Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1587415
2149. 
679 
Johannes. Unten gegen links das Zeichen, und rechts die Adresse: 
Martin Pein" earcudebat. H. 7 Z. 10 L. Br. 5 Z 8 L. 
Dieses etwas roh behandelte Blatt ist Copie nach dem Meister 
BM I. N0. 1957. 
3) DerLeichnam des Herrn auf dem Boden ausgestreckt, von Maria, 
Johannes und einer Frau beweint. Im Grunde links sind zwei Frauen 
bei dem Grabe, und rechts sieht man Joseph von Arimathea. Fast nur 
in Umrissen, und wohl die erste Idee zu dem folgenden Blatte. 
4) Die hl. Frauen am Grabe des Herrn, oder vielmehr an dessen 
Sarkophag. Letzterer ist links, und darin neigt sich ein bekleideter 
Engel gegen die rechts in Thräincn stehenden drei heiligen Frauen. 
Eine vierte Frau kommt von rechts her mit dem Salbengefasse. Im 
Grunde erheben sich Berge, und auf einem derselben gegen rechts 
steht ein Schloss. Der Raum, wo der Sarg und die Frauen stehen, 
ist qnerüber von einer Mauer abgeschlossen. Links unten ist das erste 
Zeichen der dritten Reihe. H. 4 Z. 5 L. Br. 3 Z.  L. 
Die Platte ist radirt. oder sehr fein mit der Schneidnadel gearbeitet. 
An M. Schongauer ist nicht zu denken. Passavant sagt, dass am Sar- 
kophage die undeutlichen Buchstaben CA V. stehen. Wir bemerkten 
Sie nicht. 
5) [B. 6.] Christus in Mitte von sechs Engeln aus derWüste schreiten_d. 
Im Hintergründe stehen drei Banme mit Vögeln im Laubwerk. Auf jenem 
links sitzt ein Ade. Der Grasboden ist mit üppigen Pflanzen überdeckt, 
und verschiedene Thiere, besonders Kaninchen, beleben ihn. H. 11 Z. 
Br. 8 Z. 3 L. 
Die Figuren sind unverkennbar nach einer Zeichnung des Martin 
Schonganer von einem Italiener gestochen, und in diesem erkennt Passa- 
vant (N0. 6) den Gherardo. Die Bänme sind namentlich in der Zeich- 
nung ebenso behandelt, wie wir dergleichen in den Reliefs von Lorenzo 
Ghiberti finden. Nach Vasari hat Gherardo mehrere Kupferstiche von 
Schongauer copirt. 
Im ersten Drucke fehlt das Zeichen des M. Schongauer, im zweiten 
steht es links unten. 
6) Die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf dem I-Ialbmonde stehend. 
Das Zeichen steht rechts vom Halbmonde. II. 3 Z. 10 L. Br. 2 Z. I0 L. 
Bartsch N93? scheint eine andere Copie vor sich gehabt zu haben. 
Er sagt, dass links unten M (durch Druckfehler S), rechts S stehe. 
H. 3 Z. B121 Z.4 L. 
Im Cabinet Cicognara ist dieselbe Vorstellung beschrieben, es han- 
delt sich aber um ein drittes Blatt. Die Buchstaben MS stehen fast 
in der Mitte unten neben einander, ohne die gewöhnliche Marke. H. 3 Z. 
10 L. Br. 2 Z. 10 L. 
7) [lt App. 89.] Magdalena mit der Salbenbüchse stehend nach rechts. 
Ohne Zeichen, wohl von Franz von Bocholt. H. 8 Z. Br 4 Z. 6 L. 
8) Der hl. Lorenz mit dem Roste im Buche lesend. Er steht in 
einem Portale, welches oben eine Arabeske mit Engeln zeigt. Im 
unteren Rande steht: S. Lauwerencius am pro nobis. H. 4 Z. 7 L. 
Br. 3_ Z. 2 L. 
Dieses Blatt beschreibt Sotzmann in Naumanrüs Archiv III. S; '21 
unter den Stichen des alten Meisters S. Links unten sind die Buch- 
staben MS fein eingestochen, und zwischen beiden ist eine Hausmarke, 
welche nach Sotzmann jener des M. Schonganer nicht unähnlich ist. 
Andere schrieben dieses Blatt dem genannten Meister zu. 
9) [B. App 686.] Ein junges nacktes Weib mit dem herzoglich 
bayerischen Wappenschilde, und einer Rose in der rechten Hand.
        

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