
und ausserhalb derselben sind viele Figuren, und in den vier Ecken 
Wappen angebracht. Links oben ist eine lange Inschrift: Der stadt 
Wien belegerung, wie die auff l dem hohen sant Seffans (sie) thurm 
allenthalben gerings om die gantae i stadt zu wasser und landt mit 
allen din en anzusehen gswest ist Vü l von einem berumpten maler 
der on dzzs anff S. Steffens Thurn in der selbe belegernng qewesl 
ist, mit gantzen [leiss oerzeych l net und abgemacht, gescheen nach 
Christi gebart M. CCCCCÄXXIX vnd J im XXX. in track geprqchi 
Rechts unten in einem Kranze steht: Gemacht zu I Nurenberg durch ] 
Niclassen Meldemann Brief- j maler bey der lange prucken  man- 
hafft nach Christi ge- l hurt M. CCCCCZXXX Jar. Die Vorstellung 
ist ohne Einfassungslinien. H. 39 Z. 3 L. Br. 31 Z. 
Ein Exemplar dieses sehr seltenen Formschnittes, welchen Bausch 
und Passavant nicht kennen, war in der v. Derschawschen Kunst- 
samrnlung. J. A. Börner überliess 1848 ein Exemplar dem Gustos 
Karajan in Wien, wohl jenes, welches v. Derschau hesass. Es gehört 
dazu eine Broschüre: Ein kurtzer bericht ober die recht warhaßtig 
Contrafactur, Türkischer belegerung der stat Wien wie dieselbig 
anzusehen vnndt zu uersteen sey, welche zu rhum, preyss, lob und 
ehr gantzen Römischen Reich, gemeyner Ritterschaft, o7: in sonder- 
heyt einen erbern Bath der stat Nürnberg, durch Niclas Meldemann 
yetzt cerfertigt, gedruckt onnd aussgangen ist. 
Dieser Beric t ist einen Bogen stark und ohne Jahrzahl. Melde- 
mann sagt in der Inschrift des Schnittwerkes, dass ein berühmter Malm- 
vom St. Stephansthurme aus die Zeichnung aufgenommen habe, und 
wiederholt es auch im Berichte. Den Künstler nennt er nicht, und 
somit bleibt nur eine Vermuthung. Hans Sebald Lautensack könnte 
auf die Zeichnung einigen Anspruch machen, da er eine grosse Radir- 
ung auf den Entsatz von Wien herausgegeben hat, er müsste aber
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.