Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1588144
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2413- 
2416. 
2413. Unbekannter Kupferstecher," welcher mit den Meistern 
der Schule von Fontainebleau in Berührung kam. Seine Blätter- 
M sind in der Weise des Antonio Fantnzzi da Trento radirt, wahr- 
scheinlich nach Zeichnungen von Rosso Rossi oder Primaticcio. Nach 
der Jahrzahl eines Blattes zu urtheilen, war dieser Monogrammist um 
1545 thätig. 
1) Deucalion und Pyrrha, wie sie Steine hinter sich werfen, aus 
welchen Männer und Weiber werden. Dieses Bild erscheint in einer 
runden Einfassung. Rechts unten am Steine ist das Zeichen. H. 6 Z. 
3L. Br.8Z.3L. 
2) Dessin zu einer Schale, deren Fuss die Klauen von zwei Greifen 
bilden. In der Verzierung der Terrine ist ein Cartouche mit der Jahr- 
zahl 1545. Unter dem Medusenhaupte bemerkt man das Monogramm, 
H.8Z.9L. Br.6Z.3L. 
2414. Nikolaus Häublein, Zeichner und Kupferstecher, hinter- 
liess Bildnisse welche radirt und noch öfter i 
  Claude Mellarüs Manier gestochen sind. Auf solches 
Blättern kommt das Monogramm mit der Jahrzahl 1665 fi". vor. 
2415. H. Nützel Kupfersteche ist im dritten Bande No. 1298 
2 Q  
m bereits eingeführt, und wir verweisen auf Jenen Artikel. Das 
F t gegebene Monogramm findet man auf Bildnissen von sächsischen 
ürs en. 
2416. Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1523-1525 thätig 
XX  war. Bartsch VII. pag. 547 zahlt ihn zu 
V  den deutschen Meistern, ohne weiter auf 
VNVHV seine Leistungen einzugehen. Strntt ver- 
I muthet ein Mitglied der Familie Hopfer 
und nennt ihn willkürlich Nikolaus Hopfer. Renonvier, Des lypes etc: 
p. U8, verfiel auf den holländischen Glasmaler Höningen, welchem 
A. Dürer zwei Bücher schenkte, diese Hypothese ist aber ohne allen 
Grund. Der Meister IVH gehört indessen der niederländischen Schule 
an, und war jedenfalls Zeichner, wenn nicht Maler. Seine Composition 
ist oft grossartig, aber in der Zeichnung nicht von gleicher Correktheit, 
Die fein behandelten Stiche scheinen die Wierx zum Vorbilde genom- 
men zu haben.  
Bartsch beschreibt 12 Blätter, und im Anhange einen Holzschnitt, 
welcher einen Kampf von nackten phantastisch bewaffneten Bauern im 
Walde vorstellt. Auf diesem Blatte kommen die verkehrten Buchstaben 
NH III. No. 1292 vor. Der Formschneider gehört der Schule des 
Hans Holbein an, und ist der Monogrammist Nil N0. 2408. 
1Y[B.i] Gott Vater in Wolken zeigt dem Jeremias einen halb 
verdorrten Mandelbaum und einen schäumenden Topf. Der Prophet 
kniet rechts, und blickt mit der Hand vor den Augen nach dem Ewigen, 
welcher ihm die Prophezeiung des Untergangs von Jerusalem befiehlt. 
Am Steine nach unten in der Mitte IVH 1525. Rechts im Rande; 
D. E. C. V. IHEBEMIAS, d. h. das I. Capitel von Jeremias. H. 6 Z. 
Br. 4 Z. 3 L. 
W. Y. Ottley (Collection of facsim-iles of scarce and curious 
prints. London 1828) gibt eine Copie von diesem seltenen Blatte. 
2) [B. 2] Die Mächtigen von Sedecias werfen den Jeremias in einen 
schmutzigen Graben. Rechts unten N. H, links D. 38. C. V. [HEBE- 
MIA. 1525. H. 6 Z. Br. 4 Z. 3 L. 
Im späteren Drucke ist das Künstlerzeichen auspolirt.
        

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