Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1587881
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NAF. 
2313. 
bei Ravenna 1512 eine Schlacht geliefert wurde, in welcher Gaston 
de Foix das Leben verlor. Dadurch gewinnen wir wenigstens einen 
Anhaltspunkt für die Zeit des Künstlers. Die Abdrücke mit der 
Jahrzahl 1530 auf der links verlängerten Bandrolle sind späterer Art. 
Agostino Veneziano hat die Schlacht 1518 copirt. Bartsch XIII. p. 364 
beschreibt die beiden ersten Blätter, Passavant fügt das dritte bei. 
1) Die hl. Jungfrau mit dem Kinde neben der hl. Anna auf einem 
Altar in der Nische sitzend. H. 5 Z. 4 L. Br. 8 Z. 
2) Zwei in Schlachtordnung gereihte, sich gegenüberstehende Kriegs. 
heere. H. 5 Z. 6 L. Br. 8 Z. 
Bartsch glaubte in der handschriftlichen Beischrift des Exemplares 
in Wien, deren oben erwähnt ist, den Namen des Stechers entdeckt 
zu haben. Die Schlacht erklärt er für jene des Königs Carl des Kühnen 
von Frankreich 1495. 
I. Mit der Bandrolle, wie oben gegeben. 
II. Mit der links nach aufrecht verlängerten Bandrolle, und der 
Jahrzahl 1530 im angesetzten Stücke. 
 III. Mit der Adresse: Ant. Sal. ex. über der Rattenfalle. 
Die Buchstaben TN kommen nicht in der Reihe wie oben vor. 
3) Zwei monströse am Rücken zusammengewachsene Kinder. Rechts 
und links sind dürre Bäume und ein Felsen. In der Ferne bemerkt 
man zwei Schiffe auf dem Meere. Links am Baume ist eine Tafel mit 
der Schrift: 
QVOS. DESIGNATOS. QVIDA. GEMESIS. QVABBIS. NEGOTIÄS. 
"GENNA. MIRACVLO. MISIT. 
Ueber diesem Baume ist die Bandrolle mit der Rattenfalle. Auf der 
Tafel rechts am Banme steht: 
DVO. GEMINI. I. TRAPEZOTHA. NATI. SOLDANO DRATITI. 
 DONO. HOS. EDVEARI. SOLDANVS. DILIGITER. 
R   
Unten am Cippus TN. H. 3 Z. 9 L. Br. 5 Z. 8 L. 
2313. Nikolaus Andreae, Maler und Kupferstecher von Flenls- 
burg, gilt gewöhnlich für einen Italiener, indem ihn 
 F F Heinecke Niccolo di Andrea nannte, und auch Malpä 
die italienische Abkunft festhielt. Letzterer lässt ihn 
m  1556 in Ancona geboren werden, und 1611 in Ascoli 
, sterben, wir finden aber keinen Grund dafür. Bartsch 
IX. pag. 512 reiht seinen Nikolaus Andrea nach Melchior Lorch ein, 
und man kann ihn in der That für den Schüler desselben halten, 
Passavant IV. p. 190 nennt ihn ebenfalls N. Andrea, hätte aber aus 
dem von ihm beschriebenen Bildnisse des Dr. Stanislaus Sabinus, Her-m 
von Stracza, ersehen können, dass der Meister N. Andreae heisse. 
Ueber dieses sehr seltene Bildniss gibt Frhr. v. Amstetter in Nau- 
mann's Archiv I. S. 350 Nachricht, der Künstler heisst aber durch 
Druckfehler wieder Andrea. Passavant gibt die Namensinschrift richtig; 
Nicolavs Andreae Pictor et Poeta Flensburgensis Holsatvs  1590. 
Auf diesem Blatte ist auch das Monogramm eigefügt, wie diess Öfter 
der Fall ist. Bartsch nennt ausserdem das Bildniss des Joachim von 
Sinzendorf 1580, und jenes des k. k. Hoftischlers Georg Has in Wien 
1581. Ihm entgingen die Bildnisse des Dr. Sabinus, des Gilles de 
Noailles und des Königs Christian IV. von Dänemark. Das Portrait 
des Bürgermeisters Constantin Ferher in Danzig 1586 kann zu den 
Blättern bei Bartsch und Passavant hinzugefügt werden. Bartsch nennt 
noch ein Blatt mit der Rebecca am Brunnen mit dem Monogramme
        

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