Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1584518
1178. 
389 
zur Publication seiner Oompositionen gemacht zu haben. Abbe de Ma- 
rolles erwähnt keines dieser Blätter," und Florent le Comte weiss nur 
durch Tradition, dass Limosin in Kupfer gearbeitet habe. Die Blätter 
N0. 1 und 3 beschreibt Brulliot II. N0. 1882. N0. 2 ging aus der 
Sammlung des Mr. W. Y. Ottley in jene des Robert-Dumesnil über. 
Dieses Blatt ist jetzt wahrscheinlich im brittischen Museum. Ein 
Exemplar von N0. 4 bewahrt das Cabinet in Paris. Diese Blätter 
sind breit und geistreich radirt und geatzt, in der Manier der Schule 
von Fontainebleau. Die Figuren sind etwas zu gross für die unver- 
hältnissmässig kleinen Köpfe, und die Extremitäten sehr vernachlässigt. 
Robert-Dumesnil P. gr. fr. V. 48 geht ebenfalls auf diesen Meister 
ein, aber nicht so genau als L. de Laborde. Die Blätter des Meisters 
sind sehr selten. 
i)  Der Einzug des Heilandes in Jerusalem. Er reitet 
in Mitte des Blattes auf dem Esel vom Volke umgeben. Rechts beim 
Thore breiten Männer einen Teppich aus, und im Hintergrunde mit 
der Ansicht der Stadt sitzen Knaben auf den beiden Bitumen. Unten 
in der Mitte nach rechts LL 1544. H. 9 Z. 6 L. Br. 6 Z. 11 L. 
2)  2.] Das Abendmahl des Herrn in einem beleuchteten 
Saale, dessen Thüre im Grunde in eine Arkade führt. Im verzierten 
Tätelcheu über der Thüre steht in zwei Zeilen: v LEONABD ß 
e LIMOSIN ß 1544. H. 4 Z. 4 L. Br. 7 Z. 
3) Christus am Oc-lberge. Er kniet in Mitte des Blattes mit ge- 
falteten Händen nach links, wo ihm oben der Engel den Kelch reicht. 
Im Vorgrunde schlafen drei Apostel, und rechts kommen die Soldaten 
zur Gefangennehmung heran. Unten in der Mitte auf dem Täfelchen 
zwischen den Schlafenden: leonard limosin, und ausserhalb 1544. 
H. 9 Z. 6 L. Br. 6 Z. 11 L. 
4) Die Auferstehung Christi. Er schwebt im Strahlenglanze über 
dem Grabe. Zu den Seiten des letzteren sind vier wachthabende S01- 
daten, und ein fünfter schläft. Rechts unten auf dem Täfelchen: 
LEONARD LIMOSIN. 1544. H. '10 Z. Br. 6 Z. 8 L. 
Holzschnitt. 
5) Der hl. Rochus mit dem Engel. In der Einfassung ist die Ge- 
schichte des Heiligen bildlich dargestellt, und unter jeder der acht 
Abtheilungen ist eine italienische Erklärung. Dann hat dieses sehr 
seltene glatt noch die Inschrift: Limosina Per La Fabrica. H. 18 Z. 
Br. 14  
Im Winckleüschen Catalog II. N0. 2352 wird dieses Blatt dem 
L. Limosini zugeschrieben, das Exemplar im Cabinet zu Paris aus 
A. de Marolles Sammlung liegt aber unter den Holzschnitten des Tizian. 
Füssly nimmt einen Maler und Formschneider Limosina an, und Heller 
(Geschichte der Holzschneiilekunst S. 242) will den Limosina mit einem 
berühmten Glasmaler Leonhard, der um 1553 in Paris arbeitete, iden- 
tiüciren. Die Composition zum Holzschnitt ist nach der Inschrift wohl 
einer Limosine entnommen, es frägt sich aber, 0b diese von Leonard 
Limosin sei. Der Holzschnitt ist kaum von ihm ausgeführt, sondern 
vermuthlich italienische Arbeit. 
1176. Leonard Limosin der Jüngere, Emailmaler von Limpges, 
LL war vermuthlich ein Neffe des berühmten KünSÜßPS dleSß-S 
Namens. Graf L. de Laborde, Notice des Emauw. Paris 
1852, p. 288, fand seiner in den Papieren der alten Email-Fabrik in 
Limoges unter dem Jahre 1625 erwähnt. Ueberdiess kennt der ge- 
nannte Schriftsteller auch Malereien mit dem Namen und den Initialen
        

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