Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1586523
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1873-1876. 
1873. Unbekannter Miniaturmaler, welcher in der ersten Hälfte 
m des lö. Jahrhunderts thätig war. In der Sammlung des 
M-qrl Fürsten von Wallersrein in hlaihingen ist eine Rand- 
I '14 Zeichnung in Aquarell aus einem Codex auf Pergament. 
Die Verzierung besteht in Laubwerk, auf dessen äusserster Ranke ein 
Affe sitzt, von welchem aus eine Kette mit der Kugel hernbreicht_ 
Innerhalb eines Lnubgewindes ist das erste Zeichen. 
Der Träger des zweiten Mouogramms ist ein Fnrmschneirler oder 
Zeichner. In der Dilherriseben Bibel, welche 1670 bei Eudter in 
Nürnberg erschien, ist ein Holzschnitt von oder nach ihm. 
1874. Unbekannter Maler, welcher um 1650 in den Niederlanden 
 gelebt zu haben scheint. Man findet Zeichnungen mit 
l' l l  militärischen Darstellungen, welche mit der Brder um- 
rissen und ausgetuscht sind. Wir nehmen au, dass diese Zeichnungen 
von einem Maler herrühren, indem sie geistreich behandelt sind. 
1875. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
M des I6. Jahrhunderts thätig war. Das Blatt mit diesem Zeichen 
stellt die Daune im goldenen Regen nach Tizian vor. Sie sitzt 
rechts auf dem Bette, und links steht ein altes Weib. welches mit der 
Schüssel den Gnldregen anhängt. Oben reicht aus Wolken die speudende 
Hand. Das Munogramm bemerkt man auf einem Goldstücke in der 
Falte des Vorhauges. H 9 Z. 4 I1. Br. ll Z. 4 L. Dieses Blatt" 
wollte man dem h-lelchior Meier zuschreiben, letzterer bediente sich 
aber eines aus MM bestehenden Zeichens. Das Blatt ist auch in einer 
anderen Weise behandelt. 
1876. Michael Herr oder Heer, Zeichner und Maler, geb. zu 
m m Menzingen in Württemberg iö9l. lebte die längste Zeit 
1 in Nürnberg, und malte meist Purtraite. A. P. Multz 
arbeitete jenes des Thomas Tneher in Schahmanier aus. 
M Oben rechts ist das erste Zeichen, 8. Ein anderes 
l Stehwarzkunstblältt mit dem Bildnisse des Nürnberger 
Rathsherrn Wolf Christoph Schnrmnnn ist bezeichnet: M. Heer pimp, 
1655. G. Venizer sc. 16'811, fol. Auf gestochenen Bildnissen von 
M. Hafner und J. F. Fleischberger kommt das dritte Monogramm mit 
pinw. vor. Man findet auch Zeichnungmi mit dein Monogramme, meist 
biblische Vorstellungen. Sie sind theils mit der Feder umrissen und 
leicht in Wasserfarben ausgemalt, theils getnscht, und stellenweise mit 
Farben übergangen. Diese Compositionen beurkunden einen sehr fer. 
tigen Künstler. Das zweite Ilionogrnmm tindct man auf Kupferstichen 
folgenden Werkes: Geistliche xinatonzia eines waren Christi. Nürn- 
berg 1630. Die Blätter sind von Georg Köler gestochen. Ant dem 
Titelblntte ist die Beschneidung Christi vorgestellt. Dann zeichnete 
Herr auch die Embleme folgenden Vllerkesr Sucra Emblemala. Das 
ist Sechs und szbenlzvg geistliche [wyurlenz  lnoentirt zrndye- 
prediyet durI-h Johann lllannzch. Nuruberg 1624, 4. Ant einem 
der von P. ISSVlllilYg gestochenen Blätter kommt das vierte Zeichen 
vor. Kleiner als das erste Zeichen und etwas schief gestellt ist das 
Monogramm eines Kupferstiches in Ph. KegePs Zwölff Geistlichen 
Andachten. Nürnberg 165-7, 8. Man sieht durch die geöffnete Thüre 
einen im Gemache knieenden Beter. Lukas Schnitzer hat das Blatt 
estochen. 
.g Ein wahrscheinlich von M. Herr selbst radirtes Blatt stellt in 
merkwürdiger Composition das Fest der Hexen auf dem Blocksberge 
vor. Unten stehen deutsche Verse von J. KlaJ, qu. fol.
        

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