Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1584862
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1320- 
4323. 
1320. Münzmeister, welche Gepräge L. B. signirten, nennt Schlick- 
L R eysen, und dann auch eine Denkmüuze, welche 1580 König 
' ' Heinrich III. von Frankreich prägen liess. Auf dieser bedeuten 
die Buchstaben L. R. Liberalitas Begia. 
Ludwig Rollin Münzmeister in Cassel 1723-1733. Die Initialen 
kommen auf einem Thaler mit dem Brustbilde des Churfürsten Fried- 
rich I. von Hessen-Cassel 1733 vor. 
Lorenz Ruckdeschel, Münzmeister in Bayreuth 1747-1765.  
1321. Dieser unbekannte Meister kam mit dem Formschneider 
L R Anton Sylvius I. N0. 80 in Berührung. Unter den vielen Holz. 
schnitten des Sylvins in einer holländischen Ausgabe des Hortulus 
an-imae trägt das Blatt mit dem Erzengel Michael die Initialen LR, wohl 
als jene des uns unbekannten Zeichners. Der holländische Titel des 
Werkes lautet: Der Siclen Bogaert, wir wissen aber nicht wann und 
wo es gedruckt ist. 
1322. Unbekannter Zeichner und Kupferstecher, welcher wahr- 
scheinlich in Frankreich thätig war. Er stach kleine Brustbildei- 
LK für eine Folge, an welcher auch der Monogrammist CF II. No. 8 
Theil hat, nämlich Franz Chauveau. Auf dem Blatte mit dem Brust- 
bilde des Scanderbeeg stehen die Buchstaben LR und die Jahrzahl 
1636. Auch das Bildniss des Mahomed ist mit den Initialen bezeichnet. 
Diese Blätter sind trocken behandelt, und zwar in der deutschen 
Stichmanier, 16. 
1323. Ludwig van Rauchen, Buchdrucker in Cöln zwischen 1470 
und 1480, scheint zur Kaste der Briefdrucker gehört zu 
haben, und als solcher war er höchstwahrscheinlich auch 
Formschneider. Er gab einen Calender in gr. fol. heraus, 
welcher äusserst selten geworden ist. Dieses Blatt hat die 
Ueberschrift: Eyn duytz Kalled gemacht na de Cisioianus. Nun 
beginnen die Monate: Der Hardmaynt hait m: dach I Jhesus da; 
kint wart besnede Dry coenynck da orienten dye quame gerede jn 
oßerden de heren louesang u. s. w. In der Höhe sind vier kleine 
Holzschnitte neben einander, welche die hl. Jungfrau auf dem Halb- 
monde, die Anbetung der Könige, die hl. Ursula und St. Peter vor. 
stellen. Auf dem Blättchen mit den hl. drei Königen kommt das 
Schildchen mit den Buchstaben lr vor, und zwar am Schafte der Fahne 
mit dem kölnischen Wappen, welche die Könige gemeinsam fassen. 
H.  Z. Br. 173 Z.  
Die Darstellung der drei Könige mit dem Sterne kommt auch auf 
dem Titelblatt folgenden Buches vor: LIber Medilatzmrä bti Bernardi 
Quo ho ad dei imaginem factus est. Am Ende vor Annotatio capi- 
tulorum steht: Impressus Colonie p Martinum de Werdena prapg 
domü Consulatus comorantem, kl. 4. Die Ofücin des Martin de 
Werdena bestand um 150471516, und man kann annehmen, dass er 
die Platte mit den hl. drei Königen aus der Druckerei des Ludwig 
van Reuchen erhalten habe. Die Typen des Calenders stimmen voll- 
kommen mit jenen des Duydsche Passconaz"! mit syner tzo gesetzten 
historien, welches L. van Renchen in zwei Foliobanden gedruckt 
hatte. In diesem Werke findet man sogar einzelne Theile der den 
Calender umgebenden Bandverzierungen. Zu den Seiten des Galenders 
ist eine Einfassung von Blumengewinden mit Vögeln und anderen 
Thieren. Auch unten kommt eine solche vor. Merlo macht auf dieses 
Werk aufmerksam, und wir werden nicht irren, wenn wir Ludwig 
van Rauchen zu den Formschneidern zählen. Seiner Zeit lebte kein 
Künstler dieser Classe in Cöln.
        

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