Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1587437
2152-2154. 
681 
Wir müssen bei M. Schwarzenberg bleiben. Letzterer hat wohl auch 
die Zeichnungen auf die Holzplatten gemacht. Man findet nämlich 
historische Zeichnungen mit M. S. In der Sammlung des Baron C. R. 
du Rosey wird eine solche dem M. Schwarzenberg zugeschrieben. Sie 
stellt den hl. Georg im Kampfe mit dem Lindwurm vor, mit der Feder 
umrissen und leicht colorirt. In einer Vorrathskammer der Universität 
in Krakau wurden 1848 viele alte Holzstöcke vorgefunden, welche für 
theils in Polen, theils im Auslande gedruckte Bibeln, Chroniken dzc. 
benützt wurden. Der Universitäts-Bibliothekar Muczkowski liess 1849 
die Holzstöcke abdrucken, und gab die Blätter mit französischem Text 
heraus. Die Auflage ist aber gering. Darunter sind sechs Holzschnitte 
mit MS 1532 und M. S ohne Jahrzahl. Ein Blatt ist mit dem 
Monogiämm und 1534 bezeichnet. Ein anderes von 1532 mit MS und 
dem Messer stellt Simson vor, wie ihn Delila der Haare beraubt. Die 
übrigen Holzschnitte enthalten ebenfalls biblische Scenen, drei der- 
selben solche aus dem Leben der Heiligen Petrus und Paulus, qu. 8. 
Wir finden auch einen Holzschnitt mit der Verkündigung Maria, 
und den Buchstaben MS im Täfelchen angegeben. Oben steht: Es 
sind zwo, 8. Dieses Blatt gehört nicht in die Bibel. 
Holzschnitte mit MS sind auch in der Auslegung der Epistel und 
Evangelien. Wittenberg 1344. Darunter ist das schöne Blatt der Herodias 
mit dem Haupte des Johannes, welches auch in der Bibel vorkommt. 
2152. Melchior Sessa, Buchdrucker in Venedig, bediente sich 
  -V auf den Titeln seiner Druckwerke einer in Holz ge- 
)lVVI( "Ö schnittenen Vignette, welche eine Art Schild mit einer 
Krone vorstellt. Unter letzterer steht nach links hin eine Katze mit 
der Maus im Munde. Unter dem Thiere sind leichte Laubverzierungen, 
Alles auf weissem Grunde. Die Einfassung bildet eine doppelte Linie. 
H. 2 Z. 8 L. Br. 2 Z. 1 L. Wir finden diese Vignette auf dem Titel- 
blatte folgenden Werkes: C. Pldniz". Secundi. Veronensis 
historiae naturalis Librz" XXXVIJ. aptissimis figuris earculti ab 
Alearüdro Benediclo Ve. pkysico emendatiores redditi. Am Ende: 
Explicit C. Plinius Secundus de nuturali historia   Impressus 
Venetiis summa diligentia per Melchiorem Sessam M. D. XIII. Die 
XX Augusli, fol. 
Dieses Werk ist mit vielen Holzschnitten geziert, welche von jenem 
Meister herrühren, welcher sich zur Bezeichnung einer kleinen Säule, 
theils zwischen den Buchstaben CC bediente. Die Vignetten haben 
das Ansehen von Metallschnitten. Ueberdiess ist dieses Werk auch 
mit schönen grossen Initialen geziert, welche auf schwarzem Grunde 
Genien, Thiere und Ornamente enthalten. Am Schlnsse wendete M. Sessa 
ein zweites Drnckersymbol an. Es enthält auf schwarzem Grunde eine 
weisse Scheibe mit dem Benediktuskreuz. Rechts und links von diesem 
stehen die Buchstaben MS. 
2153. Sigmund Müller, Briefmaler und Formschneider in Augs- 
burg, gab um 1370 colorirte Holzschnitte heraus. 
Ein solches Blatt stellt den König Stephan Batory 
zu Pferd vor. Unten steht die Adresse des S. Müller, 
und im Bilde das Monogramm. welches hier verkehrt 
erscheint, fol. Batory wurde 1575 König von Polen.  
2154. Unbekannter Verleger, und wohl auch Formschneider, 
"welcher um 1550 in Wittenberg thätig war. Die Buch- 
M S staben finden sich in der unteren Leiste einer Titeleinfass- 
ung zu dem Buche: Die Haubtartikel des Christlichen
        

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