Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1586159
4776. 
553 
einen Bauer vor, welcher die Pfeife stopft. Le Pr. de Stolberg fec. 
1789 aqua fern". Radirt und Aquatinta, fol. 
1774- Jeronymus Greif, genannt Jeronymus von Frankfurt, 
ist unter IVF IV. N0. 573 eingeführt, und wir wieder- 
holen hier nur das Zeichen, weil man es für MF nehmen 
kann. Jeronymus Greff copirte die Apokalypse des Albrecht 
Dürer, und über dieses Werk ist an der angezeigten Stelle 
gehandelt. 
Eines ähnlichen Zeichens, in einen Schild gestellt, bediente sich 
auch der Buchdrucker Michael Furter in Basel. Man findet es am 
Ende des mit Holzschnitten gezierten und bei ihm gedruckten Quadra- 
gesimale rwvum editum ac predicatum  de filio prodigo.  Im- 
pressum Basilee per Michaelem lfurter 1497, kl. 4. 
1775. Melchior Feselen war in der ersten I-Ialfte des 16. Jahr- 
hunderts der angeschenste Maler zu Ingolstadt, wurde 
aber in früherer Zeit über Verdienst gerühmt, da nur 
einzelne Werke Lob verdienen. Zu diesen zählen wir 
die Belagerung der Stadt Alexia durch Julius Cäsar in 
i)  der Pinakothek zu München, mit dem hlonogramm und 
der Jahrzahl 1533. Ein zweites Bild der Pinakothek stellt in unzähligen 
kleinen Figuren die Belagerung von Rom durch Porsenna vor. In der 
Gallerie zu Schleisshcim ist ein Bild der Anbetung der Könige mit 
dem Monogramm und der Jahrzahl 1522. Auf der Burg in Nürnberg 
ist ebenfalls eine 'l'afel mit der Anbetung der Könige, mit dem Mono- 
gramm und der Jahrzahl 153i bezeichnet. In diesen beiden Werken 
zeigt sich der Künstler auf einer untergeordneten Stufe. Das Bild 
von 1531 ist durch die maskexihaften, "geistlosen Gesichter mit grossen 
Nasen, und durch den schweren, kalten Ton besonders unangenehm. 
Die Architektur ist bereits der italienischen nachgeahmt. Fleissig voll- 
endet sind alle Gemälde Feseleifs, der Fleiss alleiii ersetzt aber nicht 
den Geist. Der historische Verein in Regensburg besitzt eines der 
bessten Werke des Meisters, mit dem lilonogramm 1523. Es stellt 
die hl. Maria von Aegypten vor, wie sie in den Himmel getragen wird. 
Das Bild ist ebenfalls kalt in der Färbung, doch zeigt es feinere Köpfe, 
und in der ganzen Ausbildung mehr Gefühl, als irgend ein anderes. 
In einer Seitenkapelle der Frauenkirche zu Ingolstadt sind zwei Tafeln 
mit der Kreuzigung, und der Enthauptung der hl. Barbara mit dem 
Mouogramm 1522 bezeichnet, dürftig in der Zeichnung und matt in 
der Färbung. Wir geben oben nur ein einziges Monogramm mit der 
Jahrzahl. Der Künstler behielt die Form des Zeichens ziemlich bei, 
auf dem erwähnten Gemälde von 1533 ist es aber mit Doppellinien 
gezeichnet. 
In der oberen Franziskaner-Kirche zu Ingolstadt ist der Grabstein 
des Künstlers mit der Inschrift: Anno dm" 1588 den 10 lag Aprilis 
starb der Erber und kunstreich maister Melcher Feselen maler, 
dem yot gnad. Darunter ist das Wappen mit drei silbernen Schilden 
im rothen Felde. 
1775- Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher um 
N 1533 zu Strassburg thätig war. Wir müssen ihn von dem folgen- 
den Meister unterscheiden, da dieser noch gegen Ende des 16. Jahr- 
hunderts thätig war, und zwar in Frankfurt und Nürnberg. Das Mono- 
gramm ündet man auf dem Titelblatte eines Kochbuches, welches 1533 
zu Strassburg bei Christian Egenolph erschien. Der Holzschnitt stellt 
ein? Iiln der Küche beschäftigten Koch vor. H. 2 Z. 9 L. Br. 4 Z. 
5- .
        

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