Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580978
IOAN. 
Dieses Ornament ist nur zur Hälfte gegeben. In der Mitte ist 
ein Dreifuss mit den Spuren zur Fortsetzung. Zanetti N0. 209 er- 
kennt darin dieselbe Hand, welche das obige Zierblatt gefertigt hat. 
32) Ein ornameutirtes Feld, unten mit zwei stehenden Kindern, 
welche zu den Seiten eines Dreifusses mit Ziegenköpfen Vasen halten. 
Oben stehen auf der Balustrade ein Satyr und eine Satyrin als Oarya- 
tiden einer Cornische in Halbkreis, in welcher man eine Landschaft 
bemerkt. H. 7 Z. 4 L3? Br. 2 Z. 6 L. 
Dieses von Zanetti N0. 210 erwähnte Blatt ist sehr fein gestochen, 
und besser in der Zeichnung, als die obigen Blätter. 
33) Arabeske, durch Menschen und Thiere gebildet. Oben spielt 
ein Weib die Zither, in der Mitte ist ein geiiügeltes Pferd mit dem 
Kopfe eines Kindes auf der Brust, und unten bemerkt man über dem 
Kopfe eines Satyrs einen Mann, ein Weib und ein Kind in liegender 
Stellung. Ohne Zeichen. H. 10 Z. 2 L. Br. 6 Z. 3 L. 
Dieses Blatt wird dem Antonio Bresciano zugeschrieben. 
34) Ein Fries mit Trophäen rechtsunten, von einer unvollendeten 
Platte. Auf dieses Blatt, welches sich im Cabinet Sykes vorfand, macht 
Ottley S. 567 aufmerksam:    
im Eine Verzierung in Form eines Dreiecks auf einem Untersatze, 
Die eiden durch zwei Eichstamme gebildeten, mit Laub und Eicheln 
umwundenen Beine tragen eine Vase, aus welcher Flammen heraus- 
schlagen. Unter dieser Vase schwebt ein Herz. Das Dreieck unifangt 
ein Rund mit einer Rosenraute im Mittelpunkte. Darunter ist ein 
Frazzengesicht mit offenem Munde, und einem Fruchtkörbchen auf 
dem Kopfe. Der Raum zwischen beiden Gegenständen wird durch 
Schlingwerk ausgefüllt, welches vom Kinne der Frazze ausgeht. Ohne 
Zeichen. Höhe mit Untersatz 8 Z. 1 L. Br. 5 Z. 7 L. 
Dieses Blatt ist im Gabinet zu Wien vorhanden. 
36) Reiche Arabeske mit Satyrn, welche am Fasse eines Piede- 
stals sitzend die Flöte spielen. Ueber jeder Figur ist ein Täfel- 
chen mit der Schrift: VICTORIA  AVGVSTA. Unten steht: I0. 
AN. BXVE. H. 9 Z. 8 L. Br. 4 Z. 8 L.  
Dieses Blatt ist freie Copie nach Nicoletto da. Modena, B. N0. 57. 
Die Composition ist in Metall, nicht in Holz geschnitten. 
37) Zwei kleine Blätter, jedes mit Base und Gapitäl einer antiken 
Säule. Ohne Zeichen. Diese Blätter werden im Oabinet Sykes erwähnt. 
85. Unbekannter Formschneider dessen Lebenszeit die beige- 
J fngte Jahrzahl bestimmt. Die Abbre- 
viatur findet man auf einem Blatte in 
Helldunkel von zwei Platten, welches 
den sitzenden Heiland mit dem Rohre 
l - ' s in der Rechten vorstellt. Pilatus mit 
dem Turban auf dem Haupte steht zur 
Seite, und deutet mit dem Zeigefinger der rechten Hand nach ihm, 
als wollte er denselben dem Volke vorstellen, welches man aber nicht 
sieht. Ein jüdischer Soldat hält den Mantel des Herrn. Auf einem 
Schriftstücke in der rechten Ecke des Blattes steht: I0. AN. B0. 
H. 18 Z3 L. Br. 12 Z. 9 L. 
Dieses schöne Blatt legt Marchese Malaspina di Sannazardll. 
p. 138 dem Giuseppe Nicolo Vicentino bei, und sagt: Stampa im- 
pressa sopra carta tinta. Zani, Enc. met. p. II. Vol. VII: p. 182, 
fügt bei: A taglio solo, also bloss Strichplatte, und glbt keinen Ur- 
heber an. Letzterer ist sicher nicht Vicentini, welcher ganz anders, 
in der Manier des Hugo da Carpi, arbeitete. Man lägnnte eher an
        

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