Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1586768
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1965. 
Jetzo aber zum Erstenmahl allen Kunstliebenden Malern [ Form- 
schneidern, Kupfferstechern etc. Auch allen Iiunst- l verständigen 
amd derselben Liebhabern zu Ehren cnd gefal- 1 len an den Tag ge- 
geben. Hamburg, bei Michael Hering, Im Jahr 1626, fol. 
Diese Sammlung hat nicht 129, sondern 122 Blätter von ungleicher 
Grössc mit verschiedenen Jahrzahlen von 1570-1583. Die Angabe 
über das Werk sind aber wenig zuverlässig. Füssly sen. sagt, M. Lorch 
habe eine merkwürdige Sammlung von Kleidertrachten in Holzschnitten 
herausgegeben, vermuthlich jene, welche Lorch 1576 gezeichnet, M. 
Feyerabendt in Holz geschnitten, und Sig. Feyerabend zu Frankfurt 
verlegt habe. Die Jahrzahl 1576 steht zwur auf mehreren Blättern, 
noch mehr aber haben die Jahrzahlen 1581 und 1582. Wenn daher 
1576 eine Folge von Costümen erschienen wäre, so müsste sie eine 
geringere Anzahl von Blättern haben. Heinecke, Dictionnaire des gra- 
veurs im Artikel des MichelCoxis, nennt auch wirklich: Uhisloire des 
Arabes en G8 eslampes, marquefes du Chiffre de M. Lorich; allein 
wir glauben doch nicht au die Existenz eines solchen Werkes, es 
müsste denn seyn, dass diese Blätter nach und nach zu einer solchen 
Anzahl herangewachsen seien, ohne unter einem eigenen Titel ausge- 
geben worden zu seyn. Sigmund Feyerabend sagt zwar in der De. 
dication seiner Ausgabe der „1VEuwen Biblischen Figuren von Jo- 
hann Boclssperger und Jost Amman von 1564, dass M. Lorich mit 
der Gesandtschaft des Kaisers Ferdinand an den Hof des Sultan Solis 
man nach Constantinopel sich begehen, und dass er daselbst binnen 
vier Jahren „viel lobwürdiger Antiquitäten vnd andere fürtrefüiche 
Künste und Sachen abgerissen und verzeichnet habefi, lässt aber die 
Absisht der Publikation eines derartigen Werkes nicht durchblicken. 
Der Titel des oben erwähnten Werkes sagt auch deutlich, dass es 1626 
zum „Erstenmahl an den Tag gegeben sei." Diese Ausgabe enthält 
eine bedeutende Anzahl 'v0n türkischen 'l'rachten jedes Standes, über- 
diess landschaftliche und architektonische Ansichten, Gebräuche, Anti- 
quitäten dtc.  
1) Ansicht eines Brunnens mit zwei saufenden Pferden in der 
Landschaft. Links an einem kleinen Bauwerke das Monogramm. H. 4Z. 
9L.Br.5Z.4L. , 
2) Das Wappen des Künstlers. Um das Oval: Melchior Lorichs, 
oben: Et Icvante Et Conseroante Deo. Ohne Zeichen. H. 5 Z. 3 L. 
Br. 5 Z. 4 L. 
3) Das Brustbild des Heilandes. Mit 1570 und dem Zeichen. H. 3Z. 
3 L. Br. 5 Z. 1-2 L. 
In Verlagswerken des Gerwin Calenius und Johann Quentels kommt 
ebenfalls ein Brustbild des Heilandes in Oval vor. Mit Monogramm 
und 1570. H. 3M, Z. Br. 2M Z. 
4) Landschaft mit verschiedenen Gebäuden innerhalb einer Mauer- 
einfassung. Ansserhalb derselben sind einzelne Rundgebände, in der 
Ferne drei Obelisken, rechts eine gothische Kirche mit vier Thürmen 8m, 
Mit dem Monogramm und 1570. H. 9 Z. 7 L. Br. 13 Z. 10 L. 
5) Ansicht einer bergan sich ziehenden Stadt, vorn die Moschee mit 
Figuren. Mit dem Monogramme und 1570. H. 6 Z. 8 L. Br. 9Z. 611. 
6) Eine Moschee mit zwei Thürmen, links hinter derselben Paläste 
mit Thürmen. Mit dem Monogramm und 1570. H. 6 Z. 7 L. Br. 
9 Z. 6 L. 
7) Ansicht einer Stadt mit einer grossen Moschee und in der 
Ferne eine kleine Stadt auf dem Berge. Mit" dem Zeichen 1570. H. 6Z. 
9L. Br.9Z.6L.
        

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