Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1587096
2045. 
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grossen Kürbis betrachtet, B. N0. 34. Bartsch V. p. 85 ü. beschreibt 
58 Blätter. R. Weigel fügt aber in d m Supplvment p. 244 noch andere 
bei. Im Künstler-Lexicon besteht daher das Verzeichniss in 67 Num- 
mern. Das lälatt No._64 mit einer liegenden Kuh ist bezeichnet: M0. 
V. Vyt II M0. V. Vyt. ex. Die Adresse allein hat die Radirnng mit 
dem wilden Pferde N0. 65. Anf dem Blatte N0. 63 mit der stehenden 
Kuh liest man unten rechts: M0. V. Wt. II M0. V. Wt. ex. 
2Ü45- Peter Maes, und auch Martin Poehm, werden als Träger 
dieser Zeichen erklärt. Auf den ersteren verfiel Malpe, 
X, und scheint seinen Grund aus dem von ihm beschrie- 
(jf 71K benen Blatte hergenommen zu haben. welches die hl.Jung- 
 jrl frau mit dem Kinde im Schoosse in Kniestück vorstellt. 
"i Zwei Engel reichen einen Korb mit Blumen und Früchten 
R Ä dar. Rechts am Piedestale steht: P. Maes fec. nqua 
, forti, qu. fol. Dieses Blatt ist radirt, und verschieden 
von den Blättern des Monogrammisten M P. Es ist von jenem Meister, 
welcher nach H. Goltzius copirt hat. Man muss ihn der holländischen 
Schule vindiciren. Im Gildeboek von St. Lukas in Antwerpen kommt ein 
Maler Peter Maes vor, welcher 1572 als Schüler des Adam Brix auf- 
trat. Ein Bildschneider dieses Namens, Schüler von Peter Verbruggen, 
ist unter dem Jahre 1659 eingetragen. Ein dritter Peter Maes kommt 
als Schüler des Peter van Lint 1665 vor. Der ältere Meister dieses 
Namens könnte das Blatt mit dem Kniestücke der hl. Jungfrau radirt 
haben. Unser Monogrammist gehört der deutschen Schule an, und 
war nach den Daten auf seinen Blättern zu urtheilen 1577-1586 thätig. 
Von Martin Poehm, auf welchen Christ verfällt. kann keine Rede seyn. 
Die Angabe dieses Schriftstellers ist auch unbestimmt Er nennt auch 
den Martin Petri, den späteren Verleger der Blätter des Lukas van 
Leyden. 
Der Monogrammist MP könnte in Cöln gelebt haben. Die Copien 
der Arbeiten des Herkules erschienen 1577 bei Johann Bussemaker 
in Cöln. Der Copist war damals 17 Jahre alt. Auf dem Täfelchen 
mit der Chiffre des ersten Blattes steht auch noch: Aetatis Suae I7. 
In Cöln lebte damals ein Peter Maess als junger Künstler, dessen 
sich Bnssemaker bedient haben könnte. -lm Jahre 1618 war er Banner- 
herr der Malerzunft. Tn den späteren Registern der Zunft heisst er 
Peter Maass, und 1638 verschwindet er aus der Reihe. Vielleicht 
haben wir statt des Holländers P. Maes einen deutschen P. Maass 
gerettet. In einem Monogramme ist A angedeutet, so dass man PMA 
lesen muss. Der Künstler heisst also jedenfalls Ma.  Er wechselt 
mit dem Zeichen, indem auch P vor M steht. Hier liefern wir den 
Hauptartikel, und verweisen unter PM auf diesen. 
Bartsch IX. p. 567 ff. beschreibt 26 Blätter von diesem Meister, 
welche auch im Künstler-Lexicon unter Peter Maes verzeichnet sind, 
so dass wir auf jenen Artikel verweisen. Das Monogramm wechselt, 
wie oben zu sehen ist. Auf den Copien nach H. Aldegrever mit den 
Arbeiten des Herknles, B. No. 3-15, kommt das Monogramm mit dem 
P vor M vor. Das vierte Monogramm mit dem eingezeichneten A steht 
auf dem Blatte mit der Charitas, B. N0. 17, dann auf jenem mit dem 
kleinen Christus an der Säule. Unter M PA und PM geben wir die 
Monogramme genauer. Die unten erwähnten Portraite werden eben- 
falls dem Peter Maes zugeschrieben, sie weichen aber von den anderen 
Blättern etwas ab. Passavant IV. p. 226 geht daher nicht darauf ein, 
oder sie blieben ihm unbekannt.
        

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