Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1586913
1990. 
629 
Marttni fecit et sculpstt. L. anno 1602. Auf den übrigen Blättern 
kommen ebenfalls Monogramme vor. 
Im Künstler-Lexicon sind diese Blätter irrig dem Melchior Meier 
zugeschrieben. 
4) Die innere Ansicht der Kirche in Maria-Einsiedeln, unter dem 
Titel: IXNOTPAdwIA Stve Species Et Templz" Inf. Et Sacellz" B. M. V. 
Coelttus Consecrati Et S. P. P. P. Qvi In Vno Monnsterio Heremi- 
tarum Stve Einsidlen Sub Reg. S. P. Bened. Clarvere. Mit dem 
ersten Monogramme, fol. 
5) Eigentliche und kanntliche Contrafactur der Stadt Lucern 
1596. In drei Blättern, gr. qu. fol. 
6) Wahrhafte und eigentliche Abeontrefactur der Stadt Frey- 
burg im Uechtland, samt ihrer Gelegenheit 1606. In acht Blät- 
tern, fol. 
7) Das Bildniss des Peter Wegerich genannt Bernaw, Münzmeister 
der Stadt Schaffhausen. Reich gekleidetes Brustbild in Oval. Oben 
in den Ecken der Platte sind allegorische Figuren, links unten der 
Bär mit der Hellebarde, und rechts das Wappen. Im Cartouche ist 
die Dedication an den Münzmeister von: sein gethrewer gfatter M. 
Marty Marttiny Goldtschmtdt vnd Kupffer stecher  Allzeit seinen 
Lieben gfatter 160-5, kl. fol. 
Man erklärt dieses etwas flach gestochene Blatt für selten, was 
von den alten Abdrücken gilt. Die Platte war im Besitze der Familie 
Wegerich, in neuer Zeit wurde sie aber wieder abgedruckt. Sie zeigt 
sich noch ganz scharf. 
1990. Johann Michael Mancher, Bildhauer und Elfenbeinschnitzer, 
war zu Anfang des 17. Jahrhunderts zu Schwähisch-Gmünd 
 M thätig, und leistete in seiner Technik Meisterhaftes. Der 
I Name des Künstlers wurde erst in neuerer Zeit in die 
0 Geschichte eingetragen. Im Jahre 1836 fand der Kunst- 
händler J. Albrecht zu Oehringen ein Lavoir von Elfen- 
bein mit künstlichen Darstellungen aus 0vid's Verwand- 
lungen, und der Inschrift: Job. Michael Mancher Bild- 
haewer zee sch-cmundt, und an einer anderen Stelle 
ist das Monogramm eingeschnitten. Im fürstlich Hohen- 
lohe'schen Sehlosse zu Kirchberg sind andere Elfenbeinschnitzereien, 
theils mit Mauchefs Namen, theils mit dem Monogramme, in der That 
vortreifliche Werke. Auf einem reich geschnitzten Pokale mit der 
Amazonenschlacht steht hoch gearbeitet das erste Monogramm, welches 
uns Hr. Baron W. v. Lötfelholz in Wallerstein mitgetheilt hat. Auch 
ein Crucifix ist in Kirchberg, mit einem Fussgestelle, an welchem das 
Mahl des Herodes und die Salome mit dem Haupte des Täufers vor- 
gestellt ist. Am Fussgestelle ist das zweite Monogramm eingeschnitten. 
Die Kirchberger Sammlung bewahrt auch ein äusserst kunstvoll ge- 
schnittenes Lavoir, Becken und Kanne. 
In der k. Kunstkammer zu Berlin wird ebenfalls eine Schüssel 
mit Kanne aufbewahrt, welche Kugler (Beschreibung der k. Kunst- 
kammer S. 214) beschreibt, aber ohne das an der Kanne vorkommende 
dritte Monogramm deuten zu können. Die Schüssel von ovaler Form, 
1 F. 7 Z. lang und 1 F. 3 Z. breit, hat in der Mitte eine Darstellung 
in Relief, welche dem unter dem Namen der Erziehung des Achilles 
bekannten Kupferstich von Georg Pencz frei nachgeahmt ist. In der 
Höhlung der Schüssel sind in sechs Feldern Jagden vorgestellt, und 
auch ausserdem kommen noch einzelne Gestalten von Männern und 
Thieren vor. Der Künstler hat Compositionen von Rubens, H. S. Beham
        

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