Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1587559
2200- 
220i. 
693 
 Martin Veit soll der Verfertiger eines Altares mit Schnitz- 
werk und Malereien heissen, eines Werkes 
aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Dieser 
Altar war ehedem in der Kirche zu Alders- 
bach in Niederbayern, und befindet sich 
jetzt in der Sammlung des k. b. Kreis- 
Bau-Inspektors Schmidtner in Landshut. 
In der Mitte des Altares ist ein bemaltes 
Schnitzvrcrk, und auf den Seitenflügeln 
sind Scenen aus der Passion vorgestellt. Unten auf der rechten Seite 
ist das Monogramm in einem gothischen Schilde auf gelbem Grunde, 
und links ist ein zweiter abweichender Schild mit drei hochrothen 
Hügeln auf gelblichem Grunde, und über diesen bemerkt man ein 
zinnoberrothes Dreieck. Ein Maler oder Bildschnitzer Martin Veit 
ist uns ganz unbekannt, auch stimmen die beiden Schilde eher für 
den Stifter des Altares, als für einen Künstler. Der namhafteste Maler 
Niederbayerns aus jener Zeit ist Alexander Nikolaus Mair von Lands- 
hut, I. N0. 987. 
2201. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte 
Ä- des 16. Jahrhunderts thiitig war. Er gehört der sächsi- 
 schen Schnle an, und copirte die Folge der Marter der 
 M Apostel von Lukas Cranach, B. No.37-48. Die Copien 
"K. 1 sind von der Gegenseite radirt, und so selten, dass 
Bartsch VIII. p. 22 nur drei Blätter beschreiben konnte. Der Meister 
M V brachte Veränderungen an. Das Blatt mit der Marter des hl. Paulus 
kannte Bartsch nicht. 
1) St. Petrus mit Stricken an das Kreuz gebunden. Drei Knechte 
sind beschäftigt, das Kreuz in die Erde zu stellen. Im Hintergrunds 
sind zwei Schlösser, während im Original nur ein Gebäude auf dem 
Berge steht. H. 6 Z. Br. 4 Z. 8 L. 
2) St. Andreas mit ausgespannten Beinen und Armen an zwei 
Balken gebunden. H. 6 Z. Br. 4 Z. 8 Lp 
3) St. Jacobus major knieend, wie ihn der Henker am Haupte 
fasst. Links drei Personen zu Pferd. H. 6 Z. I. L. Br. 4 Z. 9 L. 
4) Der Evangelist Johannes im Priestergewande im Tempel mit 
einem altdeutscheu Altar. Im Grunde sind viele Personen. Im Ori- 
ginale steigt Johannes die Treppe allein herab, in der Copie steht ein 
Knabe daneben. Am Antepeudinm des Altares sind drei Engel statt 
des sächsischen Wappens vorgestellt. H. 6 Z. Br. 4 Z. S L. 
ä) St. Philippus in einer Landschaft an das Kreuz geheftet. H. 6 Z. 
Br. 4 Z. 8 L. 
6) St. Bartholomaus auf dem Kreuze ausgestreckt und geschunden. 
  
7) St. Thomas vor dem Altare von einem Kriegsknechte mit der 
Lanze durchbohrt. H. 6 Z. Br. 4 Z. 8 L. 
Z 823  Matthäus enthauptet auf dem Boden liegend. H. 6 Z. Br. 
4   
9) St. Jacobus minor im Tempel von der Kanzel herabgestürzt. 
H. 6Z. Br. 4 Z. S L. 
10) St. Simon von Schergen in der Mitte von einander gesägt. 
H. 6 Z. B124 Z. 8 L. 
11) St. Judas Thaddäus mit der Keule erschlagen. H. 6Z. Br.4Z.8L. 
12) St. Mathias knieend mit dem Kopfe tinter dem Fallbeile. H. 6 Z. 
Br. 4 Z. 9 L. 
13) St. Paulus enthauptet auf dem Boden liegend, wie zwei Blut- 
ströme aus der Wunde gehen. H. 6 Z. Br. 4 Z. 7 L.
        

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