Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1584946
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1344. 
handelt, als jene des Martin Schongauer. Passnvant beschreibt fol- 
gende sehr seltene Blätter: 
l) Die Kreuzabnehmung. Ein Mann mit Turban steht auf der 
Leiter, und nimmt mit Hülfe eines Tuches den Leichnam des Herrn 
herab. Die hl. Jungfrau und Johannes nehmen ihn in Empfang. Links 
nähert Sich eine der Frauen, welche mit dem Flügel des Mantels die 
Thränen trocknet. Am Stamme des Kreuzes ist ein Mann beschäftigt 
den Nagel herauszuziehen. Das Zeichen ist unten am Kreuze neben 
dem Knochen. H. 5 Z. Br. 3 Z. 9 L. 
Das Exemplar de Ottley Oollection befindet sich in der Albertini- 
sehen Sammlung zu Wien. 
2) Der Elephant mit seinem Führer. Letzterer leitet ihn auf einer 
Höhe nach rechts. Er tragt eine spitzige Haube mit Band, und einen 
Beutel an der Seite. Auf dem Boden neben seinem rechten Fuss ist 
das Zeichen. H. 3 Z. 9 L. Br. 5 Z. 6 L. 
Im Catalog Durand wird dieses Blatt zuerst dem Ludwig Schon- 
gauer zugeschrieben. Das Exemplar der Sammlung ging in den Be. 
sitz des Erzherzog Albert in Wien über. 
3) Die liegende Kuh, etwas nach links gewandt. In der Mitte 
unten das Zeichen. H. 2 Z. 1 L. Br. 2 Z. 8 L. 
In der Kupferstichsammlnng zu Basel. 
4) Zwei Hunde, der eine hinter dem andern laufend. Jener links 
dreht den Kopf nach rechts. Links ist ein dürres Bäumchen, und in 
der Mitte unten das Zeichen in Doppellinien. 
Auch von Brulliot nach dem Exemplar in Dresden erwähnt. 
5) Zwei Schweine aus dem Troge fresseud. -Das eine in Profil, 
das andere in s], Ansicht nach rechts. H. 1 Z. 8 L. Br. 2 Z. 10 L, 
Dieses unbezeichnete Blatt beschreibt Bartsch X. p. 61 N0. 43. 
Dresden und Wolfegg. 
ti) Ein nach rechts laufender Igel. Ohne Zeichen. H. i Z. 6 L. 
Br. 2 Z. 3 L. 
In der Sammlung des Fürsten von Wolfegg ist ein Exemplar. 
1344. Iiambert Suavius, Architekt und Kupferstecher von Lüt- 
 tich, wurde früher mit Lambert Lombardus für 
L L a S, Eine Person gehalten, indem die betreffenden Stellen 
bei Vasari nicht richtig aufgefasst wurden. Vasari kannte das Werk 
des Dom. Lampsonius (Lamberti Lombardz" apud Eburones pictoris 
celeberrimi vita. Brugis 1565) sehr wohl, und er ersah, dass Suavius 
gar nicht genannt ist. Lampsonius gab ihm aber Nachrichten über 
niederländische Künstler, und somit erfuhr er auch, dass L. Suavius 
als ein vorzüglicher Kupferstecher zu betrachten sei, und er spricht 
dieses im Leben des Marc Anton aus. Auch Guicciardini (Historia 
de Paesi bassi. Firenze 1561, p. 101) kennt den Suavius als Archi- 
tekten und Kupferstecher, gegenüber dem Lambert Lombardus. Sand- 
i-art nimmt den L. Lombardus Suterman und L. Lombardus für Eine 
Person, und verwirrt somit den Standpunkt. Suavius war der Schwager 
des Lombardns.  
Auf den meisten Blättern dieses Meisters kommt der Name vor. 
und nach den Daten sind sie von 1540-1559 ausgeführt. Die Ini- 
tialen iindet man auf folgenden:  
i) Die Sibyllen, in Nischen yorgestellt. Folge von 12 l_3lattern, 
darunter solche mit L S, wie auf Jenen mit der persischen und libyschen 
Sibylle. H. 6 Z. ll L._ Br.  Z._1 L.   
2) Die Charitas, sitzend in einem antiken Gebaude und lomacht 
Kindern umgeben. Rechts am Piedestal der Säule: Lambert lom- WIM 
L. S. H. B. Z. 10 L. Br. 6 Z. 10 L.
        

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