Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1585798
1657-1659. 
517 
Beligionis reterum Persarum. Oaronii 1700, 4. Auf Blättern in 
diesem Buche steht der ganze Name und auch das Monogramm mit 
d. et sculp. Auf dem 'l'itelblatte von Sn1ith's Catalogus librorum 
manuscriplorum Bibliothecae Cotlonianae. 0mon-ii1696, fol., kommt 
das erste Zeichen vor. Das Monogramm wiederholt sich auf Vignetten 
des genannten Werkes, man findet es aber auch auf anderen Blättern 
in literarischen Werken, sowie auf Bildnissen. 
1657. Martin Basse, Kupferstecher, welcher in Douai gelebt zu 
ßfgj  haben scheint. Er arbeitete in der Weise des Hieronymus 
f Wierx und des Jean Valdor um 1590-1630. Seine Blätter 
tWBf gehören zu den Seltenheiteu, und sie stehen in England in 
hohen Preisen. Unter der Abbreviatur Marl. bar. haben wir die Bild- 
nisse des Dr. Wilhelm Estius und des Jesuiten Edmund Geninges ge- 
nannt, da man unter bas. eine Abbreviatur vermuthen kann, auf welche 
wir verweisen. Dass Basse in Douai gelebt habe, schliessen wir aus 
folgendem Werke: Sancti Belgii ordinis Praedicatorum historia, a 
Hyacinlho Choquetio. Duaci 1618, 8. In diesem Buche sind ausser 
dem Titelkupfer noch mehrere Blätter mit dem Namen und dem Mono- 
gramme des Künstlers. Merlo führt ihn unter den kölnischen Meistern 
auf, weil das Bildniss des Dr. Wilhelm Estius in einem 1631 zu Cöln 
gedruckten Werke des Estius vorkommt. Basse stach auch noch an- 
dere Bildnisse. Auf jenem des Philippus Bosquierus steht: Illartin Basse 
fec. Zu den Seltenheiten gehört das Bildniss der Königin Maria 
Stuart in ganzer Figur vor dem Tische, an welchen eine Hellebarde 
gelehnt ist. Sie hält ein Buch und das Crucifix. Auf Bandrollen steht: 
rllaria Scot. Galt. Angl. 111er. Beginn. Mit dem zweiten Zeichen, 
Oval. H. 2 Z. 10 L. Br. 2 Z. ä L. Auch auf anderen kleinen Blät- 
tern kommt das Monogramm vor. Unter M. B. F. kommen wir auf ihn 
zurück. 
1658. Mathias Balzer, Kupferstecher von Kukus in Böhmen, 
Cß war Gehülfe seines Bruders Johann, und daher kommen 
 4761. wenige Blätter mit seinem Namen vor. Das Monogramm 
mit der Jahrzahl 1'761 findet man auf einer Vignette, welche einen 
von zwei Adlern gehaltenen Cartouche enthält, 4. 
1659. Matthäus Ignatius van Bree, einer der Hauptmeister der 
neueren vlämischen Schule, wurde den 22. Februar 1773 ge- 
 horen, und trat zu einer Zeit auf den Schauplatz, in welcher 
 in Frankreich David, Vien, Vincent, Regnault u. A. das Feld 
behaupteten, und auch van Bree folgte ihrer Richtung, doch nicht ohne 
Kampf mit der Gegenpartei, welche einige seiner Werke einer scharfen 
Critik unterzog, während ihn die sogenannten Fortschrittsmänner mit 
Lob erhoben. Seine Werke sind zahlreich, und theils von grossem 
Umfange. Sie beurkunden jedenfalls grosses Talent, welches sich aber 
von dem französischen Einfluss nie ganz befreien konnte. Als Direktor 
und Professor der Akademie in Antwerpen bildete er auch viele Schüler, 
unter welchen mehrere zu den ersten Meistern der niederländischen 
Schule zählen. Im Künstler-Lexicon haben wir mehrere Werke dieses 
Künstlers aufgezählt; noch genauer geht aber Immerzeel darauf ein. 
M. van Bree malte Bildnisse, Darstellungen aus der griechischen und 
römischen Geschichte, und mit besonderer Vorliebe auch Scenen aus 
der mittleren Geschichte seines Vaterlandes. Den 15. Dezember 1839 
starb der Künstler, und am '18. dieses Monats sah man in Antwerpen 
den glänzendsten Leichenzug, der je einem Künstler zu Theil wurde. 
Die berühmten Maler G. Wappers, N. de Keyser, Brackeleer, Vieille- 
voye, Mathieu und andere Künstler trugen seinen reichgezierten Sarg.
        

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