Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1585331
1521-1525. 
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1521. Matthäus Merian, Maler und Kupferstecher, geb. zu Basel 
M 1593, gest. zu Schwalbach 1651, hinterliess eine grosse Au- 
zahl von Kupferstichen und Werken, fügte aber meistens den 
Namen bei. Das gegebene Zeichen, welches zwei M bilden soll, steht 
auf einem radirten Blatte mit Neptun auf dem von zwei Pferden be- 
spannten Wagen, kl. fol. 
1522. Domenico Ambrogio, genannt Minghino del Brizio, oder 
"M m ein unbekannter italienischer Formschneider, lieferte 
 , ,M zwei Blätter für folgendesWerk: La cera antichitä 
di Pozzuolo, descrilta da Giul. Cesare Capaccio  In Roma, app. 
Filippo de Bossi MDCLIL, 8. Das eine der Blätter stellt den Tod 
des hl. Januarins durch das Schwert dar. H. 2 Z. 4-5 L. Br. 1 Z. 
7-8 L. Das zweite Blatt, mit dem zweiten Zeichen, zeigt einen ge- 
krönten Mann in antiker Tracht, wie er mit dem Scepter auf einem 
verzierten Stuhle sitzt. H. 2 Z. 4-5 L. Br. 1 Z. 7 L. 
In diesem Werke sind auch radirte Ansichten, welche nach Börner 
von Dom. Barriere herrühren könnten. Robert-Dumesnil erwähnt sie 
indessen nicht. Die Ilolzschnitte sind nur mittelmässig. 
Ein dem zweiten ähnliches Zeichen, und dann das dritte findet 
man auf Holzschuitten in Kircher's Oedipus Aegyptiacus. Romae 
1652, fol. Das eine Blatt ,stellt das Niloscopium, das andere indische 
Pagoden vor. 
Minghino wird zu den Formschneidern gezählt. Er lebte um 1653 
in Bologna, kann aber auch für Rom Bestellungen angenommen haben. 
1523. August Marc, Zeichner und Maler, geb. zu Metz um 1820, 
war Schüler von Drolling und Paul Delaroche in Paris, 
WÄXLW und lebt seit mehreren -Jahren in dieser Stadt der Kunst. 
Er malt Bildnisse und Genrcbilder, gewöhnlich nur in ein paar Figuren 
bestehend. Auf der allgemeinen Kunstansstellung in Paris 1855 sah 
man ein grosses Gemälde mit der allegorischen Figur der France. Auf 
diesem Bilde kommt das Monogramm vor, und man findet es daher 
auch auf dem Holzschnitt in: Illustration, vom 20. Oktober 1855. 
Dieses Blatt ist von Best und Hotelin geschnitten, und enthält die 
weibliche allegorische Figur, unter welcher sich Marc die France 
dachte. In der Pariser illustrirten Zeitung sind viele Holzschnitte 
nach seinen Zeichnungen, gewöhnlich mit dem Monogramme bezeichnet, 
grösscr oder kleiner als oben gegeben. In der Illustration 1854 ist 
auch das Bildniss des 1853 verstorbenen Architekten Visconti in Holz 
geschnitten und mit dem Monogramme versehen. Als Zeichner ist aber 
M. Massart genannt. Auch ein Holzschnitt mit der Statue der Madonna 
trägt dieses Zeichen, oben dem dritten ähnlich. Es scheint also von 
zwei Künstlern die Rede zu seyn. 
1524. Andreas Müller, Zeichner und Historienmaler, ist I. No.4 
 und No. 891 eingeführt, und wir verweisen auf jene Artikel. 
In seiner früheren Zeit bediente er sich dieses Monogramms 
auf Zeichnungen. In der bei Braun 8a Schneider erschienenen 
Haus-Chronik sind deren in Holz geschnitten. 
1525. Als Münzzeichen bezieht sich das erste Monograrnm auf 
M  die Münzstätte Marseille, wo es von 1786 an gebraucht 
rm- wurde. 
Vertieft steht es fast in derselben Form auf Rechenpfennigen von 
1493-1519. In diesem Falle ist der Name des Kaisers Maximilian I. 
angedeutet. Auf Schaupfennigen kann es aber auch Ave Maria be-
        

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