Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1587478
Nr. 2164-2166. 
685 
ist die Geburt und die Auferstehung Christi, rechts die Himmelfahrt 
und die Ausgiessung des hl. Geistes vorgestellt. In der oberen Leiste 
geht die Taufe Christi vor sich. Unten stehen die dritten Initialen. 
5) Die Blätter in Johann Mathesius Sonntags-Postille. Nürnberg 
1567, fol. Einer der MS gezeichneten Holzschnitte stellt den Sanlns 
vor, wie ihm auf dem Wege nach Damascus der Herr erscheint. Ein 
zweites Blatt, mit den vierten Initialen, gibt die Heimsuchung Mariä, 
und ein drittes stellt den Zöllner Matthäus vor, wie ihn der Herr ruft. 
6) Der Holzschnitt in: Jolzannis Hus et Hieronymi Pragensis 
Historia. Norimbergae 1558, fol. Ein alter Mann steht in den 
Flammen des Scheiterhaufens. Auf seiner Mütze bemerkt man zwei 
kleine Teufel. Unten stehen die Buchstaben Jl! S. in der Form der 
ersten. 
Brulliot II. N0. 2049 glaubt, dieses Blatt stamme aus der Zeit 
von 1530. In Qnartformat. 
7) Eine Giraffe, welche von einem Orientalen gehalten wird. Oben 
steht in Typendruck: Eyn seltsam und Wunderbarlich Thier  wie 
soliches  Geconterfect ist worden durch Melchior Lurig (Lorch) 
zu Constantinopel  1559 Jar. Gedruckt zu Nurnberg durch Hans 
Adam. Mit den zweiten Initialen. H. '10 Z. 9 L. Br. 8 Z. 6 L. 
2164. Unbekannter Maler, welcher in Nürnberg thätig war, und 
Jvl  Jv Wappen meisterhaft malte. In der v. Derschatüschen 
5 Sammlung war das Wappen der Nützel von Sünderspül 
l 67 in reich verzierter Einfassung, beschrieben im Cataloge 
S. 83 No. 41. Auf der Rückseite ist der Stammbaum des alten, nun- 
mehr erloschenen Geschlechtes. Unten in der Verzierung stehen die 
Buchstaben mit der Jahrzahl 1567. Auf Pergament, Höhe  Z. 
Br. 113,11, Z. Dieses herrliche Blatt besass bis 1847 Dr. Campe in 
Nürnberg. Es ist zu bedauern, dass der Name nicht ausfindig ge- 
macht werden kann. 
2165. M. Sorg soll der Zeichner eines radirten Blattes seyn, 
jh: welches man nach dem Monngramm PL dem Peter Last- 
Zmß man zuschreibt. Es stellt einen deutschen Bürgermeister 
vor, welcher einem Knaben Almosen reicht. Dieser M. Sorg müsste 
Hendrik Martensz Zorg seyn, welcher bedeutend jünger ist, als Lastman. 
Letzterer starb bald nach 1648, und H. M. Zorg 1682. Letzterer nennt 
sich auch nicht Sarg. Wir haben das erwähnte Blatt nicht gesehen, 
und auch Brulliot II. N0. 2051 gesteht dasselbe. 
2165. Mathias Scheits, Genremalcr und Radirer, geb. zu Ham- 
  bnrg 1640, gest. 1700, malte Bilder in 
f der Weise des D. Teniers und A. van 
M f Ostade, und fügte zuweilen die ersten 
7  Buchstaben bei. Auch auf Zeichnungen 
maß  kommen diese Cursiven vor, doch etwas 
1  kleiner und mit der Jahrzahl A? 1680 
u. s. w. Die Zeichnungen sind mit der Feder umrissen und in Bister 
übergangen. Die zweiten Buchstaben findet man auf Radirungen des 
Meisters, wie auf jenen mit den Elementen in Kinderspielen 1671. 
H. 3 Z. 4 L. Br. 4 Z. 10 L. Die Buchstaben mit dem lieisatze inn, 
jnuentor, kommen auf Radirungen von M. Steidner nach M. Scheits 
vor. Wenn A. S. fe. beigefügt ist, muss man auf eine Radirnng von 
Andreas Scheits schliessen. M. S. d. steht auf biblischen Blättern von 
G. A. Wolfgang.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.