Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1586578
MHF-MHI 
1897 -1900. 
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zeichner, Kupferstecher und Formschneider, und setzt seine Blüthezeit 
um 1600. M. van Hooren hat nicht in Holz geschnitten. Auf einem 
der von ihm gestochenen schmalen Prospekte von Amsterdam steht; 
Melchisedech man Haaren heft dät  self gheteekent, ghesneden en 
gheconterfeyt na dleuä. Aus dem Worte ghesneden hat man vielleicht 
auf einen Fonnschneider geschlossen, allein der Prospekt ist gestochen. 
Das obige Monograxnm findet m auf einem Holzschnitte nach 
Rudolph Manuel deutsch, welcher moutröse See- und Landthiere vor- 
stellt, und zwar in Sebastian Münsters Cosmographey. Basel 1550, 1581. 
H. 9 Z. 7 L. Br. 13 Z. Das Zeichen findet man auch auf der Copie 
in dem Werke von Lykosthenes: Prodigiorum ac Ostentorum Chro- 
nicon. Basileae 1557, 4. 
1897. Martin Heinrich Fuchs, Zeichner und Gemälde-Restaurateur, 
welcher 1846 zu Cöln im 79. Jahre starb, fertigte die 
l l l 1810 architektonischen Zeichnungen zu Boissereds Prachtwerk 
über den Dom in Cöln, und lieferte auch Zeichnungen für andere Werke 
über Kunst, deren Merlo aufzählt. Ein radirtes Blättchen stellt Dädalus 
und Icarus in halben Figuren vor. Unten steht: Rubens und Vandyck 
im Character von Dädalus und Icarus, kl. 8. Ein Blatt mit dem 
obigen Monogramme enthält vier byzantinische Capitäle, je zwei neben 
einander, kl. 4. 
M. Fuchs restaurirte das Kölner Dombild, und die Kreuzigung des 
hl. Petrus daselbst, von Rubens gemalt. 
1893. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts thätig war. Das Zeichen findet man auf der 
m von Bartsch IX. p. 84 beschriebenen Gopie der vier Todtenköpfe 
von B. Beham, B. No. 28. Im Grunde rechts liegt ein Kind in Ver- 
kürzung neben der Sanduhr. Links oben ist das Monogramm. H. 2 Z. 
Br. 2 Z. 10 L. 
Ein ganz ähnliches Zeichen, aber mit schwächerem Querstriche 
und dem Worte sculpsit gehört einem späteren Kupferstecher an, von 
welchem man sehr mittelmässige Bildnisse findet. Dasselbe Monogramm 
steht auch auf einer Silberplatte mit reicher Architektur und einigen 
Figuren in einem Kasten von vergoldetem Silberblech in der k. Kunst- 
kammer zu Berlin. Im Silberstempel ist das Zeichen der Stadt Augs- 
burg. Der Kasten ist gegen die Mitte des 17. Jahrhunderts gefertigt. 
1399. Martin Heemskerk, nach seinem Familiennamen van Veen, 
kommt schon an mehreren Stellen vor, da auf den vielen 
 nach ihm gestochenen Blättern das Monogramm wechselt. 
Die gegebenen Buchstaben findet man auf emblematischen 
 Darstellungen, welche Philipp Galle nach ihm gestochen hat. 
Das Moncgramm des Letzteren besteht aus PG. F. Der Buchstabe I 
bedeutet Incenit, und I V kann ebenso gelesen werden , wenn Heems- 
kerk die Zeichnungen nicht allenfalls in Venedig gefertigt hat. 
1900. Martin Heemskerk, aus der Familie der van Veen, tritt 
M  I oben unter dem Monogramme MHE No. 1895 mit 
40'714 m41" mehreren Abbreviaturen auf, und auchkhier hgdelt 
  es sich um diesen Meister. Der abge ürzte ame 
M Hlllynyß' in der ungewöhnlichen Schreibart M. Hiems und 
Hiemslc kommt auf Kupferstichen vor. Von grosser Seltenheit ist das 
Blatt von Stalburch, welches Bartsch IX. p. 477 No. 2 beschreibt. Es 
stellt ein junges Weib vor, welches auf den Knieen den Zorn des 
Mannes zu besänftigen sucht. Im Rande steht: Officiosgsztnanus, cicilis
        

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