Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1585461
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MAF. 
1564- 
1567. 
Werke von unserm Monogrammisten. Das Zeichen wird wohl den 
Künstler und nicht den Fabrikanten andeuten. 
1564. Jean Francois Millet, genannt Francisque, und irrig Milä 
v oder Milet geschrieben, wurde 1643 oder 1644 zu Antwerpen 
QWM geboren, kam aber in jungen Jahren nach Paris, wo 1666 sein 
gleichnamiger Sohn das Licht der Welt erblickte. Er nahm den Poussin 
zum Vorbilde, sah aber nie Italien. Dennoch gehören seine Werke 
zu den schönsten Erzeugnissen der französischen Schule. Starb 1680. 
Bartsch, P. gr. V. p. 348, beschreibt das mit obigem Zeichen ver. 
sehene radirte Blatt am Ende des Cataloges der Blätter, welche Theodore 
nach F. Millet gefertigt hat. Robert-Dumesnil, P. gr. fr. I. p. 255 No. 1, 
zählt es ebenfalls auf, und fügt noch zwei andere ohne Namen und 
Zeichen hinzu, aber nur nach der Angabe im Catalog Riga]. Sie sind 
alle von grösster Seltenheit. In der Nadelarbeit erinnern sie an die 
Radirungen des Abraham Goenoels aus dessen italienischer Periode. 
Das fragliche Blatt stellt zwei Liebende in einer Landschaft vor. Sie 
sitzen am Wege am Fusse eines grossen Baumes, welcher in Mitte 
des Blattes bis an den oberen Plattenrand sich erhebt. Links im 
Grunde sieht man einen Rundtempel, in der Mitte andere Gebäude, 
und rechts zwei Hirten bei der Heerde. Links unten im Boden steht 
das Monogramm. H. 5 Z. 1 L. Br. 6 Z. 2 L. 
Die beiden anderen von Robert-Dnmesnil beschriebenen Blätter 
sind ohne Zeichen und Namen. Das eine gibt die Ansicht einer antiken 
Stadt, das andere jene einer Gegend mit Bäumen, Gebäuden und einer 
Pyramide. In der Ebene geht ein Greis mit dem Stocke. H. 5 Z. bis 
5 Z. 2 L. Br. 6 Z. bis 6 Z. 2 L. Catalog Rigal No. 514, 515. 
1565. Marc Antonio Raimondi, der oben No. 1558 erwähnte be- 
rühmte Kupferstecher, soll nach Heinecke, Dict. des Artistes 
 I. p. 299, ein Blatt mit diesem Zeichen hinterlassen haben, 
die Grablegung nach Rafaells Zeichnung vnrstellend. Nach der An. 
gabe dieses Schriftstellers besteht die Composition in halben Figuren. 
H. 3 Z. 10 L. Br. 5 Z. 4 L. Bartsch XIV. p. 42 No. 36 Spricht 
ebenfalls von diesem Blatte, oder vielmehr von der Angabe Heinecke's, 
gesteht aber, dass er das Monogramm nicht vorgefunden habe. Das 
von Bartsch No. 36 beschriebene Blatt mit der Grablegung enthält 
ebenfalls halbe Figuren, der Stich rührt aber eher von Augustin-von 
Venedig, als von Marc Anton her. Passavant geht im Leben des 
Rafael Santi auf diese Composition nicht ein, und somit wird es sich 
um einen anderen Meister handeln. 
1556. "Unbekannter Kupferstecher, welcher um 1575 thätig War, 
F und vielleicht in Italien lebte. Brulliot I. No. 364 hält ihn 
 für Eine Person mit dem Meister MA No. 1526, uns scheint 
M aber diess nicht der Fall zu seyn. Das gegebene Zeichen 
ä findet man auf einem schönen Kupferstiche, welcher die 
hl. Jungfrau mit dem Leichname des Heilandes auf dem Schoosse am 
Fusse des Kreuzes vorstellt. Zwei Engel unterstützen den Leichnam, 
zwei andere weinen. Links unten am Steine ist das Zeichen. H. 15 Z. 
7 L. Br. 10 Z. 5 L. 
1567. Matthäus Merian der Aeltere, geb. zu Basel 159a, gest, 
zu Schwalbach 1651, hinterliess eine grosse Anzahl von 
WM radirten und gestochenen Blättern, welche in historischen 
) Vorstellungen, Landschaften, Jagden, Städteansichten u. s. w. 
bestehen. Im Künstler-Lexicon haben wir ein Verzeichniss gegeben. 
Zu den grossen Seltenheiten gehört eine Folge von 24 Blättern mit
        

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