Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581334
IOS- 
215- 
Der zunächst folgende Buchstabe ist ganz verwischt, und von zwei 
anderen Buchstaben sind nur undeutliche Spuren vorhanden. Es ist 
vielleicht Astrualdis oder Astrub aldis zu lesen. Eine Hypothese 
dieser Art hat aber keinen Werth, da nicht nachgewiesen werden 
kann, dass ein Künstler aus der Familie der Astrnaldi oder Astrubaltli 
gelebt hat. 
215. Johannes Stradanus, Historienmaler, kommt schon zu 
l d  wiederholten Malen vor, da auf Kupferstichen nach 
0' swa " mm seinen Zeichnungen die Abbreviatnr wechselt. Hier 
erwähnen wir eine Folge von Blättern des Johannes Wierx: VII. 
Virlutum theoloyicaruvn e! cardinalium icones etc. gr. 8. 
215. Johann Otto Trümmer war von 1762-1764 Münzmeister 
I O T in Frankfurt a. M. Auf den städtischen ganzen und halben 
   Thalern aus jener Zeit stehen die Buchstaben I O T und O T. 
217. Johann Theodor und Johann Israel de Bry gehören einer 
      
ü er eren 11' Sam e1 Wll'  o. ins u ric ge an e  a, en. 
Johann Theodor de Bry bedgentedsiclh 211.02) nejchfalriderer Zeichen, so 
dass wir unter TB T1) nn T 1; e ena s seiner erwähnen 
mussten. Hier handelt es sich nur um eine Folge von vier Blät- 
tern, welche die Elemente vorstellen. Sie sind in der Weise des 
Heinrich Goltzius gestochen, und Väarlagsartikel der de Bry. H. 6 Z. 
3L.Br.4Z.6L. 
218. Samuel Joudin, Stelnpelschneider in St, Petersburg 1704" 
1740, hinterliess viele Gepräße auf welchen die Abbreviatnr 
I O U 10 U, s. 111., und s. 10 Ubvdrkommt. 
219. Johann Ulrich Pilgrim und Johann Wechtlin, auch Wech- 
telin und Vuechtelin, kommen bei der Erklärung 
 dieses Zeichens in Berührung. DerAbbe de Marolles 
(x i nannte den Formschneider I0 V zuerst den Mei- 
ll .  
[o  stedr mit debn geikreuzteiliäiläerstlääeiä (lie 
mazire am: nur ons crozses un auc eu so e 
i Chalcologen bedienten sich dieses Namens. Mariette 
 i erfuhr irgendwo, dass der Formschneider I" V 
 __iäl Johann Ulrich Pilgrim heisse, indem man 
  nämlich die gekreuzten Schneidinstrumente für Pil- 
gerstabe nahm, was sie sicher nicht sind, obgleich 
Passavant Peintre-graeeur III. p. 923, keine Aehn- 
lichkeit mit Messern findet. Dieser Schriftsteller 
erkennt in der Angabe Mariette's nur eine leere 
Hypothese, was hinsichtlich des sogenannten Pil- 
O Q grim wohl Richtigkeit hat. Mariette war aber 
kein Phrasenlnacher, suchte immer nach einem hinreichenden Grund, 
und kann daher wohl erfahren haben, (lass in Strassburg ein Johannes 
Ulrich gelebt habe, dessen Existenz man zu Gunsten des Hans Wechtlin 
läugnet, was gar nicht nothwendig ist, da die Passion des Johannes 
Vuechtelin von den Clairobscurs des Meisters Iv V sc versqhwdep ist, 
gass man an den einen und denselben Formschneäcler nicht 81111111511 
enken kann. Die Passionsbilder von 12'023 sind noc ganz a tert iüm- 
lieh in Zeichnung und Schnitt, während jdie Blätter in Hellduxikel ent- 
schieden das Gepräge der Renaissance tragen, und sowohl 111 der Zeich- 
nung als in der technischen Behandlung eine höhere Kllnststufe ver-
        

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