Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1586674
MIS 
1943- 
605 
metikers steht: von M J B 1679. Darin ist gleichsam die Dedication 
an Hoffmann ausgedrückt, und der Künstler hat die Buchstaben ver- 
setzt, um die Sylbe Mir herauszubringen. H. 4 Z. 2 L. Br. 3 Z. 4 L. 
1943. Martin Joachim Schmidt, Historienmaler und Radirer. 
genannt der "Kremser-Schmidt", geb. zu Graffen- 
jvlvlmsyß [79 werth 1718, gest. zu Stein bei Krems 1801, fügte 
m,  auf einigen Radirungen in der Weise des Reni- 
7750 brandt und Castiglione die Initialen des Namens 
bei. Im Künstler-Lexicon haben wir 16 Blätter verzeichnet. Dazu 
kommt noch eine grosse Radirung mit der Communion zweier Frommen 
und Märtyrer. 
1944. Michael Kröner, Buchdrucker in Ulssen um 1576-1594, 
bediente sich eines Signets, in welchem das eine oder 
  das andere Zeichen vorkommt. Die in Holz geschnittene 
Vignette stellt den erstandenen Heiland vor, wie er 
1 den Tod und den Teufel besiegt. Das Oval umgibt 
ein Rahmen mit der Schrift: VINCEIVTI MOHTEIFI MVNDVMQ. 
NITENTEM etc. H. 3 Z. 3 L. Br. 2 Z. 3 L. Diese Grösse hat die 
Vignette mit dem ersten Zeichen. Man findet sie in dem von 13392 
bis 1593 gedruckten Auszug aus der grossen Postille des Stiperinten- 
deuten Ch. Fischer in Ulssen. Die zweite, ältere Vignette gibt die- 
selbe Vorstellung mit der Umschrift. H. 3 Z. 4 L. Br. 2 Z. 6 L. 
1945. Michael Kirchmeyer oder Kirchmair nennt Becker in dem 
bekannten Werke mit Holzschnitten nach den 
Platten, welche H. A. von Derschau gesammelt 
m hatte. Es handelte sich um die Deutung des 
_PK' ersten Monogramms, welches auf dem grossen 
l JVK. Holzschnitt mit der Verkündigung der Maria vor- 
 6-2; kommt, und wozu v. Derschati die Platten bcsass. 
Becker berief sich bei der Deutung auf den Kriegsrath v. Blücher in 
Braunschweig, welcher eine Zeichnung mit der Verkündigung Maria. 
besass, auf welcher der Name Jlliclzael Kirchmeyer bcigeschrieben ist. 
Herr v. Blücher bewahrte aber auch einen Holzschnitt mit dem Mono- 
gramme, auf welchem der Name M. Kirmer eingeschrieben ist. Becker 
wollte darin eine Abkürzung des Namens Ifirehmeyer erkennen, und" 
letzterer musste der Träger des Monogramms seyn. Allein es lebte 
ein Michael Kirmer, vielleicht in Nürnberg. Balthasar Jenichen stach 
nach ihm ein jetzt sehr seltenes Blatt, welches Pyramns und Thysbe 
in Umgebung von schönen Ornamenten vorstellt. Oben steht: Mache] 
Kirmer, unten: Ballhasar 1569 Jcniclzen, 4. Der Meister M, Kirmer 
ist also durch den Kupferstich gleichsam urkundlich gerettet, mit dem 
M. Kirchmeyer ist es noch immer problematisch, da der Name auf der 
Zeichnung der Verkündigung Maria später beigeschrieben worden zu 
seyn scheint. Der Holzschnitt stimmt auch wenig mit den anderen 
Formschnitten, und verräth einen Nachahmer des Lukas Oranach. Es 
kommt darauf auch ein aus 1B bestehendes Monogramm vor, nämlich 
jenes des Formschneiders IV. No.322, welcher der sächsischen Schule 
angehört. Dadurch kommen wir zugleich der Schule des L. Cranach 
näher, und es wäre wohl möglich, dass das Monogramm sich auf 
Martin oder Mathias Krodel beziehe. Beide waren Schüler und Ge- 
hül-fen des Lukas Cranach, ohne ihm aber gleichzukommen. Die Be- 
handlung des Holzschnittes mit der Verkündigung ist roh und trocken, 
und stimmt auch nicht in der Zeichnung mit den übrigen Bläittern, 
auf welchen das Monogramm vorkommt. Es cxistirt noch eine Zeich-
        

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