Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1585739
1650. 
511. 
folgende Adresse des Werkes an: Zu Erfurt bey Hans Bebitzer, und 
die Unterschrift: Die schöne historia von dem König David etc. 
Das Bild umgibt eine Einfassung mit Arabeskeu auf Schwarzem Grunde, 
und mit dieser ist wohl der Schnitt 30 Z. 3 L. hoch, und 42 Z. breit, 
Dieses Maass gibt Passavant an, welches von jenem des Holzschnitt- 
werkes III. N0. 655 stark differirt. Wir fanden eine Höhe von 29 Z. 
3 L. und eine Breite von 36 Z. 3 L. bestimmt. Auch war keine Adresse 
angegeben, wenn aber die Verhältnisse der Grösse richtig sind, dann 
ist die Darstellung in zwei Holzschuitten vorhanden. Wir wollen jedoch 
die Maassangabe bei Passavant für die richtige annehmen, und glauben, 
dass in dem Exemplare, nach welchem wir die Beschreibung erhielten, 
die Adresse abgeschnitten war. Bei der kurzen Beschreibung des Holz- 
schnittes gibt Passavant S. 36 die Adresse des Hans Bebitzer an, S. 32 
steht aber: Gedruckt w Erffurt bei Hans Cubitzer, wohl nur durch 
Druckfehler. Diese Adresse erregt aber noch in anderer Hinsicht 
Bedenken. Der Erfurter Formschneider HB fügte unter dem Bild- 
nisse des Landgrafen Philipp von Hessen seine eigene Adresse bei: 
Hans Brösamer Formschneider zu Erflfordt. Er würde auch das 
grosse Formschnittwerk mit Bathseba im Bade unter seiner Adresse 
in die Welt geschickt haben, wenn er 1554 noch am Leben war, Man 
möchte zweifeln, ob der F ormschneider Haus Brösamer mit dem Maler 
und Kupferstecher Hans Brosamer Eine Person sei. Letzterer soll erst 
1'560 gestorben seyn, und somit kann er 1554 die Zeichnung zum Holz- 
schnitt wohl noch gemacht haben. In diesem Falle starb der Erfurter 
Hans Brösamer 1552 an der Pest, und nicht der in Fulda lebende 
Maler und Kupferstecher Hans Brosamer. Die Adresse des Hans Be- 
bitzer spricht ebenfalls dafür. Der Formscbneider MB war noch 1573 
thätig, immer in Sachsen, indem auch in Werken, welche zu Jena und 
in Wittenberg gedruckt wurden, Blätter von ihm vorkommen. 
Wir haben nun einen sächsischen Meister, welcher mit dem jüngeren 
Monogrammisten M B, der nach Zeichnungen von Tobias Stimmer und, 
Jobst Amman gearbeitet hat, nicht Eine Person seyn kann. Bartsch 
IX. pag. 413 nennt nur summarisch Blätter von ihm, fügt aber dann 
auch ein Formscbnittwerk von fünf Blättern auf, welche die Stufen des 
menschlichen Lebens vorstellen, und das Bildniss eines nngenannten 
Gelehrten, nämlich jenes des Sarcerius, welcher 1555 Superintendent 
in Eisleben wurde. Diese Blätter sind ebenfalls von dem alten säch- 
sischen Meister, und man findet darauf das zweite und dritte Zeichen. 
l) Das Bildniss des Erasmus Sarcerius im Schreiben begriffen, 
halbe Figur in viereckiger Einfassung mit Ornamenten und Blumen. 
Oben steht: VIVA IMAGO Erasmi Sarcerii Annaemontani. Anno 
aetatis sue LVI. Unten liest man: Sunt haec ora, genae, facies et 
pecms Era-smi Sarcerii, haec potuit pingere docta manu Anna 1556. 
H.8Z.4L. Br.5Z.9L. 
Bnrtsch No. 7 hatte ein beschuitteues Exemplar vor sich, und 
daher gibt er den Namen des Mannes nicht an. 
2) Erasmus Sarcerius, in starker Büste schreibend unter einem 
Bogen. Oben rechts und links ist je ein Genius. Dieses Blatt ist 
grösser als das obige, und es ist ebenfalls der Name beigedruckt, 
wenn das Blatt nicht verschnitten ist. 
3) Efßgies Charisimi  Jodoci Damlwederiz" Brugensis Equilis 
Avrati etc. Büste in verziertem Oval mit dem Wappen darunter, 4. 
4) Der Einzug des Heilandes in Jerusalem. Mit dem Monogramme 
ohne Messerchen, kleiner als das vierte. V  
Dieses Blatt kommt in der Postille vonCorvinus vor. Willen- 
berg 1562, fol.     
        

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