Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1586023
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1736 
mit seinen blauen Tönen in schöner Harmonie steht. Diese beiden 
Farben und die braunen Töne, welche das Lebhafte der Carnation 
mildern, verleihen seinen Gemälden den Charakter des Ernstes, wel- 
cher ihn den WVcrken seiner Zeitgenossen gegenüber kennzeichnet. Doch 
sind auch seine Grisaillen von jenen des Jean Penicaud IIl. und des 
II. Limosin verschieden. Sie sind von angeuehmerer Wirkung. Die 
Figuren haben einen rosigen Ton auf dem grünlichen Grunde. Die 
Härte der Sclirafliirungen ist durchaus vermieden. 
Doch hatte Didier auch eine industrielle Ader. Einigen seiner 
Werke sieht man die Eile an. Auch Copien nahm er von beliebten 
Bildern. Von eigentlichen Falirikwaaren ist indessen nicht die Rede, 
da selbst seine geringeren Werke das Gepräge eines geistreichen und 
fertigen Künstlers tragen. Eine gute Anzahl von Eniaillen ist Ohne 
Bezeichnung, man erkennt sie aber in der eigentliümlichen Behandlung 
und Stylweise des Meisters. Ein unbezeichnetes grosses Tryptichon 
kaufte M. Soumesson aus dem Cabinet des M. Didier Petit in Lyon 
um 2310 Frs., und es gehört nicht zu den vorzüglichsten Arbeiten 
des Künstlers. Jetzt findet man es im Cabiuet des M. Louis Fould. 
Vgl. auch MDPP. 
1735. Unbekannter Medailleur, welcher im 17. Jahrhundert für 
M D 1639 den sächsischen Hof arbeitete. Die Initialen MD 1639 
 findet man auf einer Medaille mit dem Bildnisse des 
Herzogs Bernhard des Grossen von Weimar. Die Buchstaben stehen 
am Tischfusse. und beziehen sich wohl auf den Künstler. Tentzg] 
gibt die Medaille Tab. 40 N0. 2 in Abbildung. 
1737. Matthäus Donner, Bildhauer und Merlailleur, geb. zu Es. 
M_ D_ MD] ling im Marchfelde um 1697. machte seine Studien 
M D 'F in Wien, und wurde nach dem 1741 erfolgten Tode 
   1 seines Bruders Georg Raphael Donner kaiserlicher 
Münz-Bliseiischneider, war aber zugleich auch Professor an der Aka. 
demie. Er starb den 26. August 1756. Donner fertigte mehrere Me- 
daillen, welche aber von geringerem Werthe sind, als jene seines 
Bruders. Auf einigen kommen die Initialen vor, auf anderen sind 
beide Buchstaben verbunden. Er modellirte die Büste des Kaisers 
Carl VI., und schnitt dieselbe 1727 auch in Stahl. Mit MD, ge- 
zeichnet ist die Medaille auf die Vermählung der Kaiserin Maria 
Tlieresia mit Franz III. von Lothringen 1736. Beide Brustbilder sind 
neben einander gestellt. Auf dem Revers legt eine allegorische Figur 
einen Kranz auf zwei brennende Herzen auf dem Altare. Die Me- 
daille auf den Prinzen Emmerich Esterhazy von 1738 trägt ebenfalls 
die Initialen. Für die Medaille mit dem Bildnisse der Kaiserin Maria 
Theresia von 1754 schnitt Donner nur den Revcrs mit dem Genius 
in Strahlen. Das Portrait ist von Toda. Sein letztes Werk ist die 
MD. gezeichnete Medaille auf den Bau der Universität 1756. Auf 
der Vorderseite sind die Bildnisse des Kaisers und der Kaiserin, und 
auf der Rückseite die Ansicht des Gebäudes. 
1738. M. Daudet, Kupferstecher in Paris um 1767, soll durch 
M  diese Initialen seinen Namen angedeutet haben. Man 
iindet sie auf einem landschaftlichen Blatte nach Joseph 
Vernet unter dem Titel: Les Pächeurs corses, 1767, qu. fol. 
1739- Unbekannter Zeichner, welcher um 1670 in Augsburg 
m D gelebt hat. Man findet ein allegorisches Blatt von  Küsell, 
'  ' welches die auf einer Wolke schwebende Weisheit mit Blumen- 
deltn- und Sternenkrone vorstellt. Zu ihren Füssen liegen Kronen,
        

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