Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1585444
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MAF. 
1558. 
6) Die hl. Jungfrau stehend mit dem Kinde auf dem rechten Arme 
wie sie dasselbe zärtlich anblickt. Der Grund ist nielloartig, umi 
der Boden mit Grashalmen besetzt. Im leeren Rande steht: VIRGO 
VIRGIJVV. Ohne Zeichen. H. 3 Z. 4 L. Br. 1 Z. 7 L. 
7) Maria Magdalena stehend als Büsserin mit langen Haaren. Sie 
halt in der rechten Hand das Salbengefäss, und legt die linke an die 
Brust. Boden und Hintergrund wie im vorhergehenden Blatte, und 
ohne Zeichen. Unten steht: S. MAGDALEIYA. Höhe 3 Z. 4 L, 
Br. 1 Z. 7 L. 
Diese beiden Blätter beschreibt F. v. Bartsch (Die k. k. Kupfer- 
stich-Sammlung in Wien S. 48), und sie gehören zu den sogenannten 
kleinen Heiligen des Marc Anton. 
8) [B. 22.] Die Taufe Christi im Jordan. Ohne Zeichen, angeblich 
aus RafaePs erster Zeit. H. 11 Z. Br. 8 Z. 2 L. 
Passavant schreibt dieses Blatt dem Francia zu. 
9) [B.157.] St. Lorenz mit dem Roste in einer Nische. Rechts 
unten das Zeichen. H. 2 Z. 11 L. Br. 1 Z. 10 L. 
Im ersten sehr seltenen Drucke fehlt das Zeichen. 
10) [B.141.] St. Anton der Abt mit dem Schweine. Links unten 
das Monogramm. H. 3 Z. Br. 1 Z. 9 L. 
Im ersten Drucke ohne Monogramm äusserst selten. 
11) [B. 121.] Die Heiligen Catharina und Lucia stehend. Ohne 
Zeichen. H. 10 Z. 7 L. Br. 7 Z. 10 L. 
Dieses Blatt schreibt Passavant dem Francia zu. Man erklärte es 
früher als Jugendwerk Marc Anton's. 
12) [B. 332.] Apollo, nach der Antike, stehend in einer Nische 
Links unten das Zeichen. H. 7 Z. 6 L. Br. 5 Z. 
Man findet eine gegenseitige vergrösserte Copie mit der Unter- 
schrift in Versalien: Hermaphroditi Stamm es: Basalte etc. Im frühen 
Drucke mit der Adresse des A. Lafreri, dann mit jener des J. Orlandi 
13) [eaaa] Das Urtheil des Paris. H. 10 z. s L. Br. 7 z. 9 1." 
Man hielt dieses Blatt immer für Jugendarbeit des Künstlers. 
Passavant schreibt es aber dem Francia zu. ' 
14) Amor auf dem Bocke reitend nach rechts, wo am Rande ein 
Tempelgebäude sich erhebt. Links steht eine antike Ara, auf welcher 
Flammen aus dem Gefässe schlagen. Daneben steht ein Krug, und 
links unten in der Ecke das Zeichen. H. 4 Z. 3 L. Br. 5 Z. 6  
Dieses Blatt blieb Bartsch unbekannt. 
15) [B.345.] Mars und Venus. Ersterer links mit Schild und 
Rüstung auf dem Boden, wie er die nackte Venus mit der Fackel an 
der Achsel zurückdrängt. Amor sucht sie zurückzuhalten. In der 
Mitte unten das zweite Zeichen, und nach rechts: 1508 16 D, 
H. 11 Z. Br. 7 Z. 9 L. 
Dieses nach A. Mantegna gestochene Blatt kommt in zweierlei 
Abdrücken vor. Ursprünglich ist auf dem Schilde des Mars das Me- 
dusenhaupt eingestochen, dieses wurde aber beim neueren Drucke zu. 
gedeckt. Auch fehlen in diesem die Flammen der Fackel der Venug_ 
G. B. Gallestruzzi hat diese Vorstellung copirt, und auf dem 
Schilde des Herkules den Namen beigefügt. Das Monogramm mit 1503 
steht links unten auf dem Steine, und rechts bemerkt man die Buch- 
staben AM ebenfalls auf einem Steine. 
16) Der Triumph der Galathea, RafaePs Composition, wie im 
Kupferstiche B. N0. 350. Sie ist auch in Niello ausgeführt, welches 
Zanetti (Cabinet Cicognara p. 89 N0. 115) beschreibt. Das Niello rührt 
von diesem Meister nicht her, man wollte es ihm aber zuschreiben. 
H.3Z.3L. Br.2Z.4L.
        

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