Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1587401
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2149. 
2)  Die grosse Krenzsehleppung. 
Die Abdrücke vor dem Künstlerzeichen sind äusserst selten. 
3) [B. 6.] Die Anbetung der Könige. 
Der Meister ABIN. I. N0. 223 hat dieses Blatt copirt. 
4) Die hl. Gertrud stehend von vorn gesehen  mit der Palme in 
der linken, und dem Buche in der rechten Hand. Die langen Haare 
fallen über die Schulter herab, und das Haupt ist mit Blumen ge- 
schmückt. Zn ihren Füssen liegt ein Lamm. In der Mitte unten das 
Zeichen. H. 5 Z. 7 L. Br. 3 Z 9 L. 
5) [B. 69.] Der leidende Heiland mit Maria und Johannes. 
Man findet neue Abdrücke einer Imitation des Originals, welche 
nicht zum Abdrucke bestimmt war. Rund, 8. 
6) [B.107.] Das Rancllfass mit Engeln. 
Martin Biester hat dieses Blatt copirt. 
VII. Abtheilulng, bvi llartsch 
Als Supplemeut zum 
11.166 (E, uml bei Passavamt 11.112 m 
Kiinstlcr-Lexicou XV. S. 450 ff. 
Bnrtsch verzeichnet 17 Blätter, welche ein Zeichen tragen, das 
jenem des M. Schonganer ziemlich ähnlich ist, s0_w1e oben in der 
dritten und vierten Reihe. Diese Blätter sind aber 1m Machwerk ganz 
verschieden, die wenigsten nach M. Schongauer. Auf den Blättern des 
hlartin Schougauer kommen die Zeichen der ersteirund zweiten Reihe 
vor, und man ersieht daher den geringen Unterschied. 
Der Veriertiger dieser Blätter, welche aus den beiden ersten De- 
cennien des 16. Jahrhunderts stammen, scheint das Zeichen des Martin 
Scbongauer nicht zur Täuschung angenommen zu haben, da er diesem 
Meister nicht nachahmte. In früherer Zeit schrieb man ihm Kupfer- 
stiche mit MS zu, nämlich solche, welche Bartsch in dieser Abtheilung 
beschreibt. Die Sammler nahmen sie aber noch häufiger für Arbeiten 
des Martin Schön. Die Ausscheidung nahm erst Bartsch 1808 von 
Martin Seen war der Zeitgenosse des Franz Floris, und arbeitete in 
Middelburg, wo er 1574 auch starb. Immerzeel macht einen Martin 
de Secu aus ihm, über welchen Ch. Kramm schweigt. Auch in Italien 
war ein Mnrtino Secu bekannt, aber wohl nur durch Verwechslung 
mit Martino Scon, d. h. Martin Schön, welchen die Italiener auch 
Bel Martino und Martino dtAnversa nannten. Ein Martin Seeu aus 
Ptömerswalen hat gelebt, und vielleicht sind einige Blätter von ihm, 
da sie theils einen niederländischen Meister verrathen. Auf einem 
finden wir auch die Adresse von Martin Petri, welcher zu jener Zeit 
in Antwerpen lebte. Auf anderen Blättern scheint das Zeichen des 
Martin Schongauer absichtlich beigefügt worden zu seyn. 
1)  Christus am Kreuze mit nach links geneigtem Haupte 
Rechts und links betet je ein Engel an. Maria im Mantel und Schleier 
kreuzt die Hände, und rechts erhebt Johannes die linke Hand. 1m 
Hintergrunde der reichen Landschaft bemerkt man die Stadt. Rechts 
sind Felsen und Gebäude auf der Anhöhe, an deren Fuss eine Quelle 
entspringt. H. 10 Z. 3 L. Br. 6 Z. 11 L. 
Dieses schöne, im niederländischen Charakter behandelte Blatt ist 
im ersten Drucke ohne Zeichen. Später wurde es neben dem Todten- 
kopf am Fnsse des Kreuzes eingestochen. Vasari sagt. dass Gherardo 
ein Blatt mit Christus am Kreuze zwischen Maria und Johannes copirt 
habe. es Scheint sich aber kein Abdruck erhalten zu haben. 
2)  Die Krenzabnehmung. Der Leichnam des Herrn liegt 
im Schoosse der Maria, und dabei sind drei heilige Frauen und
        

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