Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1584457
1170. 
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und Künstler, in welchen er sich als eifriger Forscher erweist. Für 
die Histoire de h; däcouoerte de Pimpression et de son application 
bearbeitete er den fünften Band, und legte die Resultate unter folgen- 
dem Titel nieder: Histoire de la graoure en muntere noire. Paris 
1839, gr. 8. Dieses Werk ist mit Holzschnitten und Lithographieen 
geziert, letztere in Copien nach seltenen Schwarzkuustblättern. Von 
Mr. L. de Laborde selbst meisterhaft geschnitten ist das erste Blatt 
mit einer Eule, welche aus lichten Wolken auf schwarzem Grunde 
hervorkommt. Auch das Bildniss des Ludwig von Siegen im Kniestück 
sitzend hat L. de Laborde selbst in Holz geschnitten, und ausserdem 
noch viele andere Facsimiles. Die täuschende Gopie der Büste des 
Mohren von Christopher Wren ist für dieses Werk von A. F. Girard 
geschabt. Es wurden nur 300 Exemplare gedruckt. Mit Vignetten 
und Lithographieen ausgestattet, erstere theils von Mr. de Laborde 
selbst, sind auch folgende Werke: Däbuts de Plmprimerie äMayence 
et d Bamberg, ou descript-ion de lettres windulgence du Pape 
Nicoles V. pro regno Cypri imprimäe en 1454. Paris 1811-9, gr. 8., 
und Däbuts de Flmprinzerie ä Strassbourg, ou recherches sur les 
traoaum mgsterieux de Gutenberg dans cette nille et sur le procäs 
qui lui fut intentä en 1439 d celte occasion. Paris 1840, 8. L. de 
Laborde machte eingehende Forschungen über die Entstehung der 
Buchdruckerkunst, und jene in dem ersten der genannten Werke nennt 
er Nouoelles recherclws sur Origine de Plmprimerie. In beiden 
Büchern bewiess er seine grosse Kcnntniss in der Vervielfältigunge- 
kunst. Mr. L. de Laborde betheiligte sich auch am Cabinel de P Ama- 
teur et de PAntiquaire. Revue de tableaurz: et des estampes an- 
ciennes, des objets dlarts, diantiquile et de euriosild (Directeur 
E. Piot). Paris 1842 ff. 8. Wie früher L. de Laborde die Archive 
in Hessen-Gassel zum Zwecke seiner Geschichte der Erfindung der 
Schabmanier durchsucht hatte, so unternahm er ein Gleiches mit den 
Burgundischen Archiven, aus welchen sich die interessantesten Beiträge 
zur Kunstgeschichte für die Zeit von 1384-1482 ergaben. Das Re- 
sultat ist im folgenden Werke niedergelegt: Les Ducs de Bourgogne, 
ätudes sur les lellres, les arts et de l'industrie au quinzieme 
sieicle, et particulierement dans les Pays-Bas et le duche de 
Bourgogne. Tom. 1-3. Paris, Plon 1849, 1851, 1852, 8. Eine 
Frucht dieser Studien ist auch: Essai d'un Catalogue des Artistes 
originaires des Pays-Bas ou emplogäs d la cour des Ducs de 
Bourgogne aus: XIV. et XVZ siäcles. Paris 1849, 8. Die Thätigkeit 
des edlen Grafen ist ausserordentlich, und immer brachte er Neues 
aus unbenutzten Quellen. Wir nennen noch: Gisors. La Tour du 
Prisonnier et PEglise Saint-Gervais et Saint-Prolais. Documents 
tinädits, Exlraits du Trdsor de Pliglise par L. de Laborde. Paris 
1849, 4. Inventaire des Tableauw, Livres, Joyauw et Me-ubles de 
Marguerite düutriche, fälle de Marie de Bourgogne et de illumi- 
milien, Empereur dblllenzagne, Document inädit publie par L. de 
Laborde (Ewtrait de la Revue Archeologique). Paris 1850, 8. Ein 
anderes nur in 134 Exemplaren vorhandenes, für die französische 
Kunstgeschichte wichtiges Werk erschien unter dem Titel: La Re- 
naissance des Arts ä la Cour de France. Eludes sur le seiziäme 
Siecle. Par Le CM de Laborde. Paris 1850, 8. Additions du 
Tom prenier (Pe-inlure). Paris 1855. 
Graf L. de Laborde ist seit 1850 Mitglied des französischen Insti- 
tutes und Conservaleur des Colleclions du Magen äge, de la Be- 
naissance et de la Sculpture moderne, sein Forschergeist ruhte 
aber auch in dieser Stellung nicht.
        

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