Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1587368
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2140- 
2145. 
ZMÜ. Unbekannter Maler, welcher um 1612 in den Nieder- 
landen thätig war. James Haznrd schreibt ein ähnliches 
 Zeichen dem Peter Molyn zu, dieser war aber 1612 noch 
ein Knabe. Christ spricht von gut gezeichneten Land- 
schaften mit dem illonogramme und der Jahrzahl 161g 
Wir wissen von_einem Gemälde, welches ein Weib mit 
dem Kinde in landschaftlicher Umgebung vorstellt. 
2141. Gabriel Schnellboltz und Salomon Seelüsch, Buchdrucker 
und Verleger, erscheinen im Peintre-graveur von Passavant IV_ 
Ä p. _6l u. 65 unter diesem lilonogramme als Unbekannte. Das 
Zeichen, aber in anderer Form, kommt. auf einer grossen Verlags- 
Vignette mit der Salbung David's durch Samuel vor. H. 5 Z_ 9 L 
Br. 4 Z. 2 L. Samuel Seelfisch liess bei G. Schnellboltz Werke mii; 
Holzschnitten drucken, und auf ihn spielt die Salbung  an 
Das Monngramm besteht nicht aus MS, wie Passavant glaubt, sondern 
durch S geht ein Boltz als Anspielung auf den Namen Schnenboltz 
Unter S ist das Verhältniss xiäher erklärt.  
2142. Susanna Maria Sandrart, Malerin, geb. zu Nürnberg 1653, 
" gest. 1718, fertigte als Gattin des Buchdruckers M. Endtcr 
ßßjxs in zweiter Ehe Zeichnungen zur Illustration der Endter- 
sehen Verlagsartikel. Holzächnitte mit dem Monogramnie findet man inz" 
Curioser Spiegel. In welchem der allgemeine Lauff de; mensch- 
lichen Lebens   vorgestellt wird. Mit 40 HOIZQClIYlItKOU. Wir 
haben dieses Buch im Artikel des Elias Porzellius II. N0. 1712 erwähnt 
2143. Unbekannter Maler, welcher um 1660 thätig war. Das 
erste Zeichen fanden wir auf einem Gemälde, welches 
w M einen am Baume sitzenden Eremlten nnt_dcm pruciüxe 
1 ö in der linken Hand vorstellt. Rechts vor ihm- hegt Buch 
und Rosenkranz, und dabei stehen zwciKrüge und die Sanduhr. Dieses 
Bild ist gut gemalt, und verräth einen niederländischen Meister. An 
Michael Sweerts wird man wohl nicht denken dürfen, eher an Martin 
Spilberger. 
lm Hartlaulfschen Cataloge ist das zweite Monogramm angegeben. 
Man findet es auf Knpferstichen, doch sind solche nur summarisch 
genannt. Für solche Blätter könnte M. Schacp eintreten, dessen wir 
im Künstler-Lexicon erwähnt haben. Auf dem Titelhlatte einer Folge 
von radirten und gestochenen Blättern mit militärisrhen Scenen sind 
die beiden ersten Buchstaben des Namens in ähnlicher Weise ver- 
schlungen. 
2144. Unbekannter Landschaftsmaler, welcher zu Anfang des 
17. Jahrhunderts in Deutschland thätig war. Man 
ZK]; I 60 8 findet ausgetuschte Federzeiehnungen von ihm, An. 
sichten von Dörfern und Gebäuden am Wasser. Sie deuten auf Nieder- 
Deutschland. Von Mathias Scheitz kann keine Rede seyn. 
2145. Martin Spilberger oder Spillenberger, Laudichaftsnlaler 
und Radirer, war in der zweiten Hälfte des 17. Jahr- 
IVQATISNP hunderrts thätig, und wird öfter mit Johann Spiln- 
berger oder Spillvnberger aus Ungafn verwgchselt. Beide Künstler 
kommen aber in Berührung. Auf elner Rnrlfrung mit dem Tode der 
Lucretia steht: J. Spilb. 51m. et pinz. M. Sp2lb_., fol. Die gegebenen 
Monogramme findet man auf radirten Blättern mm Landschaften. welche 
mit Figuren und Thieren belebt sind. Auch Architektur brachte der
        

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