Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1584628
400 
LM 
LMF. 
1215- 
1219. 
1215. Lambert Joseph Mathieu, Hist0rien-, Genre- und Bildniss- 
rnaler, geb. zu Bure in der Provinz Namen den 
f  5. Mai 1804, war auf der Akademie in Antwerpen 
. ' ' Schüler des bekannten Malers van Bree, und lag 
dann drei Jahre in Paris den Studien ob. Sein erstes grosses Ge- 
mälde, eine Episode aus der Sündfluth, kaufte 1833 das belgische 
Gouvernement für das Museum in Brüssel an. In der Jesuitenkirche 
zu Löwen ist seit 1831i ein grosses Altarbild mit Christus am Kreuze. 
Ein anderes Werk von grosser Dimension, welches die Regierung er. 
warb, stellt die Maria von Burgund vor, wie sie auf der Jagd durch 
einen Sturz vom Pferde tödtlich verwundet wird. Mathieu wählte auch 
noch andere Stoffe aus der Geschichte des Mittelalters, und solche 
aus der heiligen Urkunde, theils in bedeutender Grösse ausgeführt. 
Mehrere Gemälde zählt Immerzecl auf, und gibt auch das Bildniss 
des Künstlers. Auch die gegebenen Cursiven entnahmen wir dem 
Werke von Immerzeel, dieser Schriftsteller sagt aber nicht, ob er sie 
auf Gemälden oder auf Zeichnungen gefunden habe. 
Mathieu wurde 1834 Direktor und erster Professor an der Aka- 
demie der Künste in Löwen, und im folgenden Jahre öffnete ihm die 
k. Akademie in Antwerpen ihre Thore. 
1216. Mathias Grünewald soll nach Strutt durch dieses Zeichen 
seinen Namen angedeutet haben. Der genannte Schriftsteller 
m scheint das Monogramm auf einem Holzschnitte gefunden zu 
haben, es ist aber wahrscheinlich unrichtig nachgebildet, so 
dass man LM lesen müsste. Holzschnitte mit einem ähnlichen Zeichen 
ohne das eingezeichnete C sind von dem oben No. 1197 erwähnten 
Lukas Mayer. An M. Grunewald ist nicht zu denken. Das llrlono- 
gramm dieses Meisters besteht aus M G. 
1217. Daniel Lindmeier, auch Lindemeier und Lintmeyer, Maler 
 von Schaffhausen, ist im zweiten 
V6 ' Bande unter dem Monogramm DLM 
 No. 1214 eingeführt, und wir be- 
m ziehen uns in Allem auf jenen Ar- 
tikel. Die gegebenen Monogramme 
findet man auf Zeichnungen für Glasmaler. Die Buchstaben VS. deuten 
seine Geburtsstadt an, und auch das kleine S im ZWGIIIBU Zeichen 
deutet darauf. 
1218. Lukas Ma er oder Meier ist oben unter dem Monogramm 
LM N0. 1197 eingeführt, und als Schüler des J. Amman 
M155 namhaft gemacht. Wir müssen daher hier noch auf ein 
paar Holzschnitte mit diesem Zeichen eingehen. Das erste Mono- 
gramm findet man in J. Amrnan's Ifunstbüchlecn  Frankfurt a. M. 
159.9, 4. Das zweite Zeichen steht auf einer von J. Amman ge- 
zeichneten Titelvignette zu: J. Menochii de arbitrariis Judicum 
quaestionibus et causis. Francofurli 1576. In reicher Einfassung 
mit zwei allegorischen Figuren des Friedens und der Wissenschaft, 
spielen in den unteren Ecken zwei Engel die Laute, und in der Mitte 
stösst die Fama zugleich in zwei Hörner. Unten in Schnörkeln sind 
die Buchstaben I A eingeschnitten , und in der Mitte etwas tiefer be- 
merkt man das Monogramm. H. 4 Z. 6 L. Br. 4 Z. l L. 
1219. Ludovico Mattioli, Zeichner und Radirer, geb. zu Crevaliore 
 1662, gest.1747, hinterliess eine bedeutende Anzahl 
s-ÜF ,1JWY 1706 von radirten Blättern, deren Bartsch XIX. p. 335 ff. 
140 beschreibt, aber ohne das Verzeichniss zu erschöpfen. Auch
        

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