Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1584400
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1158. 
schweigend hin, und somit wird man in den Niederlanden Blätter von 
Ludwig Krug dem Lukas Cornelisz de Kock zuschreiben. Letzterer heisst 
aber Lukas Cornelisz Kunst. Er war der Bruder des Cornelis Cornelisz 
und des Pieter Kunst, und alle drei sind Söhne des Cornelis Engel- 
brechts von Leyden. Auf den Kupferstichen mit der Geburt Christi 
und der Anbetung der Könige kommt die Jahrzahl 1516 vor. Lukas 
Cornelisz müsste sie als Kunstjünger von 21 Jahren gefertigt haben, 
die Blätter beurkunden aber einen reifen Meister. Die Platten befan- 
den sich 200 Jahre im v. Praurßschen Cabinet zu Nürnberg, bis sie 
endlich Frauenholz erwarb, und nun abdrucken liess. 
Bartsch VII. beschreibt 12 Blätter, und legt sie auf das Ansehen 
des Ch. Th. von Murr (Cabmet Praun p. 226) hin dem Ludwig Krug 
bei. Im Künstler-Lexikon haben wir nicht immer auf das Zeichen 
Rücksicht genommen. Auch ist das Verzeichniss bei Bartsch nicht 
complet, und wir vervollständigen es daher in Kürze mit einigen Zu- 
sätzen: 
1) [B. 1.] Die Geburt. mit einem stehenden Hirten und drei En. 
gelchen an der Krippe. Mit den Buchstaben L K im Täfeleheu und 
der Jahrzahl 1516 rechts an der Mauer. H. 6 Z. 2 L. Br. 4 Z. 7 L, 
Die alten Abdrücke sind sehr selten, die neuen (um 1801) aus 
dem Frauenholüschen Verlag. 
2) [B. 2] Die Anbetung der Könige unter einer Arkade. Rechts 
unten das Zeichen, und über dem Capitale der Säule vorn 1516. 
H.6Z. Br.4Z.6L. 
Die Abdrücke wie N0. 1. 
3) Die hl. Jungfrau am Fussc eines grossen Baumes, wie sie 
dem Jesuskinde die Brust reicht. Nach links gewandt und an den 
Baumstamm gelehnt, unterstützt sie mit der rechten Hand das Kind, 
während sie mit der linken das Gewand von der Brust zieht. Durch 
das grosse Thor im Hintergrunde sieht man auf eine Stadt. Rechts 
oben am Baume hängt das Täfelchen mit L K und dem Krug. H. 4 Z. 
10 L. Br. 4 Z. 
Im Cabinet Cicagnara II. N0. 489 ist angegeben, dass die hl. 
Jungfrau gegen links gerichtet sei, Passavant III. p. 133 gibt aber die 
Stellung nach rechts an. Das Exemplar des Oabinet Cicognara. ver- 
rath daher eine Copie. Passavant bestimmt eine Höhe von 4 Z. 9 L, 
und eine Breite von 3 Z. 11 L. Im Catalog Cerroni ist eine Breite 
von 3 Z. 1 L. angegeben. R. Weigel werthet ein Exemplar auf 15 Thlr. 
4) [B. 3.] Christus am Kreuze mit Johannes und den hl. Frauen. 
Bäohts unten dasTäfelchen mit den Initialen. H. 5 Z. 9 L. Br. 3 Z, 
1 J. 
Dieses Blatt ist im schönen alten Drucke sehr selten. 
5) [B. 4.] Der leidende Heiland mit der Dornenkrone in halber 
Figur nach links. Im Grunde rechts Johannes, links Maria. Links 
oben das Zeichen. H. 4 Z. 4 L. Br. 2 Z. 11 L. 
R. Weigel werthet ein Exemplar auf 5 Thlr. 
6) [B. 5.] Der leidende Heiland mit der Dornenkrone. Links an 
der ruinösen Mauer das Tüfelchen. I-I. 4 Z. 10 L. Br. 3 Z. 3 L. 
Sehr seltenes Blatt, besonders im schönen alten Drucke. 
7) [B. 6.] Der leidende Heiland mit der Dornenkrone stehend an 
der Säule. Unten nach links das Täfelchen. H. 5 Z. 4L. Br. 3 Z. 6 L. 
Sehr seltenes Blatt.  
8) [B. 7.] Maria auf dem Halbmonde mit dem segnenden Kinde 
in der Strahlenglorie. Rechts unten das Zeichen. H. 4 Z. 7 L. Br. 
2 Z. 7 L. 
Im alten Drucke vor der Adresse des Niccolo Nelli ausserst selten.
        

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