Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1587125
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2050- 
2050. Melchior Paulus, Elfenschnitzer, war um 1703-1733 in 
w (löln thät-ig. Er hintcrliess sehr schöne Reliefs, theils halb, 
theils hoch erhoben. In der Schatzkammer des Domes zu Coln 
sind zehn kleine Tafeln mit Vorstellungen aus der Passion, und auch 
im Privzitlliesitzlje sind Bilder von ihm. Der Künstler fügte das Mono- 
gramm se ten ei.  
 Martin Pepyn, Maler von Antwerpen, wird zu Rubens 
w? . Schülern gezählt, und man sagt, dieser 
l  1,71"   Meister sei eifersüchtig auf ihn gewesem 
Dieses ist unrichtig, und auch sein angeb- 
lieber Aufenthalt in Italien nicht erwiesen. 
 Rubens konnte keinen Nebenbuliler in ihm 
gefürchtet haben. Den 15. März 1655 stand Isabella Braut, die Frau 
des Rubens, seiner ältesten Tochter Martha zur Taufe. Das Geburts- 
jahr des M. Pepyn ist unbekannt. Unter dem von A: van Ilyck ge- 
malten Bildnisse des Künstlers steht: Me Pzctorem Pwtor pznzit D. 
Ant. van Dyck Eques illuslris A? D. 1632 Aet. Me. LVIII. Diese 
Inschrift ist von Pepyn selbst angegeben, und wir können daher an. 
nehmen, dass er 1574 geboren wurde. Im Catalogue du Musee d'An- 
vers 1857 ist angegeben, dass der Künstler den 2l_ Februar1ä75 in der 
Cuthedrale zu Antwerpen getauft wurde. Ist nun die Inschrift des jetzt 
bei E. Le Roy in Brüssel vorhandenen Gemäldes unrichtig? Im Jahre 
1600 wurde er als Lehrling im Gildeboek von St. Lucas eingeschrieben, 
was mit einem Schüler des Rubens nie der Fall war. Das TodesJahr 
ist unbekannt. Man gibt 1641 und 1643 an. In der Kirche des H0- 
spitals und der Dominikaner zu Antwerpen sind Gemalde von M. Pepyn, 
Das Museum daselbst bewahrt vier Gemälde, und darunter hat Jenes 
mit dem Durchzug der Israeliten durch das rothe Meer das obige 
Zeichen mit der Jahrzahl 1626. Briilliot II. N0. 2Slll gibt dasselbe 
Monograinm und die Jahrzahl 1614. Er hatte von einem Gemälde in 
der Weise des Franz Floris Kunde, welches aber dein Peter M00] zu- 
geschrieben wurde. üGäemalde deslM. Pepyg {am 161i kennen wir nicht. 
Aiisser  ntwerpen n et man se ten ein i von i m. 
2Ü52- Unbekannter Kupferstecher, welcher gegen Ende des 
NPJQ 16. Jahrhunderts thätig war. Das Monogramm findet man auf 
einem Blatte in der Weise der WIGUÜSCIICII Schule. Es stellt 
Bacchus und Ariadne unter einer Weinlaube sitzend vor. Oben sitzen 
beide in einem von einem Bock und einem Widder bespannten Wagen, 
und im Grunde breitet sich das Meer 8.ZllS.7 äechts oben in der Luft 
ist das Zeichen. H. l Z. 10 L. Br. 2   
Dieses Blatt wird fälschlich dem Martin Plegnick zugeschrieben. 
2053. Unbekannter Emailleur, welcher gegen Ende des 16. Jahr- 
[VY hnnderts in Limoges gelebt zu haben scheint. In der Collection 
Gatteaux ist ein Email, welches einen Reiterkampf nach Rafael 
vorstellt, in der "Uebertragung mit allen jenen Freiheiten, welche sich 
die Kleinmeister in ihren Blättern erlaubten. Das Bild ist äusserst 
fein grau in Grau gemalt. Kleines Rund. 
2054. Unbekannter Töpfer, welcher um 1764 in Delft fabricirte. 
Man findet Geschirre und Platten in Camaieu verziert, die 
[XP Ornamente und das Blatterwerk sind lebhaft blau. Diese Fa-  
' brikate werden gesucht. 
2Ü55. Unbekannter Formschneider, welcher um_ 16_60 in Ulm 
gelebt hat. In BecheNs Parnassus medicinalzs zllustralus. 
m Ulm 1663, fol., sind viele Holzschnitte, doch nur ein einziges
        

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