Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1584993
LS 
1370-1373. 
437 
1371- Ludwig von Siegen, der Erfinder der Schabmanier, oder 
der sogenannten schwarzen Manier, ist von dem Grafen Leon 
w de Laborde (Histoire de la gravure en maniäre. Paris 
1838) als Künstler gewürdigt, und auch im Künstler-Lexicon 
haben wir ausführlich über ihn gehandelt. Unter LaS N0. 927 ist 
er ebenfalls eingeführt, und daher machen wir hier nur auf das grosse 
Schahblatt mit diesem Zeichen aufmerksam. Es ist diess das Bildniss 
des Kaisers Ferdinand III. mit der Lorbeerkrone, im Kaisermantel mit 
dem goldenen Vliess. Unter dem Ovale ist in Contureu gestochen: 
Ferdinand III. Rom. Impe l ralor semp. Aug: Ilnng: Et Boh: Bern etc. 
Tiefer unten steht: Lud. Siegen in Sechten em.    pinmit nonoq. 1 
a se innento modo scupsit Anno Domini 1654. H. 15 Z. 7 L. Br. 11 Z. 
Dieses äusserst seltene und kostbare Blatt beschreibt Mr. L. de 
Laborde S. 120. Im zweiten Drucke steht links unten in der Ecke 
der Base das Monogramm, und gegenüber die Jahrzahl 1634. 
1372. Ludwig Ferdinand Schnorr von Karolsfeld, geb. zu Leipzig 
 1789, gest. zu Wien 1853, bediente sich auf 
aß  Gemälden eines aus LS bestehenden Mono- 
gramms, welches wir unter S L einreihen 
müssen. Die Cursiven findet man auf einigen radirten Blättern mit 
geschichtlichen Vorstellungen. Auch die Schrift: L. S. v. K. del. etaq. 
II II, kommt vor. 
1373. Theodor Langer, Kupferstechei- in Dresden, ist durch 
schöne Blätter in Linienmanier bekannt, und zwar meist 
Villl e 59- nach Cartons berühmter lebender Meister. Das Mono- 
gramm findet man auf etlichen Abdrücken vor der Schrift eines Kupfer- 
stiches nach J. von Schnorr's Wandgemälde in der k. Residenz zu 
München, wie Chriemhilde die Hunnen zum Kampf gegen die Burgun- 
den reizt. Es kommen vielleicht auch andere Probedrücke mit dem 
Monogramm vor. Langer stach auch folgende Blätter. 
1) Das südliche und das nördliche Giebelfeld des neuen k. Hof- 
theaters in Dresden, die dramatische Dichtkunst und die Musik in 
reichänlßompositionen darsellend, nach E. Rietschel. Friesformat, qu. 
1m  o  
p 2) Wandgemälde im Saale der ersten Kammer des Ständehauses 
zu Carlsruhe von M. v. Schwind. 8 Blätter mit allegorischen Frauen, 
gest. von T. Langer und A. Krüger. Dresden 1849, gr. 4. 
3) Die Entwicklung der Gottesidee. Von Theodor Kaufmann. Mit 
8 nach Th. L. Kaufmanms Cartons ausgeführten Kupferstichen, von 
Langer, Karst und Ufer. Düsseldorf 1850, qu. fol. 
4) Siegfried's Leiche wird nach Worms gebracht, nach J. v. Schnorr. 
In Friesformat, gr. qu. fol. 
Als Gegenstück dient das oben erwähnte Blatt mit der Ohriem- 
bilde, wie sie die Hunnen zum Kampfe gegen die Burgunder reizt. 
5) Die Geschichte des deutschen Volkes in 13 grossen Bildern 
dargestellt von Karl Heinrich Hermann. Mit Text von Dr. A. Foss, 
Gotha 1852, qu. roy. fol.  
An den Blättern dieses Werkes arbeiteten mehrere Künstler. 
6) Der Nibelungen Ende. J. Schnorr inv. Th. Langer sc., qu. 
ro  fol. 
y Für den sächsischen Kunstverein in Dresden 1853. 
7) Bilder aus dem Leben der hl. Elisabeth. Wandgemälde auf 
der Wartburg, von M. von Schwind. II. Abtheilung mit 6 Blättern von 
Th. Langer. Leipzig 1856, roy. 4.
        

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