Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1584780
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1274- 
4277. 
zwei Engel das päpstliche Wappen. Unten im Oartonche: Pivs V. 
gislerics Pont. Maar. Anno Sal. MDLXVI. aetalis suae LXII. ponti- 
ficatvs prima. Am Piedstal der Justitia: Diligile Justitiam qui indi- 
catis lerram, an jenem der Prudentia: In corde requiescit sapientia. 
Links unten im Cartouche das Zeichen. H. 12 Z. Br. 8 Z. 10 L. 
Dieses Blatt ist in der Weise des Giorgio Ghisi behandelt, der 
Stecher blieb aber hinter seinem Vorbilde. 
1274. Peter Lombart, Kupferstccher, geb. zu Paris 1612, gest. 
 1682, hinterliess eine bedeutende Anzahl von Bildnissen, besonders 
B von englischen Damen nach A. van Dyck, genannt Les comlesses 
de mm Dyck. Er stach auch Bildnisse von Herren nach verschiedenen 
Meistern. Diese Blätter sind sicher gestochen, aber nicht von Härte 
frei, da der Künstler enge Strichlagen liebte, und sich noch in die 
ältere Manier fügen WOHCG. Auf Bildnissen, und dann auch auf etlichen 
historischen Blättern kommt das Monogramm vor. Sehr schön und 
selten sind sieben Stiche mit Blättcrornamenten für Goldschmiede, 
unter dem Titel: Liure de Feuilles (Porfäcrerie, Invenlä par G4- 
däon FEgarä, au faubotzrg Saint-Germam, Rue Saint-Lamberz, 
avec priuilege du Boy. Blätter dieser Art erfordern eine eigene 
Strenge der Strichführung, und dem Lombart blieb sie fortan. Die 
Ornamente gehören in seine frühere Zeit. 
1275. P. 1.. Jaquemain heisst nach Brnlliot a, No. 282a. ein 
 französicher Knpferstecher, welcher Vignetten und Fächer 
E GB gestochen hat. Auf solchen Blättern kommen die gege. 
" ; benen Zeichen vor, wir haben aber keines gesehen. Dieser 
Jaquemain ist uns ganz unbekannt. Er wird im vorigen Jahrhundert 
gelebt haben. 
1275. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälfte 
I des 16. Jahrhunderts thätig war. Die gegebenen Buchstaben 
findet man auf einem sehr seltenen Blatte, welches in der Art 
des Ludwig Krug gestochen ist. Es stellt die hl. Catharina 
stehend in einem langen weiten Mantel vor. Nach rechts gewandt trägt sie 
das Schwert in der linken Hand, und fasst mit der anderen den hflautel. 
Links ist eine Mauer mit der Thüre, und rechts unten das Stück eines 
Rades. An der Mauer bemerkt man das Täfelchen mit L P. H. lt Z. 
4 L. Br. 2 Z. 10 L. 
Nach Brnlliot II. N0. 1903 wurde dieses Blatt früher dem Luca. 
Penni zugeschrieben, an welchen nicht zu denken ist. Brnlliot gibt 
das P irrig geschlossen. 
1277. Ludovico Pozzoserrato und Pozzo nannte sich Ludwig 
 Toeput aus Mecheln in Italien. Er kam um 1580 in jenes 
 Land, und malte Landschaften mit Thieren und Figuren P. 
de Jode stach auch zwei Ansichten von Venedig nach ihm. Auf einer 
Ansicht des St. Markusplatzes in Venedig steht: L. Pozoseratus Flandr. 
pinz. 1585, qu. fol. Auf einer in Wasserfarben gemalten Ansicht 
des Marcusplatzes, ehedem in Eisenls Sammlung, steht: L. P. f. 1595. 
H. 5 Z. Br. 6 Z. 
Die Initialen L P. findet man auf einer in der Weise des E. du Perac 
radirten Landschaft. Rechts vorn ist ein Eseltreiber, in der Mitte geht 
ein Herr mit seiner Dame und einem alten Manne. Links sitzt der 
Zeichner, und im Grunde sieht man eine grosse Ruine. Gegen links 
stehen die Buchstaben L P., in der Mitte: VIA ASINARIA, und beim 
Zeichner: Apreso il Cammoccio. H. 5Z- 1011- Br- 3 Z- 8 L- Dieses 
Blatt ist wahrscheinlich von Pozzoserrato selbst radirt. Wir ünden 
aber auch einen Lucas Pregel als Verfertiger angegeben.
        

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