Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1586119
ME 
MEG. 
1'763 
4765. 
549 
beim erlegten Drachen ein Knabe mit Schwert und Fackel. Links unten 
Mut. Echter del. et sc. Kräftig radirt, kl. qu. fol. In derselben Weise 
behandelt ist ein zweites Blatt, welches wohl ein Muster für eine Tapete 
enthält. In reicher Einfassung mit Thieren ist Merkur mit Argus vor- 
gestellt. M. Echter ima. et sc., 4. Dieses Blatt wurde copirt. 
1763. Eduard Merk, Genremaler, geb. zu München 1816, fügte 
auf Gemälden die Cursiven EM II. N0. 1687 bei, und das 
ß gegebene Zeichen finden wir auf einer Original-Lithographie 
in I-I. Kohlcüs Album der Münchner Künstler. Dieses schöne 
Blatt stellt ein italienisches Landmädchen unter der Weinlaube vor, 
wie es die Tauben füttert. Mit der Unterschrift: Terrasse in Capri, 
gr. qu. fol. 
1764. Michael Elgersma, Kupfersteeher von Bolsward, war in 
M E , Amsterdam thiitig, und starb daselbst 1764. Er stach 
' ' fca Landschaften, und darunter sind solche nach L. F. Du 
Bourg L FDB und M. E. fec. bezeichnet. Auf einer heroischen Land- 
schaft mit Figuren in Poussiiüs Styl steht der Name, qu. fol. Zwei 
andere reiche Landschaften mit Ruinen, Monumenten und Figuren in 
GoenePs Manier sind ebenfalls mit dem Namen bezeichnet. Auch in 
literarischen Werken sind Blätter mit M. E. fec. 
1765. Domenico Beccafumi, liialer, Bällräläaucär 113d Architekt von 
Mecarino Jmtczztorc. Siena  4' 54 l: War Vermuth- 
 w 1M  S. l 1.221; rissSeaaiäsofrsdläsatzi; 
Mwarmo FCC- sich nach diesem Mecharino, oder 
wie Andrea Andreani auf den hier fraglichen Holzschuitten schreibt: 
Mecarino. Auf einer Zeichnung des Meisters im Museum zu Paris 
steht aber MICHARINVS FECIT. Vasari wollte wissen, dass der 
Künstler seinen Beinamen von einem Sieneser Bürger erhalten habe, 
da ihn dieser als Ilirtenknaben in die Stadt genommen, und bei dem 
Maler Capanna, d. i. Giovanbattista. Tozzi il Oapaxina, nicht Puccio 
Capanna, Giotto's Schüler, in die Lehre gegeben haben soll. Im Testa- 
mente nennt sich der Künstler Domenicho di Pace Bechafumi, auf 
der Zeichnung Jilicharinus. Pace war sicher der Taufname des Vaters, 
und in diesem Falle führte dieser entweder den Beinamen Beccafnmi 
oder lilicarino. Die alten italienischen Künstler nennen sich gewöhn- 
lich nach dem Vater, und somit müsste dieser, wie wahrscheinlich, 
Pace Mecarino oder Micarino geheissen haben. Er kann sich aber 
auch Pace Beccafumi genannt haben, und dann ist Micarino oder Meca- 
rino der Zuname. 
Die erste der obigen Inschriften steht auf einem Holzsch-nitt in 
Helldunkel von drei Platten, welcher die Eva vorstellt, wie sie sich 
mit Feigenblättern bedeckt und nach dem Himmel blickt. Links unten 
steht: Mecarino Jnuentore. And? Intagliat." Mantlm" A. S. Ottauio 
Portiani Canonico de! Duomo di Siena dedico LlAnno MDLXXXVI. 
H. 17 Z. Br. H Z. 8 L. Dieser Holzschnitt stellt ein Segment des 
Fnssbodens im Dome zu Siena vor, welchen Beccafumi nach Vasarils 
Angabe nach dem von Duccio begonnenen Verfahren (in einer Art von 
Niello) hergestellt hatte. Im Jahre 1586 gab Andrea Andreani auch 
noch die Abbildung des Opfers Abrahams in einem Holzschnitte von 
zehn Blättern heraus, und dedicirte sie dem Herzog Francesco Maria 
de la Rovere von Urbino. Die dritte Abtheilung mit Moses auf dem 
Sinai und der Anbetung des goldenen Kalbes erschien 1590 in zwölf 
Blättern mit der Dedication an den Cardinal Scipio Gonzaga. 
        

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