Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1585616
MARA. 
1608- 
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eine Maske vor sich hinreicht. Voran bewegt sich der übermüthige 
Zug von Satyrn, Faunen, Bncchanten, Bacchaxitinnen und Kindern, 
lauter nackte Figuren. Die Gaukler, darunter ein Mailn auf Stelzen, 
nähern sich bereits dem offenen Tempel, in welchem der Tanz um die 
auf einem Piedestal errichtete Statue des Gottes beginnt. Mehr als 
50 Figuren sind auf diesem Friese vereinigt. In der Mitte unten steht 
in grosser Schrift: IL FAMOSISSIMO TRIOMPHO D1 BACCO. Links 
sind drei Verse: Di fatiri, e feluaggi, e dmme nude etc, rechts drei 
andere Verse: Con uarzj giochi e faltz" ogm" ballante etc. H. 11 Z. 
11 L. mit dem Rande. B1'. 31 Z. 4 L. 
Dieses grosse Bacchanal voll von Gemeinheiten wurde 1543 auch 
von Cornel Bos in gr. qu. roy. fol. gestochen, ebenfalls als RafaePs 
Erfindung. Ein späteres grosses Blatt mit lateinischen Versen ist in 
der Manier des Santo Bartoli behandelt. Ein gegenseitiger Stich ist 
von Theodor de Bry, qu. fol. Auf dem Blatte von Leblond steht: 
Julias Romanus Inventar Romae. Zu diesen Blättern kommt nun 
der erwähnte Fries von 1594. Es handelt sich um keinen retouchirten, 
späteren Abdruck der Platte des C. Bos. 
Brulliot I. N0. 2939 b- macht auch auf ein Blatt aufmerksam, welches 
Huber III. S. 119 N0. 23 dem Marco di Ravenna zuschreibt. Es stellt 
ein Bacchanal von Kindern vor, anscheinlich nach Giulio Romano. Ein 
Knabe mit der Leyer setzt den Fuss auf einen Stein, an welchem nach 
Huber ein aus N R bestehendes Monogramm zu bemerken ist, fol. 
Brulliot scheint in der Angabe Hubeüs einen Irrthum zu vermuthen, 
indem er bemerkt, es handle sich um das von ihm N0. 620 und 621 
gegebene Monogramm, welches aber dem obigen ähnlich ist. Das von 
Huber beschriebene Blatt ist aber nicht jenes mit dem grossen Bac- 
chanal von 1594. 
Brnlliot I. N0. 621 gibt auch ein ähnliches Zeichen, welches auf 
einem Kupferstiche von Leonard Thiry vorkommen soll. Es stellt eine 
sitzende Frau vor, welche nach den auf einem Kissen sitzenden Kin- 
dern deutet. Wir finden aus dem Monogramm kein A heraus, sondern 
M B, und kommen daher unter diesen Buchstaben darauf zurück. 
1608. Marc Antonio Raimondi ist oben No.1558 eingeführt, und 
wir knüpfen daher an jenen Artikel an. Die 
v QÄi  b Abbreviatur findet man auf einem Blatte mit 
' SLGeorg zu Pferd im Kampfe mit dem Drachen. 
Im Grunde ist Landschaft mit Bergen, Bäumen 
und Gebäuden. und nach rechts {iieht die Königstochtcr. In der Mitte 
unten MAR. ANT. H. 8 Z. 2 L. Br. 11 Z. 2 L. 
Die späteren Abdrücke zeigen rechts in halber Höhe einen Schmutz- 
fleckcn in Folge der Beschädigung der Platte; 
1609. Marco d'A.ug'e1i, genannt Torbido del Moro, Maler und 
p Knpferstecher von Verona, ist von Bartsch XVI. p. 201 
eingeführt, und dieser Schriftsteller beschreibt acht 
Blätter von seiner Hand. Es gehört ihm aber wahr- 
scheinlich auch jenes mit dem gegebenen Zeichen an, 
da. man [Mm-c Anzqeli Veronensis Fecit lesen kann, und auch die Zßiß 
für diesen Meister spricht. Der Knpferstich mit dem obigen Zeichen 
stellt in einer Oompositioxi von sechs Figuren die Krenzabnehmung vor. 
Unten steht: Propter iniquitates nostras. Esaias 58. Venctiis apud 
Lucam Bertellum; Anno MDLXXII. Rechts neben den Füssen der 
Magdalena steht das Monogramm. H. 12 Z". 6 L. Br. 8 Z. 8 L. Luca 
Bertelli hatte auch noch eine anderes Blatt nach Maälcg del Moro im 
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