Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1584464
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1171. 
Sehr interessant und mit vielen Facsimiles versehen ist sein Werk 
über Emaillen: Notice des Emauw, Bajjoua: et Olqjels divers ewposes 
dans les galäries du lllusäe du Louvre, par M. de Laborde qc. 
I" Partie. Histoire et Description. Paris 1852, 8. Im folgenden 
Jahre erschien dieser Band in zweiter Ausgabe, und II. Partie: Da- 
cumens et Glossaire, 8. Nur 100 nummerirte Exemplare erschienen 
von einem weiteren Buche über Kunst: l.e Chateau du Bea's de Bou- 
logne dit Chateau de Madrid. El-nrles sur {es Arls au Seiziäpne 
Siecle pur le Comte de Laborde. Paris 185-5, 8. Schon lange vor- 
bereitet war sein Werk über Athen in den späteren Jahrhunderten. 
Es erschien mit Abbildungen unter folgendem 'l'ite1: Alltezzes au X12 
XVI. et XVII. Siäcles. 2 Tomes. Paris 1854-, 8. Sehr zahlreich 
sind auch die kleineren Abhandlungen des Mr. L. de Laborde, welche 
in wissenschaftlichen Zeitschriften vorkommen. Er ist noch Theilnehmer 
am Annuaire des Arlistes et des Amateurs publie pur Paul Lacroim. 
Paris 1860-1863. 
Damit haben wir ein kleines Bild von der literarischen Thätigkeit 
des Grafen L. de Laborde gegeben, er erwies aber auch sein Talent 
zur Kunst durch Zeichnungen und durch Blätter in Holzschnitt dzc. 
Er copirte A. Dürefs grossen Christuskopf mit dem Schweisstnche, 
B. App. N0. 27. Dieses meisterhafte Blatt ist von zwei Platten in 
Helldunkel gedruckt. H. 17 Z. 9 L. Br. 13 Z. 3 Z. Eine vortreffliche 
Copie nach einer geschrottenen Arbeit mit weissen Punkten, Striche- 
lungen, Blumen und lateinischen Inschriften stellt den hl. Antonius 
dar, 4. Mit dem Monogramm und dem Messerchen bezeichnet ist die 
Copie der Herzogin vom Tode überrascht aus Holbeixüs Todtentanz 
auf dem Titel der Schrift von O. F. v. Rumohr: Hans Holbein der 
Jüngere in seinem Verhältnisse zum deutschen Formschnittwesen. 
Leipzig 1836, 8. Die Copie gab R. Weigel dem Buche bei, und liess 
sie auch im deutschen Kunstblatt 1851 S. 229 abdrucken. Das Mono- 
gramm steht auch auf dem Bildnisse des Ludwig von Siegen im Knie- 
stück neben einem jungen Mädchen, welches den Hund streichelt, in 
L. de Laborde's Histozfre de la gravure en maniäre noire vor der 
Abhandlung über die Erfindung der Schabmanier durch L. v. Siegen, 
und auch in wenigen einzelnen Abdrücken. H. 3 Z. 10 L. Br. 3 Z. 
3 L. Weiss sticht das Zeichen auf dem 'I'itelh0lzschnitte des erwähnten 
Werkes ab. Es stellt die Sonne vor, wie sie mit ihrem Lichte die 
schwarzen Wolken durchdringt, und in diesem Lichte schwebt eine 
Eule herab, Alles auf schwarzem Grunde trefflich ausgearbeitet. Das 
Monograrnm ist links unten in der Ecke. H. ö Z. 7 L. Br. 3 Z. 8L. 
1171. Unbekannter Maler, welcher um 1530 thätig war. Das 
gegebene Zeichen mit der Jahr-zahl 1529 befindet 
sich auf einem in Wasserfarben gemalten Bilde in 
der Sammlung des Herrn von Vintler in Innsbruck. 
Dies-es Gemälde stellt ein altdeutsches ritterliches 
Hochzeitsmahl vor. In der Mitte der Tafel sitzt ein 
alter Ritter, welcher "seine junge Braut umschlingt, 
während er ihr eine mit Gold gefüllte Börse verhält. 
Siehat bereits eine Handvoll genommen, drückt aber das Gold ihrem 
mehr geliebten Nachbar heimlich in die Hand. Dem Bräutigam zur 
Rechten sitzt die Mutter der Braut, und neben derselben auf der 
anderen Seite der Tafel ein Mann, dessen Kleidung auf einen Hof- 
narren schliessen lässt. Vorn an der Tafel sitzen zwei andere Per- 
sonen im eifrigen Gespräche begriffen. Zwei Knappen bedienen die 
Tafel, und eine Kellnerin schenkt Wein in den Pokal. Dieses auf
        

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