Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1588024
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NBS 
2349-2351. 
2349. Natale Bonifacio, Kupferstecher von Sebenico, kommt, 
 F bereits unter dem Monogramm NB No. 2323 vor, und 
  7. A daher beschränken wir uns nur auf das Blatt mit diesem 
Zeichen. Es stellt die Anbetung der Hirten nach Taddeo Zuccaro 
vor, gr. fol. Zani schreibt diesen Kupferstich dem Nikolaus Beatrizet 
zu, erkennt aber darin eine Copie nach C. Cort. An Beatrizet ist, 
nicht zu denken, da dieser Meister in einer anderen Manier arbeitete, 
und älter als Bonifacio ist. 
235i). Nicolas Ghesneau, Buchdrucker, und wahrscheinlich auch 
KM, Formschneider, war von 1556-1583 in Paris thätig. Sein 
ä Emblem stellt einen Eichbaum vor, um dessen Wipfel ein 
d Band geschlungen ist mit dem Motto: CONQOBDIA VIS 
N ä IVESCIA VINCI. Am Stamme windet sich eine Schlange 
-3 empor, die mit dem Schwanze einen Bündel Pfeile zusammen- 
hält, auf welche der unter dem Baume stehende Mann deutet. Auf 
dem Steine links am Baume ist das gegebene Zeichen. Das Signgt 
mit letzterem kommt auf dem Titel von Druckwerken im grossen Fnr- 
mate vor, wie auf dem Titel zu: Erasmz Adagzoruzn Chiliadgs 
quatuor  Parisiis, N. Chesneau 157.9, fol. Die Octavbande haben 
dasselbe Signet in kleinem Formate, nach welchem sich auch die Grösse 
des Monograinms richtet. Man findet aber auch Vignetten in Druck- 
werken mit demselben Monogramme um die Hälfte kleiner. Eine solche 
stellt in Friesform das französische Wappen zwischen Gruppen von 
allegorischen Figuren vor. Unter dem Wappen ist das Zeichen. Auf 
mehreren Holzschnitten in den von Chesneau gedruckten Büchern kommt 
das Monogramm vor, und man kann daher annehuien, dass er sie selbst 
gefertigt habe. Auch die Initialen N C fügte er bei. Proben Seiner 
Kunst enthalten die Heures de Nostre-Dame ä l'usage du Man; 
Paris, Nicolas Chesneau, rae Samt-Jacques au Chesne vert 1575, 
gr. 8. Die grösseren und kleineren Holzschnitte dieses Werkes sind 
von schlechtem Geschmacks. Der Künstler wetteiferte mit dem Kupfer- 
stiche, und brachte Kreuzschrafiirungen an, welche das Bild überladen. 
Die kleinen Vignetten sind einfacher behandelt. Wir kennen keinen 
Formschneider, welcher damals in Paris ähnliche Versuche gemacht 
hat, und somit fallen sie wohl auf Rechnung des N. Chesneau. 
Ein Meisterstück der Formschneidekuiist ist in dem von Chesneau 
gedruckten Werke des Jehan Boulaese: Le Thresor et entiere histoire 
de la triomphante victoire du corps de Dieu sur Pesprit malin de 
Beelzebub, obtenue ä Laon Pan 1566, recueillie des actes puglics 
  1578, 4. Das Blatt, welches den wunderbaren Exorzismus vor- 
stellt, ist eben so gut gezeichnet, als geschnitten, eines Jean Cousin 
würdig, fol. Ob man es dem N. Chesneau zutrauen darf, bleibt dahin- 
gestellt. Es erschien schon 1573 in dem Werke: Abregäe histoire 
du grand miracle par     J. C. en la sainle Hostie du sacre- 
ment de Pautel fait a Laon en 1566 avec sa carte representant 
le tout au nifl Paris, chez Thomas Belot, k]. 8. 
In S. Münster's Cosmographey, Paris chez Michel Sonnius 1575, 
ist ebenfalls ein Holzschnitt mit dem Monogramme. Er stellt einen 
heiligen Bischof mit Kreuz und Buch vor. H. i Z. .8 L. Br. 1 Z. 3 L. 
2351. C. Nolin, Maler, hielt sich 1835 in München auf, und 
brachte da ein Gemälde zur Ausstellung, welches nach 
yßl-Nfby Goethe das Klärchcn beim Spinnrocken in Verzweiflung 
über ihre Lage vorstellt. Neben ihr sitzt eine schwarze 
Katze. Auf diesem Gemälde kommt das Monograinm vor. Wir haben 
keine weitere Nachricht über diesen Künstler.
        

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