Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1586100
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1759- 
sowie jenes, welches wir hier nach dem Originale copirten. Man wird 
in der gegebenen Form ME lesen, das Zeichen scheint aber aus H V E 
zu bestehen. Man findet es auf dem Holzschnitt mit einer Hemisphäre 
in J. Honter's Rudimentorum cosmographicorum libri tres. Tafgmq, 
apud Froschouerum 1546, 8.  
1759. Philipp de Mallery, Zeichner und Kupferstecher, ist im 
zweiten Bande N0. 395 eingeführt, und wir verweisen auf jenen 
M Artikel. Das gegebene Zeichen kommt auf fein gestochenen 
Blättern in folgendem Werke vor: Typus mundi in quo ejus cala- 
mitates et pericula   proponuntur. Antverpiae 1627, 8. Das 
Monogramm scheint aus M E zu bestehen, man muss aber Mallery 
fecit lesen. 
1760. Michael Eberlein soll der Träger dieses Zeichens heissen. 
M Ein Künstler dieses Namens war in _Nürnberg Schüler des C_ 
1B  Heidelofl", und 1855 noch daselbst thätig. Das gegebene Zeichen 
ündet man im Unterraude einer leicht schattirten Radirung, und es 
schliesst sich als Namensräthsel an die Worte: Zum neuen Jahr 1844. 
von  Dieses Blatt zeigt in der Ferne den Berg, auf welchem die 
Arche Noah's sitzen blieb, und vom Fusse des Berges an schlängelt 
sich eine eisenbahnähnliche Strasse nach dem Vorgrunde zu. Der Unter- 
bau, welchen die Strasse bedarf, besteht aus Büchern, die Oberliäche 
aus Papier, welches im Vorgrunde aufgerollt als Papier ohne Ende 
die Elle zu 21], kr. bezeichnet ist. Bei der Kreuzung der Bahn Sitzt 
links Adam mit seinem Erstgebornen zwischen den_ Knieen, und an 
seiner linken Seite steht Eva. Gegenüber steht ein Junger Stutzer 
mit der Brille auf der Nase, und verbeugt SlCh vor Adam mit abge- 
nommenem Hute. Jenseits der Kreuzung betrachtet eine junge Frau 
mit wespenartiger Taille, welche ein Kind führt, die Eva mit der 
Lorgnette. Diese Personen aus der Zeit der Crinoline sind bedeutend 
kleiner und schwächlicher, als die Urmenschen. Ueberdiess sind die 
Titel der Bücher angegeben, und auch Inschrifteu kommen vor. Der 
Künstler hatte besonders die Erfindung des Papiers ohne Ende im 
Sinne, schreibt aber auf demselben nicht correkt. Die bildliche Vor. 
stellung zeugt jedoch von Phantasie und Witz. H. 2 Z. 9 L. Br. 3 Z, 
H L. Unterrand 8 L. 
1761. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
jiEf  des 17. Jahrhunderts thätig war. Man findet das 
 nJVE Monogramm auf radirten Blättern mit männlichen 
und weiblichen Costümiiguren, je drei auf einem Blatte. Die Folge 
besteht wenigstens aus 12 Radirungen, links unten mit dem Mßng. 
gramme. H. 1 Z. 8 L. und 3 L. Rand. Br. 2 Z. 10 L. Diese Blätter 
sind vielleicht von Matthias Echter, dem folgenden Meister. 
1762. Mathias Echter, Maler und Radirer, war um 1680 in Graz 
thätig, und scheint in Italienvseine Studien gemacht zu haben, 
 Wir haben vqn ihm erfunden und radirt eine Folge von 
Blättern mit Figuren, Arabesken und Blätterwerk, unter dem 
Titel; Raccoltd di uarzj Cappriczlj e Nova Inventionij di fogilami 
Romane posle in luce dall" Sig." Malias Echter Püor et da lui 
dissegnate et intagliate in Graz MDCLXXIX H. 8 Z. 1 L. Br. 6 Z. 
Die Blätter sind kräftig radirt, und wenigstens 12 an der Zahlh Auf 
einigen ist das Monogramm mit dem Namen verbunden. 
Ein Blatt mit seinem vollen Namen stellt den Herkules vor, wie 
er den Acheolus händigt. Rechts ist eine Abundantia, und in der Mitte
        

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