Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1586129
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MED-MEG. 
1766- 
4768. 
Die zweite Inschrift findet man auf einem Holzschnitt, welcher 
einen Mann vorstellt, wie er vier oder fünf links auf dem Felsen 
schlafende Männer gefesselt hält. Rechts wundert sich ein anderer 
über den Vorfall. H. 6 Z. 4 L. Br. 4 Z. 2 L. Dieses Blatt gehört; 
zu einer Folge von Holzschnitten mit Darstellungen aus der Alchymie, 
und besonders auf die Erfindung des Schiesspulvers. Auch Vasari 
spricht davon, geht aber nicht naher auf die Folge ein. Heinecke 
gibt zehn Blätter an, und eben so viele sind in der Sammlung des 
Marohese Malaspina di Sannazaro. In der Sammlung des Grafen Stern- 
berg-Manderscheid waren deren fünf. Der Buchstabe S nach dem 
Worte Inventar kann Siena und Sculpsit bedeuten. Allein den Malern 
will man bekanntlich nicht gern Original-Holzschnitte zugestehen. 
Dann findet man auch eine Radirung mit dem Namen Me'carino_ 
Das Blatt stellt zwei akademische Figuren vor, die eine stehend, die 
andere halb auf der Erde liegend. Man wollte darunter Deucalion 
verstehen, es ist aber wahrscheinlich Cain vorgestellt, wie er den Abel 
tödtet. Vasari schreibt dieses Blatt dem Micarino zu, und auch Heineekg 
legt ihm die geistreiche Radirung mit dem Tode des Abel bei. Brulliot 
will eine neuere Hand erkennen, welche das Gemälde im Palast Agostini 
zu Siena gestochen hat. Unten steht: micarino Fec. H. 9 Z. 11 L. 
Br. 6 Z. 3 L. 
Ueber andere Kupferstiche, welche gewöhnlich aber irrig dem 
Beccafumi zugeschrieben werden, s. III. N0. 925. 
1766. Mary E. Dear, Zeichnerin in London, ist uns durch einen 
C. Holzschnitt von E. Dalziel im Art Journal, October 1854 
Alu-D bekannt. Das Autumn bezeichnete Blatt enthält iigürliche 
Vorstellungen, die sich auf den Herbst beziehen, und von einem Ge- 
winde umgeben sind. Die Dame hat die Formen aus der Pflanzenwelt 
besser lgezeichnet, als die Figuren. Sie fügte die gegebenen Buch- 
sta en ei. 
1767. Unbekannter Zeichner, welcher in der zweiten Hälfte des 
 17. Jahrhunderts gelebt hat. In Caspar Schotüs Physiea 
Mm)  DM" curiosa. Herbipoli 1689, 4., sind Blätter nach seinen 
Zeichnungen gestochen, doch nur auf einem kommt das Zeichen vor_ 
Dieses Blatt gibt den Prospekt von Neustadt mit der grossen Linde, 
1768. P. Magen nennt man einen Landschaftsmaler und Radirer 
vlämischen Ursprungs, welcher 1660 nach Wien berufen 
ME  wurde, und daher werden drei Gemälde in der Gallerie 
des Belvedere daselbst in jene Zeit gesetzt. Allein Ch. v. Mechel Sagt 
richtiger, dass der angebliche P. Megan gegen Ende des 17. Jahr- 
hunderte in Wien gelebt habe. Auf Radirungen kommt die Jahrzahl 
1'703 vor, doch wohl nicht mehr 1730, wie Brulliot bemerkt. Doch 
frägt es sich aber immer noch, ob der Künstler Megan heisse, und 0b 
nicht in Folge der Versetzung der Buchstaben ein ganz anderer Künst- 
ler eintreten muss, nämlich Georg Eisernann oder Eisenmann, welcher 
einige Zeit in München, und dann in Nürnberg lebte. Die radirten 
Blätter mit M E G haben die grösste Aehnlichkeit mit jenen des Georg 
Eisenmann. Es kommen darauf die Buchstaben GEM vor, wie II, 
N0. 2899 zu ersehen ist. Man könnte also eine willkürliche Ver- 
setzung der Buchstaben annehmen. Megan ist nicht bekannt. Man 
weiss nicht, ob er J., P. oder R. Megan geheissen habe. Die Buch- 
staben M EG findet man auf Radirungen und Gemälden, und erstere 
gehören zu den Seltenheiten.
        

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