Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1587343
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2131-2134. 
Künstlern bekannt, qu. roy. fol. Im Album des Königs Ludwig stellt 
ein von C. Mayer gestochenes Blatt die Apostel Petrus und Paulus 
vor, gr. fol. 
2131. Melchior Schwarzenberg, Zeichner und Formschneider 
1') hinterliess nur wenig Blätter mit dem Monogramme, 
W m und auch die Zahl der Holzschnitte mit den Initialeri 
, MS ist nicht gross. Wir gehen aber unter den Buch. 
staben MS näher auf Schwarzeuberg ein. Das erste Zeichen findet 
man auf dem Titelholzschnitt zu: Der ['ele rychtellych. Rostock 
L. Dielz 1515. Auf diesem Blatte ist Christus am Kreuze mit Maria 
und Johannes vorgestellt, kl. 4. Das Monogramm gibt Lisch in den 
Mecklenburgischen Jahrbüchern IV. Taf. 4 N0. 2. Ein aus MS be- 
stehendes Monogramm kommt auch auf einem Holzschnitte in der Er- 
fnrter Ausgabe des Vegetius von Hans Knapp 1511 vor, fol. In der 
deutschen Bibel von M. Luther, welche bei Hans Luiit in Wittenberg 
1534 gedruckt wurde, sind schöne Initialen mit Kindern auf diagonal 
schrafiirtem Grunde, im Durchmesser 2 Z. 2 L. R. Weigel (Altdeutsches 
Holzschnitt-Alphabet, in Naumann's Archiv II. S. 217) gibt den Buch- 
staben P in Copie. Als Verfertiger der Buchstaben gibt sich Schwarzen- 
berg durch das zweite Monogramm kund. Ein zweites, aus S P ge_ 
bildctes Monogramm deutet wohldenselben Meister an. In der Bibel 
ist auch ein grösserer Holzschnitt mit dem Monogramme lJGZGlChnet 
jener mit Salomons Urtheil, anscheinlich Copie nach Hans Brosamer: 
Auf anderen Blättern kommen die Initialen MS vor. 
Das zweite Monogramm, mit der Jahrzahl 1534 darunter, findet 
man auch auf Holzschnitten mit biblischen Vorstellungen. Im Jahre 
1840 wurden die Platten in einer Rüstkammer der Universität in Krakau 
aufgefunden. Ein Theil ist MS gezeichnet. 
2132. Unbekannter Kupfersteeher, welcher um 1520 thätig war 
Er copirte das Blatt von Albrecht Dürer, welches Bartsch 
f  N0. 34 beschreibt. Maria sitzt auf einer Rasenbank, und 
 S 55a! reicht dem Kinde die Brust. Auf der Umzäunung sitzt 
ein Vogel, und hinter derselben erhebt sich ein kleiner Baum an 
welchem im Originale ein Täfelchen mit der Jahrzahl 1503 hängt 
Der Gopist fügte oben in der Luft die Jahrzahl 1'522 bei, welche abef 
verkehrt kam. Unten am Steine ist das Monogramm. H. 4 Z. 1 L_ 
Br. 2 Z. 6 L. Die Arbeit scheint italienisch zu seyn. Heller hatte 
keine Kunde von diesem Blatte. In der Sternberglschen Sammlung 
war es vorhanden. 
2133. Michael Sweerts, Maler und Radirer, war in der zweiten 
E81 Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig. Wir haben ihm im Künstler. 
Lexicon einen ausführlichen Artikel gewidmet, und auch dessen 
Radiruugen beschrieben. Auf Blättern mit Büsten von Männern und 
Frauen N0. 8-16 kommt das Monogramm vor. Auf den meisten Blät- 
tern dieses Meisters steht der Name, sie sind aber fast alle von der 
grössten Seltenheit. Das meisterhafte Blatt mit dem nackten stehen- 
den Indianer, welcher vom Rücken gesehen einen Pfeil vom Bogen 
schiesst, im Lexicon N0. 19 ohne Massangabe erwähnt, ist 12 Z. 2 L_ 
hoch, und 8 Z. breit. R. Weigel werthet es auf 36 Thlr. 
2134. Martin Rote von Sebenico soll nach Bartsch XVI. p. 281 
N0. 105 ein Blatt gestochen haben, welches die Schutzgöttin 
45A. von Toscana auf dem Löwen vorstellt. Sie hält zwei Kronen 
über die Medaillons mit den Bildnissen des Cosmo und Alcssandro
        

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