Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1586472
1856-1861. 
585 
19l Das Titelblatt zu C. Baronius: Annales Ecclesiastici. Romae, 
Typographia Valicana 1.588, fol. Zu den Seiten der architektonischen 
Einfassung sind die Standbilder der Apostel Petrus und Paulus. Zwi- 
schen beiden sitzt unter der Titelschrilt die allegorische Figur der 
Kirche mit Kreuz und Tiara vom hl. Geiste übcrstrahlt. Ihre Feinde 
sind gefesselt. Oben tragen zwei Engel das Bild der hl. Jungfrau mit 
dem Kinde. Dieses Blatt ist M. G. F. 1588 gezeichnet. 
m56- Unbeknnnter Maler, welcher in der ersten Hälfte des 
16. Jahrhunderts thätig war. Man findet Bilder mit diesem 
Zeichen, welche vielleicht von Mathias Gerung herrühren. 
Dieser Meister stammt aus Nördlingen, lebte aber in Lau- 
ingen, und somit würde sich das Monogranim erklären. Ueber M. 
Gerung haben wir N0. 1824 gehandelt. 
1857. Magister Livoniae bedeuten diese Buchstaben auf Liv- 
ländischen Münzen von 1535-1549. V l. Schlickeysen, 
M' G L' v' Abkürzungen auf Münzen 8m. g 
1853. Min-inne Ginquinto Sepulveda, Stempelschneider, wurde 
M G S 1800 an der Münze in Madrid angestellt, und erwarb sich 
   als Künstler Ruf. Nach Schlickeysen zeichnete er M. G. S. 
1859. Martin Gärard Tetarivan Elven, Architekt und Zeichneri 
geb. zu Amsterdam den 20. Jäuner 1803, leitete 
 in der genannten Stadt mehrere Bauten, sowie 
ihn auch die Regierung bei wichtigen Unter- 
nehmungen berief. Im Jahre 185i concurrirte 
er mit einem Plane zum Ausstellungspalast in London. Tetar van 
Elven fertigte viele architektonische Zeichnungen, auf welchen die ge- 
gebene Namenschiffre vorkommt. Er ist Direktor der Bauschule an 
der königlichen Akademie der bildenden Künste in Amsterdam, und 
seit 1860 Ritter des Ordens vom niederländischen Löwen. Sein Vater 
Henri lioiilislTetar von Elven führte die Stenographie in einer Gouver- 
nementssc u c ein. 
1860. Unbekannter Kupferstecher oder Goldschmied, welcher 
VS in der ersten Hälfte _des 17. Jahrhunderts thättig 
lvke. fECI war. Man findet ein in Kupfer gestochenes _Blat_t- 
T chen, in dessen Mitte Orpheus mit der Geige in 
einer Landschaft sitzt. Er ist von Thiercn umgeben, welche, wie die 
Hauptfigur, in gleich starken [lmrissen ungelenk gestochen sind. Das 
Oval mit dem Bilde umgibt ein ltahmen mit Arabesken, Affen und 
Drachen, welche auf Schnörkeln sitzen, oder auf anderen Ornamenten 
ruhen. Diese Thiere, das Liiubwerk," die Zweige 8m. sind gut gezeichnet 
und mit grosser Sicherheit gestochen. Unten zwischen den Verzier- 
ungen sind obige Buchstaben vertheilt. H. 2 Z. 4 L. Br. i Z. 10 L. 
Den Verfertiger dieses Blattes können wir nichterrathen. Yen 
Marcus Grundler kann es nicht herrühren. _Dieser bediente sich eines 
aus M G. bestehenden Monograninis. Marcus Geerarts oder Gerardus 
könnte eher eintreten. Wir haben über diesen Meister unter dem Mo- 
nogramm MA G N0. 157i gehandelt. 
1861. Hermann tom Ring, Historienmaler von Münster, der Sohn 
H .1. des Ludger, ist llI. No.1277 eingeführt, und wir haben 
4 auf das Monogramm bereits aufmerksam gemacht. In 
Westphalcn findet man noch Gemälde von ihm, und es 
5 5 wird auch ein solches mit dem gegebenen Monogramui 
vorkommen. Das Zeichen enthält den Namen des Mei- 
sters doppelt. Es ist HM zu lesen, und m _der Mitte 
K 5 M deutet der Ring den Geschlechtsnamen an. Die an den
        

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