Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1587335
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671 
in Ulm beschreibt im Bericht des Vereins für Kunst und Alterthum 
1855 S. 69 den grossartigen Altar zu Merklingen auf der Alp von 1510. 
Hassler selbst besitzt ein Bild der Grablegung, und ein zweites mit 
St. Peter auf dem Pfingstfeste. Einer besonderen Erwähnung Verdient 
noch das reiche und zart vollendete Rosenkranzbild mit der hl. Drei- 
einigkeit in der Kirche zu Schwabach, in welcher auch Christus am 
Kreuze mit Heiligen zu sehen ist. Das erste Bild beschreibt Waagen, 
Kunstwerke und Künstler in Deutschland I. S. 299, man gab es aber 
bis in die neueste Zeit irrig für ein Werk des M. Schongauer aus, 
da das Monogramm MS auf diesen Meister gedeutet wurde. Erhard 
Schön hat dieses Bild, welches ausser der Trinität auch viele Heilige, 
den Papst mit dem Clerus, den Kaiser mit den Laien, und unten das 
Fegefeuer vorstellt, zu einem Holzschnitt benützt, welchen Passavant 
III. p. 243 N0. 35 beschreibt, aber ohne auf M. Schaffner zu verweisen. 
Der Holzschnitt trägt nur das Monogramm des E. Schön. H. 14 Z. 
7 L. Br. 10 Z. ii L. Oben und unten sind im ursprünglichen Zu- 
stande je fünf Zeilen Text mit Ablassverkündigung aufgedruckt: 
Orthodoxe fidei preclarum spectaculum celestis Rosarii   
Die Lebenszeit des M. Schaffner dehnt man bis 1539 aus. In 
diesem Jahre erhielt er für das Bildniss eines Rathsherrn 50 Gulden. 
Professor Hassler ersah aus Archivalien, dass Schaffner früher Bürge 
für Constantin Schaffner war. Im Jahre 154i erscheint für denselben 
Oonstantin Schaffner der Schlosser Caspar Gelb als Bürge, und Martin 
Schaiiner muss daher bereits todt gewesen seyn. 
2123. Unbekannter Maler, welcher in Böhmen thätig war. In 
der Dekanatskirche zu Joachimsthal in Böhmen ist eine 
Tafel mit der Auferstehung Christi, auf welcher dieses 
Monogramm vorkommt. Der Meister gehört noch der 
altdeutschen Schule an; die Renaissance hatte auf ihn 
keinen Einduss, und so mag er 1559 bereits in der 
 letzten Periode seines Lebens gestanden haben. In der 
Kirche sind keine Notizen über das Gemälde vorhanden. 
Wir verdanken diese Anzeige dem Historienmaler A. Lesser in Warschau. 
2129. Unbekannter Maler, oder vielmehr zwei Künstler, welche 
an verschiedenen Orten lebten. Das erste Zeichen 
  fand Heinecke auf schönen Gemälden im Dome zu 
r Münster. Der zweite Monogrammist scheint in Salz- 
76-021 burg gelebt zu haben. Paul Seel stach daselbst 
nach seiner Zeichnung das Titelblatt zum Gnadenprocess der aller- 
heichsten Junckfrauen und Mutter Gottes Maria von Alten-Oetling 
über etliche Malefitz-Personen  Durch Gabriel Küpferle. München 
bey Lucas Straub 1664, 8. Dieses Blatt stellt die hl. Jungfrau und 
die Maleiizpersonen vor. 
2130. Alexander Maximilian Seitz, Historienmaler, geb. zu 
München 1811, gehört seit Jahren in Rom zu jenen 
I8 Künstlern, welche die religiöse Richtung der deutschen 
Schule mit Auszeichnung vertreten. Wir haben ihm 
schon im Künstler-Lexicon einen ausführlicheren Artikel gewidmet, 
und verweisen im Weiteren auf denselben. Das Monogramm kommt 
auf Zeichnungen des Künstlers vor. Wir kennen eine solche mit der 
Anbetung der Hirten in Feder-umrissen. Auch Zeichnungen in Aquarell, 
Tusch und Kreide sind vorhanden. Eine sehr schöne Composition mit 
der von Engeln in den Himmel getragenen hl. Catharina ist durch die 
Lithographie von P. Lutz in Hohe's Neuen Malwerken von Münchner
        

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