Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581301
IOS. 
207  
209. 
297. Giuseppi Rivello von Crenlona wird _v_on früheren italie- 
mph  Gazeam ßßua    
Cognomeazto barba cremonenscs genanntö obgleichf _Cu.mpi äin 
"w flwißbal 1544- äiänäigeifäiläliläehfuätäiilälnGZJ 
mälde mit der halben Figur der Cleopatra mit der Schlzulge an der 
Brust in der Gallerie Correr lös't den Zweifel, indem es die gegebene 
Inschrift trägt. Damit gewinnen wir zugleich für Giuseppe Rlvello 
einen festen Zeitpunkt. Nach Campi findet man auch in den Kirchen 
zu Cremona und anderwärts Gemälde von unserm Künstler. 
203. Giuseppe Gesari d'Arpino ist oben unter Jof. Arp. No. 198 
J   eingeführt, und wir haben bemerkt, dass der Künstler 
Osepzm "w" Josepin genannt wurde. Man findet diesen Namen auf 
radirten Blättern von Johannes Episcopius nach Zeichnungen des G. 
Cesari. 
209. Giuseppe Porta, genannt Giuseppe del Salviati, geb. zu 
10g; JAL Castelnuovo nella Grafagnana gegen 1520, war Schüler 
Iss). des Francesco Salviati, und hatte davon den Beinamen. 
Auch Garfagnino und Grafagnini wurde er genannt. Salviati war Maler 
und Zeichner, und es haben sich in Italien Werke von ihm erhalten. 
Auch durch Nachbildungen im Kupferstich und Holzschnitt ist er he- 
kannt. Hier handelt es sich namentlich um Holzschnitte, welche nach 
seinen Zeichnungen ausgeführt sind. Man erklärt aber nicht mit Un- 
recht auch Blätter für eigenhändige Arbeiten des Salviati, und darunter 
jenes mit der obigen Abbreviatur. Es stellt die Lucretia in ihrem 
Zimmer von arbeitenden Mägden umgeben vor. Sie sitzt vor einem 
niederen verzierten Tisch mit dem oiifenen Buche in der linken Hand, 
und blickt nach rechts, indem eine hinter ihr stehende Dienerin sie 
auf die beiden Männer aufmerksam macht, welche zur Thüre herein- 
kommen. Links von der Lucretia näht eine Magd, und rechts etwas 
zurück spinnt eine solche. Links unten über der Einfassungslinie: 
IOSE. SAL. 1557. H. 3 Z. 4 L. Br. 5Z. 2h. Dieses treifliche Blatt 
findet man in einem Musterbuehc für weibliche Arbeiten: Vera Eccel- 
lenza di varie sorte di ricam-i a cusire  Venelia, Giovanni 
0851149 (1557), 4. Dieses seltene Werk ist mit Holzschnitten geziert, 
doch nur die Vignette mit der Lueretia scheint von Salviati geschnitten 
zu seyn. Auch Ridolfi gedenkt dieses Blattes, und in der Dedieation 
ist es einer Clarissima Signora Lucretia gewidmet, so dass über die 
Vorstellung kein Zweifel obwaltet. R. Weigel liess den Holzschnitt 
von Flegel in Leipzig für sein Praehtwerk: Holzschnitte berühm- 
ter Meister 8m. XII. sehr schön copiren. Brulliot IIl. No. 740 gibt 
die Jahrzahl 1555 an, es scheint aber ein Druckfehler obzuwalten. 
Wäre wirklich ein Abdruck von 1555 vorhanden, dann müsste jener 
von 1557 Oopie seyn, und zwar jene eines Franzosen. Allein der 
Holzschnitt mit der Jahrzahl 1557 kommt in dem zu Venedig von Jo- 
hann Ostaus gedruckten Buche vor, von welchem keine Ausgabe von 
1555 bekannt ist. Dieselbe Darstellung kommt auch an der Spitze 
eines in Lyon 1565 erschienenen Musterbuches für Goldschmiede, 
Graveure, Damaszirer, Bildhauer, Maler, Sticker, 'l'apezierer, Wirker, 
Näherinnen dtc. vor. Papillon, Traite I. p. 230, nennt den Jean le 
Maitre als Zeichner und Schneider der Blätter des Musterbuches, mit 
der Bemerkung, dass Antoine Voulant in Lyon den Verkauf desselben 
besorgte. Papillon's Beschreibung des Blattes mit der Lucretia stimmt
        

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