Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580638
l. Unbekannter Maler, welcher in der ersten Hälfte des 17. Jahr- 
 hunderte gelebt zu haben scheint. Das Zeichen finde: man 
Ä  auf dem von J. Sandrart gestochenen Bildnisse des Baron 
Balthasar Räßkniäl. 1I1 einem aus kirchlichen Emblemen ge- 
bildeten Oval. LlIlkS unter den Versen im Rande steht;  
Strauch del , und rechts: J. Sandrart so. Das gegebene 
Monogramm ist rechts oben 1m Oval auf einem Blättchen Papier an 
der Säule. G. Strauch scheint nur die Einfassung gezeichnet zu haben, 
und somit kann man unter dem Monogramme den Maler vermuthen. 
2. Jan Muller oder Müller, Zeichner und Kupferstecher, soll 
nach der gewöhnlichen Annahme 1570 zu Amsterdam ge- 
 , boren worden seyn, es bleibt aber zu bedenken, dass die 
meisterhaften Blätter mit den sechs Schöpfungstagen nach 
Heinrich Goltzius B. 35-41 die Jahrzahl 1589 tragen. Man kann sie 
also nicht für Arbeiten eines Jünglings von 18-19 Jahren halten, 
und Muller muss daher vor 1570 geboren seyn. Man zählt ihn zu 
den Schülern des H. Goltzius, dieser Meister war nur um etliche 
Jahre älter, und man kann daher mit mehr Recht in Coornhert seinen 
Meister vermuthen. Der Schule des Goltzius vindicirt ihn Baldinucci 
ohne Grund, und diesem Schriftsteller schrieben alle nach. J. Muller 
ist Meister in der Technik, und er theilt daher mit Goltzius den Ruhm. 
Für das Bildniss des Prinzen Moriz vonOranien nach M. Mierevelt 
erhielt er 1608 von den Heeren Staten eine Gratifikation von 100 
Gulden. 
Bartsch III. p. 261 ff. beschreibt 87 Blätter von J. Muller, und 
ausserdem könnte man ihm nur noch einige meisterhafte Copien nach 
Lucas van Leyden zuschreiben. R. Weigel geht in den Snpplements 
au Peintre-graveur auf die Priorität der Abdrücke näher ein, als 
Bartsch, und bezeichnet auch die Copien nach L. v. Leyden. Das 
obige Monogramm findet man nur auf dem Blatte mit dem Bildnisse 
des Theodor Coornhaert nach Cornel Cornelissen B. N0. 34. H. ä Z. 
6 L. Br. 4 Z. 8 L. Das Bilduiss des Johannes Fontanus ist I. M. S. 
gezeichnet. 
3. Unbekannter Radirer, welcher in Italien gelebt haben könnte. 
Das gegebene Zeichen ündet man auf 
einem Blatte mit der Büste des Papstes 
1 Paul IV. in a], Wendung nach links- 
 Um das Oval geht die Schrift: P0111111!- 
  P. M. fuit electus et publiwlus die 
 XXIII. maü MDLVet coronatus XXVI. 
 Rechts oben ist das päpstliche Wap- 
 pen, und darunter das obige Zeichen, 
in welchem wenigstens das Messer auf einen Künstler deutet. H. 12 Z. 
öL. Br.8Z.3L. 
Monoirammisten Bd. IV. 1
        

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