Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1584470
1171- 
4173. 
385 
Leinwand gemalte Bild gehört einem deutschen Meister an. An Lambert 
Lombardus ist kaum zu denken. 
117]. Unbekannter Glasmaler, dessen Lebenszeit die beigefügte 
Jahrzahl bestimmt. Nach der gefälligen Mittheilung des 
Herrn Baron von Pfaifenhoifen befinden sich in der fürst- 
lichen Sammlung zu Donaneschingen vier Zeichnungen 
mit diesem Monogramme. Sie dienten zu Vorlagen für 
] 6 Z  Glasmaler. 
y  Auch Lieven Louis soll "sich eines ähnlichen Mono- 
grnmmes bedient haben. Er war ebenfalls Glasmaler, 
aber 1627 wohl nicht mehr am Leben. Unter LS L handeln wir über 
diesen Meister. 
1172. Ludwig Lindenschmit, Ilistorienmaler und Arohäolog, geb. 
zu Mainz 1809, behauptet im Künstler-Lexicon bereits eine 
litt Stelle, und wir haben das vielseitige Talent dieses Meisters 
18  50 hervorgehoben. Seine Zeichnungen, meistens Vorstellungen 
aus der deutschen Geschichte, und auch humoristische Scenen aus dem 
Leben, sind sehr zahlreich, und darunter solche mit dem Monogramme. 
Während seiner Anwesenheit in München, von 1825-1831, malte er 
auch kleine historische Bilder in Oel, auf welchen er ebenfalls das 
Monogramm beifügte, doch mit veränderter Jahrzahl. In jener Zeit 
lithographirte Lindenschmit auch einige Blätter, seine grossen geschicht- 
lichen Compositionen nahm er aber in. Zeichnungen mit nach Mainz, 
wo er 1831 Professor an der Gewerbsschule wurde. Lindenschmit 
verfolgte aber seine Richtung mit unermüdetem Eifer, und malte in 
Mainz auch grössere historische Bilder in Oel. Der Rheinische Kunst- 
verein liess durch F. Hanfstangl für 1846 ein Gemälde lithographiren, 
unter dem Titel: Heinrich Frauenlob 24 November 1818, gr. qu. 
roy. fol. Dieses Blatt stellt das Leichenhegängniss des Dichters Hein- 
rich Frauenlob vor. Das Gemälde belindet sich im Besitze der Erh- 
grossherzogin Mathilde von Hessen-Rhein. Ein früheres Werk des 
Künstlers ist betitelt: Jllainzer Carnevals-Signale für 1842. Mit 
Vignetten, Initialen und reicher Umschlagverzierung. Mainz 1842, 
ro  4.  
y Lindenschmit erwarb sich auch grosse Verdienste um die deutsche 
Alterthumskunde. Als Vorstand des Antiken-Museums in Mainz wirkt 
er zur Verbreitung der Kenntniss deutscher und römischer Alterthümer 
durch treffiiche und täuschende Nachbildungen in Gyps in den natür- 
lichen Farben und Tönen. Auch ein Werk mit Beschreibung und 
Abbildung von antiken Kunstwerken und anderen Gegenständen trägt 
in weitem Kreise zur Kenntniss der Kunst, Industrie und Gebräuche 
der Vorzeit bei. 
1173. Lambert Lombardus von Lüttich, einer der vorzüglichsten 
 Meister des 16. Jahrhunderts, dessen Styl der 
Ü _ f Zeichnung auf das Studium der Werke der 
f römischen Schule schliessen lässt, wird nach 
 2 dem Vorgange des Vasari auch Suterman, Suster- 
[ff mans und Suavius genannt; der Künstler heisst 
aber Lombard, und Lambert Suavius ist der Schwager unseres Meisters, 
welcher mehrere Blätter nach ihm gestochen hat. Vor Allem ist 
Lamposonius zu berücksichtigen, der Freund des Lombard. Er schrieb 
sein Elogium, und von ihm ist auch die Inschrift des Bildnisses des- 
selben: Lamberdus Lombardus pictor Eburonensis, anno aet. XLV. 
MDLV. Lamposonius wusste das Alter seines Freundes wohl genau, 
Monogrammisten Bd. IV. 25
        

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