Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1586936
1995- 
4998. 
631 
Dieses Blatt wollte man dem Melchior Meier zuschreiben, Brulliot 
Endet es aber in einer viel breiteren Manier behandelt, als diese in 
Meier's Blättern der Fall ist. Wir haben das Blatt nicht gesehen, 
und können auch für die Genauigkeit des Monogramms nicht einstehen. 
Nach einer anderen Angabe soll dieses aus M H bestehen. 
1995. Matthäus Merian, Zeichner und Kupferstecher, der ältere 
M AXVXIÄIO dieses Namens, geb. zu_ Basel 1593, gest. zu 
l Schwalbach 1650, hinterliess eine grosse Anzahl 
MM ; M von radirten und gestochenen Blättern, wie aus 
dem Künstler-Lexicon zu ersehen ist. Das erste Zeichen findet man 
auf einem radirten Blatte, Welches den Neptun auf seinem Zweigespann 
stehend, und über ihm den Zodiacus vorstellt. Rechts unten am Steine 
ist das Monogramm, kl. fol. Im Cataloge des Freiherrn G. Rolas du 
Rosey ist ein interessantes Stammbuchblatt mit wandernden Bären- 
führern angezeigt. Es ist mit der Feder und in Bisterfarbc ausgeführt. 
Auf der Rückseite sind polnische Verse, und die Dedication an Bruno 
Hartmann 1642. Dieses Blatt trägt ebenfalls ein dem ersten ähnliches 
Zeichen. Auf Blättern einer Folge der zwölf Monate in Landschaften 
kommen die anderen Monogramme vor. Auch auf Blättern mit Jagden 
wechseln diese Zeichen. Auf anderen Jagdstücken fügte er die Ini- 
tialen MM bei. 
1996. Unbekannter Goldschmied und Kupferstecher, welcher 
m irgendwo in Deutschland gelebt hat. Von M. Merian ist 
Jg 21 keine Rede. Das gegebene Zeichen findet man auf kleinen 
Blättern mit Thieren, besonders Vögeln, Fliegen und anderen Insekten, 
theils in phantastischer Bildung. Sie sind schwarz auf weissem Grunde 
vorgestellt, und bilden eine geschmackvolle Folge von wenigstens sechs 
Blättern. H. 2 z. 61;, L. Br. 1 z. 10 L. 
1997. Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher in 
W W der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Salzburg 
, gelebt zu haben scheint. Das Zeichen ündet man 
J 607. auf einem in drei Blättern bestehenden Wandkalender 
des Erzbisthums Salzburg. Die Holzstöcke wurden längere Zeit ge- 
braucht, und noch 1662. In der Mitte oben sitzt Maria mit dem Kinde 
in Wolken, und zu den Seiten sieht man St. Peter und St. Paul. Unten 
kniet St. Rupert mit einem Bischof. Auch das Wappen des Erzbischofs 
Gilidobaldi, und andere Wappen kommen vor. Dieser Kalender ist mit 
dem ersten Zeichen versehen. H. 6 Z. 3 L. Br. oben 13 Z. 11 L., 
unten 9 Z. 9 L. 
Das zweite Monogramm fanden wir auf einer schönen Tuschzeich- 
nung, welche eine Allegorie auf die Geometrie enthält, und in der 
Weise älterer Titelblätter behandelt ist. Auf der Rückseite ist Matthäus 
Merian sen. als Zeichner genannt, allein dieser Meister wurde 1593 
geboren, und kam erst 1609 in die Lehre.  
1998. Mikulas Klaudian, Arzt in Jungbunzlau, befasste sich zu 
, Anfang des 16. Jahrhunderts mit der Geometrie, 
'    5; und nahm nach den ihm zu Gebot stehenden 
 Mitteln im Königreich Böhmen Messungen vor. 
j  Das Resultat seiner Bemühung ist die erste Mappe 
ä von Böhmen, welche 1518 in Holzschnitt erschien. 
XXY Auf dieser jetzt äusserst seltenen Karte kommt 
 das gegebene Zeichen vor. Die Mappe ist wahr- 
scheinlich von ihm selbst geschnitten, sowie er
        

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