Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1586537
1877- 
591 
Ein anderes mit dem ersten Monogramme versehenes radirtesBlatt 
zeigt den auf dem Boden ausgestrecktenLeichnam des Herrn von einem 
Engel beweint. H. 1 Z. 7 L. Br. 3 Z. 10 L. 
1877. Michael Herr, der vorhergehende Meister soll nach Christ 
m m durch dieses Zeichen seinen Namen angedeutet haben. Der ge- 
  nannte Schriftsteller spricht von hlerianischen Blättern mit dem 
Monogramme. Wir keimen ein solches in Gottfried's historischer Chro- 
nica 1674, fol. Das Blatt mit dem Monogramme stellt den Zeleucus 
vor, wie er sich zur Sühne des von seinem Sohne begangenen Frevels 
ein Auge ausstechen lässt. M. Herr starb zu Nürnberg 1661, und er 
kann daher für die Chronik von 1674 nicht mehr gearbeitet haben. 
1378. Unbekannter Knnstliebhaber, welcher in den Nieder- 
Mi  landen lebte. Man findet einige Radirungen von seiner 
I7 Hand, darunter ein Blatt, welches die Ruine einer Kirche 
mit viereckigem Thurm, und Bauernwohnungen vorstellt. Im Vor- 
grunde steht ein Mann mit einem Mädchen, welcher auf die Brand- 
stätte aufmerksam macht, kl. qn. fol. 
1879. Mathias Heim, Landschaftsmaler, geb. zu München 1782, 
hinterliess hübsche Bilder in der Weise des M. J. Wagen- 
Ml bauer und Dom. Quaglio. Man findet darauf das Monogramm 
mit wechselnder Jahrzahl. Keim zählte nur zu den Dilet- 
18 21! tanten. 
1880. Martin Krodel, Maler von Schneeberg, war Schüler von 
i-[JHEHS Uäinachl; {W16 w;r auslläleßzgüsäScllneeberg- 
lSC en roni ' erseien. u  1s gesag, 
 dass über dem grosscu Altarbilde der Stadtkirche 
eine deutsche Inschrift sich befinde, desselben Inhalts, wie die da- 
runter befindliche lateinische, von Nlnrtin Krodel gemalt, welcher "Lucä. 
Kronaclüs Discipulr gewesen. In der genannten Kirche ist noch eine 
Reihe von 14 Bildern, Christus, Johannes der Täufer und die zwölf 
Apostel in ganzen lebensgrossen Figuren, und über den Pfeilern der 
Emporen atlfgellztngcll. Einige Figuren haben etwas Grandiose-s, und 
erinnern an Düreris Apostel, andere sind in den Köpfen sehr gemein, 
und von kurzen Proportionen. Das Gemälde mit St. Petrus trägt das 
Monogramm, auf jenem des 'l'ä.ufers Johannes liest man die Jnhrzahl 
458i. Nach der Angabe in der Chronik wurden diese Bilder um 1570 
von M Krudel gemalt. Das obige Zeichen ist einem Gemälde mit 
Heiligen entnommen. welches vor etlichen Jahren zu Bamberg im Privat"- 
besitz war. Es ist jenem auf dem Bilde mit St. Peter ähnlich, welches 
Waiagen, Kunstwerke und Künstler in Deutschland I. S. 59, nur kleiner 
gibt. Von M. Krodel könnten auch noch einige der geringeren Bilder 
seyn, welche unter dem Namen des Lucas Oranach gehen. 
 Reinhold Mühl, Goldschmied und Radirer, welcher 1634 
im 50. Jahre zu Nücntierg starb, dürfte durch dieses Zeichen 
4 seinen Namen angedeutet haben. Man findet-es auf dem ge- 
ringen Bildnisse des Melchior Krapff. Salzhandler in A'(1z_rnberg). A0. 
MDCXXVII. Aet. suae 39, I2 Vgl. den folgenden Artikel. 
1882. Johann Bßinhold Mühl, Kupfcrstecher, geb. zu Nilrnberg 
k 1631, war vcrmuthlirn der Sohn des Reinhold Muhl aus 
711, , Dxtmar, welcher 165? m hnrnberg als Goldschmäled starb, 
 und auch etliche Blatter radirt und gestochen at. Auf 
TÄTIÄW". den Kupfersticben des jüngeren Mühl kommen die gegebenen 
Zeichen vor, fast immer in derselben Form, sie sind aber von kemer
        

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