Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1585421
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MAE 
MAF. 
4558. 
M. Ellenrieder hat auch mehrere Blätter radirt, darunter Bild- 
nisse nach eigener Zeichnung, und Scenen aus dem Leben der hl. Maria. 
und des Heilandes. Nur auf wenigen Blättern kommt das Monograinm 
vor, dann auch auf Zeichnungen und Skizzen aus der früheren Zeit 
der Künstlerin. Sie war badische Hofmalerin. 
1557. Peter a. Meriea, genannt Merecinus, Miricenys und Myri. 
einis, aber nicht Peter van der Eyden, ist im ersten Bande 
ü unter dem Monogramm AMEP No. 959 eingeführt, und wir 
verweisen auf jenen Artikel, wo wir über den Meister und 
dessen Blätter gehandelt haben. Auch das gegebene Zeichen findet 
man auf Kupfersticlien und Holzschnitten. Auf anderen Blättern ist es 
deutlich aus MEP gebildet. 
1558. Marc Antonio Raimondi, der berühmte Kupferstecher von 
 F Bologna, behauptet im Künstler-Lexieon 
  M, LZVPX-lmä eine ausführliche Stelle, und wir haben 
, ,  3 S auch alle bis 1842 bekannten ßlatter des- 
e [506 selben verzeichnet. Ferner sind die ab. 
R 9, weichenden Angaben "über das Geburts- 
I l, und Todesgahi des Kunstlers ZUSammen- 
19T [IÄLH gestellt. Diese Datasind noch nicht be- 
reinigt, und werden es vielleicht auch nie. Vasari sagt, Marc Anton 
sei bald nach der im Jahre 1527 erfolgten Einnahme Roms, allenfalls 
in Bologna gestorben. Spätere Schriftsteller dehnen seine Lebenszeit 
bis 1539, 1546 und 1550 aus, Vasari hat aber recht, wenn er den 
Künstler bald nach 1527 sterben lässt. Zum Künstler-Lexicon be- 
merken wir, dass Raimondi jedenfalls vor 1534 gestorben sei. Pietro 
Aretino lässt in seiner Comödie: La Cortigiana. Venezia 1534, 
den handelnden Personen sagen, dass Marc Anton nicht als einziger 
Stecher zu betrachten sei, sondern dass sein Schüler Gian Giacobo 
Caraglio in gewisser Hinsicht ihn noch übertroffen habe. Raimondi 
lebte also 1534 sicher nicht mehr. 
Der älteste Kupfersticli, welchen wir von Marc Anton kennen, ist 
jener mit Pyramus und Thisbe von 1505, dessen aus M A bestehendes 
Monogramm wir oben No.1528 gegeben haben. Im Jahre 1506 folgten 
andere Blätter, aus welchen der Einfluss des Albrecht Dürer sich er- 
klärt. Im August 1506 copirte er den Holzschnitt des deutschen 
Meisters, welcher St. Johannes und St. Hieronymus vorstellt. Hierauf 
folgten bekanntlich viele andere Copien nach Dürerls Holzschnitten 
und Kupferstichen. Im Jahre 1510 liess sich Marc Anton in Rom 
nieder, und jetzt gründete er jene Schule, welcher Bartsch den 1-1. Band 
seines Peintre-graveur gewidmet hat. Er zählt die Blätter RaimondPs 
und seiner Schule unter einander auf, wir haben aber im Künstler- 
Lexicon zur leichteren Uebersicht jene des Marc Anton ausgeschieden. 
Passavant geht in seinem Werke über Rafael Santi ebenfalls auf die 
Zeichnungen ein, welche Marc Anton gestochen hat, und schreibt 
mehrere derselben Schülern des Rafael zu. Daraus geht nun auch 
hervor, dass nicht jedes Blatt mit dem Monogramm von_ Marc Anton 
eigenhändig gestochen ist. Er hatte Gehülfen, welche in der Weise 
__desselben arbeiteten, und theils unter Aufsicht des Meisters. Sie fügten 
daher das Monogramni bei, da _der Stich auf Rechnung des Raimondi 
ging. Einer besonderen Aufmerksamkeit verdienen auch die geätzten 
Blätter. E. Harzen gab neuerlich in Naumaniüs Archiv für die zeich- 
nenden Künste V. eine interessante Abhandlung über die Erfindung 
der Aetzkunst, und stellt auf S. 119 die Vermuthung auf, dass Marc 
Anton durch die Radirungen des A. Dürer auf Stahl zu diesem Ver-
        

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