Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1588210
NIR. 
2444. 
759 
wir finden ihn aber auch Nikolaus von Ried genannt, welcher 
in Bern seine Kunst geübt haben soll. Zeichnungen mit dem M0n0-' 
gramme sahen wir in München, und darunter stellt eine von 1587 den 
Bären in Rüstung mit der Hellebarde dar, eine auf Bern anspielende 
heraldische Figur in architektonischer Einfassung mit Schildhaltern. 
Diese Zeichnung ist mit der Feder umrissen und ansgetuscht. Nikolaus 
Rippel könnte mit Nikolaus von Ried Eine Person seyn, so dass er 
sich auch nach seinem Heimathsorte nannte. Und wenn diess auch 
nicht der Fall ist, so wird N. von Ried hier wenigstens zum ersten Mal 
genannt. Ein um 1587 in Basel lebender N. Rippel ist im Künstler- 
Lexicon nur kurz erwähnt. Es scheinen sich noch viele Zeichnungen 
mit dem Monogramme erhalten zu haben. Zwei Zeichnungen von 1586 
und 1587 besitzt Herr Baron v. Pfaffenhoden in Donauescliingen. Auf 
der einen sind unter der Jahrzahl 1586 die Buchstaben CMLOTMG 
beigefügt, welche wir nicht deuten können. Auf dieser Zeichnung 
kommt auch der Dolch vor, aus welchem Passavant auf einen Lands- 
knecht schliesst. Brulliot I. N0. 2629 sagt, dass man das Monogrnmm 
einem N. Ringly zuschreiben wollte. In Basel lebte kein Künstler 
dieses Namens, nur ein L. Ringlcr. 
2444. Nicoletto da. Modena, mit seinem Familiennamen Rosex, 
i begegnet uns zu wiederholten Malen, da Bartscb 
, N 17 Zeichen registrlrt, und darunter ist das erste 
'  5  ' der gegebenen Monogramme nicht. Ebenso com- 
 plicirt als dieses ist jenes, welches wir No. 1000 
einreihten, zugleich mit näherer I-Iinweisung auf 
 den alten Nicoleto. Im obigen Tafelchen stehen 
die nndeutlichen Buchstaben NI. B. M, hier mit Andeutung des Namens 
"Rosex" und der Geburtsstadt "Modena". Die zweiten Buchstaben sind 
leicht zu erklären. 
Bartsch XIII. p. 252 verzeichnet 68 Kupferstiehe, darunter sind 
aber Blätter, welche unbekannten tlorentinisehen Meistern angehören. 
Passavant V. p. 92 hat das Verzeichniss des A. v. Bartsch bereinigt, 
und im Ganzen 116 Stiche beschrieben. Wir gehen nur auf jene mit 
dem Monogramme ein. 
I) Die Sibylle von Cuma mit dem Siebe in beiden Händen: fast 
nackt und nach rechts gewandt. Von ihrem Haupte fallt der Schleier 
auf den rechten Arm herab. Hinter ihr bemerkt man Schilf und Wasser- 
pflanzen. Oben bangt das oben gegebene Täfelchen mit dem Mono- 
gramm. H. 4 Z. 11 L. Br. 3 Z. 4 L. 
Brulliot I. N0. 2898 vermuthet unter der Figur die Vestalin Tucia, 
Passavant erkennt die Sibylle Cumana. Das Blatt ist sehr Selten. In 
München, Dresden, Paris, Amsterdam, und bei Wellesley in Oxford 
sind Exemplare. 
2) [P. 69] David mit dem Haupte des Goliath stehend in einer 
Landschaft. Links oben NI. RO., und an der Säule DAVIT. B. 
H.4Z.1L. Br.2Z.8L. 
3) [P. 89] Mars mit Trophäen an der Lanze nach rechts. Links 
am Sockel MARTE, und auf dem Tafelchen am Baurne NI. B0. 
H. 2 Z. 10 L. Br. i Z. lt L. 
4) [P. 90] Merkur mit dem Helm auf dem Haupte, mit Flöte und 
Gaduceus nach rechts. Im landschaftlichen Grunde ist ein Triumph- 
bogen. Rechts unten MERCVRIVS, und am Säulenschaft NI. R0. 
H.äZ. Br.3Z.6L.
        

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